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Ist "glauben" nicht gleichbedeutend mit "nicht wissen" ?? PDF Drucken E-Mail

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Der Begriff des "Glaubens" ist in unserem heute üblichen Sprachgebrauch sehr nahe am "Vermuten" bzw. am "nicht ganz sicher sein" angesiedelt. Man sagt: "... ich weiß nicht sicher - aber ich glaube schon dass ..." - und drückt mit dieser Phrase eine gewisse Unsicherheit aus. Will man auf eine mit - "Ich glaube, dass ...." - eingeleitete Aussage mehr Gewissheit, so wird mitunter nachgefragt: "weißt du es, oder glaubst du es nur ??". Man hört gelegentlich Aussagen wie - "Glauben heißt nicht wissen!" und stellt dabei "Wissen" in seiner Gewichtung deutlich über den Begriff des "Glaubens".

Aus diesem Hintergrund heraus kann man sich natürlich mit Recht fragen, warum die Bibel diesem "Glauben" so viel Bedeutung beimisst !?
Warum ausgerechnet eine so wackelige Vermutung irgend etwas verändern soll !?

Die Antwort ist einfach und liegt in einem völlig anderen Verständnis des biblischen Glaubensbegriffs. Gebraucht die Bibel den Begriff des "Glaubens", so ist darunter kein bloßes Vermuten zu verstehen, sondern vielmehr ein VÖLLIGES VERTRAUEN UND INNERES ÜBERZEUGT SEIN VON DINGEN! Der biblische Glaubensbegriff ist daher das gänzliche Gegenteil vom heute allgemein gebräuchlichen Begriff von "glauben"!

Hat "Wissen" gewissermaßen ein verstandesmäßiges Erfassen als Grundlage - so hat biblischer Glaube zusätzlich zu dieser Wissensgrundlage noch VÖLLIGES VERTRAUEN und INNERE ÜBERZEUGUNG mit dabei. Daher steht "glauben" in biblischen Sinn hinsichtlich der Gewichtung nicht unter dem "Wissen" sondern vielmehr ganz klar über dem "Wissen"!

Etwas bloß zu wissen ist eine Sache - etwas im Sinne des biblischen Glaubensbegriffes aber tatsächlich auch zu Glauben eine ganz andere! Hinsichtlich Gottes Wort ist biblischer Glaube daher viel mehr als nur Kopfwissen und ein bloßes "für wahr halten". Biblischer Glaube ist ein VERTRAUENDES SICH AUSLIEFERN IN SEINE WAHRHEIT – ist eine VÖLLIGE HINGABE UND ÜBEREIGNUNG IN SEINE HÄNDE mit allen Folgen und Konsequenzen!!

Autor: Reinhold Keinberger

 
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