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Was ist eigentlich Sünde? PDF Drucken E-Mail

Ganz simpel ausgedrückt: TUN, was falsch ist, und NICHT TUN, was richtig ist, das ist Sünde. Was falsch und richtig ist, bestimmt Gott! Sünde bedeutet, das Gesetz Gottes zu übertreten: "Die Sünde ist die Gesetzlosigkeit" (1. Johannes 3,4). Mit anderen Worten, Sünde ist alles, was sich gegen Gottes Willen richtet. Wenn Gott sagt "Du sollst nicht lügen" und Sie lügen, dann haben Sie gesündigt. Wenn Gott sagt "Du sollst nicht stehlen" und Sie stehlen, dann haben Sie gesündigt.

Wie wir bereits gesehen haben, trennt uns jede Sünde von Gott (siehe vorige Frage "Ich bin doch kein Sünder!"). Sünde ist ein Vergehen gegen Gottes vollkommenes Wesen. Als König David im Alten Testament Ehebruch begangen hatte (er hatte mit einer Frau geschlafen, mit der er nicht verheiratet war), musste er vor Gott bekennen: "An dir allein habe ich gesündigt und getan, was böse ist in deinen Augen" (Psalm 51,6).
Weil Gott nicht lügen kann, ist es für uns falsch, zu lügen. Weil Gott nicht stehlen kann, ist es für uns auch falsch, zu stehlen. Gott ist heilig, er kann nicht sündigen. Sünde ist ein Angriff auf seine Heiligkeit und verletzt ihn persönlich, weil Sünde ein Verstoß gegen sein Gebot ist. Also richtet sich jede Sünde als Erstes immer gegen Gott, weil er vollkommen sündlos ist.

Unvergebene Sünden haben immer schlimme Folgen. Manchmal schon hier auf der Erde, wenn wir die Konsequenzen der Sünde zu tragen haben, aber ganz sicher, wenn wir vor Gott, dem Richter, stehen. Wenn Sie Gott also durch Sünde angegriffen haben, dann müssen Sie einen Weg finden, diese Beleidigung ungeschehen zu machen. Das Problem ist nur, dass Sie das nicht können. Gott selbst aber hat einen Weg gefunden, wie diese Sünden weggenommen werden können. Indem er seinen Sohn, Jesus Christus, am Kreuz stellvertretend für Sie hat sterben lassen. "Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen auf dem Holz, [...] durch seine Wunden seid ihr heil geworden" (1. Petrus 2,24). Das, was Jesus Christus dort am Kreuz getan hat, müssen Sie selbst im Glauben annehmen. Niemand kann das stellvertretend für Sie tun. Gott erwartet von dem Sünder, der errettet werden will, dass er selbst zu seinem Sohn kommt und ihn um Vergebung bittet.

Quelle: Ihre Fragen - Gottes Antwort
Rudi Joas - Missionswerk Heukelbach
www.missionswerk-heukelbach.de

 



Ein paar persönliche Gedanken zu dieser Frage...

Wäre der Mensch gemäß der Meinung vieler moderner Zeitgenossen tatsächlich das Ergebnis einer zufälligen evolutionären Entwicklung - so gäbe es folgerichtig auch keinen Sünde! Der Tatbestand der Sünde setzt nämlich voraus, dass es eine ganz bestimmte Absicht gibt/gab, aus welcher der Menschen hervorgebracht wurde - und dass es daher zwangsläufig auch einen ganz konkreten Plan für das menschliche Leben gibt. Gäbe es diesen konkreten "Masterplan" für den Menschen und sein Dasein nicht – so wäre das zeitlich begrenzte Leben auf dieser Welt VOLLKOMMEN SINNLOS! Es wäre vollkommen egal, wie jeder einzelne Mensch die kurze Zeitspanne zwischen Geburt und Tod verbringt da ja alles aus Zufall entstanden wäre und letztlich im Nichts verschwinden würde! Moral und Werte würden - konsequent gedacht - aus dem Blickwinkel der Evolutionslehre vollkommen ihre "Erdung"- und damit ihre Bedeutung verlieren, da es völlig egal wäre ob jemand als Mörder oder Wohltäter stirbt! Für zufällig entstandenes Leben gibt es kein "richtig" oder "falsch" - kein "gut" oder "böse" - sondern entsprechend dem Gesetz des Stärkeren bestenfalls eine Abwägung der Nützlichkeit im Bezug auf die eigenen Interessen!

Obwohl viele Menschen nach dieser Ansicht leben, ist dem jedoch nicht so!

Vielmehr ist der Mensch ein ganz bewusst geschaffenes Geschöpf - welches von Gott mit einer ganz bestimmten Absicht hervorgebracht wurde - nämlich im BILDE SEINER SELBST zu sein und in einer lebendigen Beziehung zum Schöpfer zu leben. NUR ZU DIESEM ZWECK wurde der Mensch geschaffen - einen anderen ursprünglichen Sinn für den Menschen gibt es nicht!

Da ein wesentlicher Bestandteil dieses Ebenbildes Gottes auch der freie Wille ist, hat der Mensch auch diesen mit in sein Wesen gelegt bekommen.
Dieser war es auch, welcher den Menschen von Anfang an die freie Wahl gegeben hat, innerhalb des Rahmens der von Gott angedachten Berufung zu bleiben, oder diese zu verlassen und sich dadurch von IHM zu trennen.

Wie wir durch den Bericht aus Genesis wissen, war der Sündenfall Adams die erste Sünde des Menschen - in welcher er den ursprünglichen Bund der lebendigen Beziehung zwischen ihm und Gott zerstörte, weil er hier seinen freien Willen dazu gebrauchte - um nicht das zu tun, wozu Gott in erschaffen hatte. Durch diese Sünde Adams entstand eine Trennung des Menschen von Gott und als Folge daraus eine Finsternis - in welcher der Mensch nicht mehr wusste und erkannte, warum er eigentlich lebt - was der Sinn seines Daseins ist - eine Frage, welche die Menschen bis heute beschäftigt!

Weil der Kontakt in der Beziehung des Menschen zu Gott durch die Sünde Adams verloren ging, ist dem Menschen seither der eigentliche Plan Gottes zunächst verborgen - und so weiß er auch bereits von Geburt am nicht um den eigentlichen Sinn seines Lebens. Daher tümpelt der Mensch seit dem Sündenfall im Dunkel seines Herzens umher - geht in seiner Finsternis am Willen Gottes vorbei, und versucht in einer Vielzahl von Beschäftigungen und vergänglichen Dingen seinem Leben einen Hauch von Sinn zu geben - ohne dabei aber seine eigentliche Berufung durch den Schöpfungswillen Gottes zu erkennen.

... Und hier nun liegt die Sünde des Menschen - indem er nicht nach dem Willen Gottes für sein Leben fragt - IHN nicht Lob und Dank erbringt - und somit nicht entsprechend seiner ursprünglichen Berufung lebt, sondern das tut, was ihn selbst in den Sinn kommt. Sünde fängt nicht erst bei Mord oder bei einem Raubüberfall an - Sünde ist jede Abweichung vom eigentlichen Plan und Willen Gottes für den Menschen - jede Zielverfehlung!

Hätten wir nicht das Wort Gottes, in welchem ER uns über diese Hintergründe berichtet, so wären wir verloren in der Dunkelheit, welche die Sünde in die Welt brachte. So aber hat Gott den Menschen in seinem Wort seinen Willen wieder offenbart, sodass er das Problem seiner Sünde erkennen kann, welche ihn von Gott trennt.

In Jesus Christus ist Gott Mensch geworden und so hat ER für uns einen Ausweg aus unserer Dunkelheit geschaffen, indem ER unsere Sünden auf sich genommen und an das Kreuz getragen hat! Dort versöhnte er uns mit dem heiligen und gerechten Gott indem ER dort die gerechte Strafe für unsere Sünden ertragen hat!

Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen auf dem Holz, damit wir, den Sünden gestorben, der Gerechtigkeit leben mögen; durch seine Wunden seid ihr heil geworden.
1. Petrus 2,24

Denn auch Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte; und er wurde getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht durch den Geist
1. Petrus 3,18

So sind wir nun Botschafter für Christus, und zwar so, dass Gott selbst durch uns ermahnt;
so bitten wir nun stellvertretend für Christus: Lasst euch versöhnen mit Gott!
2. Korinther 5,20

 

 
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