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Wenn ich in den nun folgenden Zeilen über mich erzähle, so möchte ich damit ein klein wenig Einblick geben, auf welchem Weg ich zu Jesus finden durfte. Wir wissen durch die Bibel, dass es nur einen einzigen Weg zu Gott gibt, welcher über Jesus Christus führt. (Joh. 14, 6 / Apg. 4, 12)

So einzigartig nun aber einerseits dieser eine Weg zu Gott ist - so unterschiedlich sind andererseits oft die "Anreisewege", auf welche die Menschen zu Jesus hingeführt wurden. Daher weiß jeder Christ, der Sündenvergebung durch Jesus erfahren durfte, auch seine eigene und sehr persönliche Geschichte über diese "Anreise" zu Jesus zu berichten. Dieses ist nun meine persönliche Geschichte meiner "Heimreise" ...

Mein Name ist Reinhold Keinberger. 1969 in Haslach a.d.M. geboren - und etwas außerhalb dieses Ortes aufgewachsen - durchlebte ich eine glückliche und behütete Kindheit.

Durch die römisch-katholische Prägung meiner Umgebung kam auch ich bereits sehr früh mit dieser Religion in Berührung. So wurde ich als Kleinkind "getauft", hatte katholischen Religionsunterricht in der Schule und durchlief als Mitglied dieser Kirche auch die weiteren üblichen "Stationen" eines heranwachsenden Katholiken. Meine Eltern, die ihrerseits ebenso in dieser Religion erzogen wurden, standen bzw. stehen in ihrem Glauben fest auf dem Fundament dieser Kirche. Sie gehören zum konsequent konservativen Flügel der katholischen Kirche und haben eine sehr starke Bindung zu deren Lehren, Traditionen und Überlieferungen. In dieser Weise auf die Lehren Roms ausgerichtet, bemühten sie sich, auch mich frühzeitig an den Katholizismus heranzuführen. So kam es, dass auch ich mich in meiner Schulzeit der katholischen Kirche sehr verbunden fühlte und daher in dieser Zeit auch einige Jahre lang Ministrant war.

Mit Ende der Schulzeit und nach Einstieg ins Berufsleben verflachte mein Bezug zur katholischen Kirche dann aber zunehmend. All' die religiösen Denkmuster und Gebräuche wurden mir immer fremder und abstrakter, und ich konnte damit immer weniger anfangen. Ich entfernte mich immer weiter vom dem mir anerzogenen katholischen Glauben und sah meine Prioritäten mehr und mehr im beruflichen Vorwärtskommen und in materiellen und weltlichen Zielen. So ging ich ohne nennenswerte Gedanken an Gott weiter durchs Leben - hindurch durch manche Höhen und Tiefen - bis zum 30. Lebensjahr. In diesem Jahr ergab es sich aus bestimmten Entwicklungen, dass ich mit meinem Leben etwas unsanft aus dem Gleis flog. Alles geriet plötzlich aus den Fugen und meine Ziele, die ich bis dahin verfolgte, wurden mir mit einmal wertlos. Mein Dasein schien mir öde und leer und ich stellte mir die ernsthafte Frage nach dem Sinn meiner Existenz und blieb in dieser Frage ohne Antwort. Inmitten dieser Situation verfiel ich immer tiefer in eine Depression und endete letztlich in einer Krise wie ich sie bis dahin nicht kannte.

Auf diese Weise "unten" angekommen fiel mir in einer Buchhandlung ein Buch mit dem ansprechenden Titel "Krise als Neubeginn" in die Hände. Angesprochen vom Titel begann ich dieses Buch zu lesen und fühlte mich vom Autor zunächst mal in meinen Problemen sehr verstanden. Der Autor lenkte im weiteren Verlauf des Buches aber dann die Aufmerksamkeit immer mehr auf Gott hin. Dabei bemerkte ich, dass er eine andere Sicht von Gott aufzeigte, als ich sie bis dahin kannte. Eine freie und lebendige Sicht von Gott ohne jeden dogmatischen Ballast. Er schrieb nicht über religiöse Formen, über Sakramente oder über bestimmte Riten, sondern erzählte losgelöst von dogmatischen Lehren von einem liebenden Gott, welcher aus dem Schrotthaufen meines Lebens noch etwas machen konnte und das auch tatsächlich wollte.

Es war wohl damals weniger meine "Klugheit" als vielmehr meine Not, die mich jene helfende Hand Gottes ergreifen ließ - die mich dazu führte, mein Leben wieder neu anzupacken, mein Vertrauen und meine Zuversicht in Gott zu setzen, und meinen weiteren Lebensweg gemeinsam mit IHM zu gehen. Getragen von dieser neuen Lebensgrundlage und gezogen von diesem neuen Ziel vor Augen kam ich auch tatsächlich sehr bald aus meiner damaligen Krise wieder heraus. Ohne es damals zu wissen (ich dachte, ich hätte schon das Wesentlichste gefunden), folgte ab diesem Zeitpunkt eine Suche, die über 4 Jahre dauerte.

Ich las in dieser Zeit viele verschiedene Bücher und versuchte mehr über Gott zu erfahren. Ich kaufte mir etliche Monate später meine erste Bibel und begann, darin zu lesen - was mir zu dieser Zeit aber noch Mühe machte, weil mir viel darin zunächst sehr schwer begreifbar erschien. Etwa in dieser Zeit fiel für mich auch der Startschuss fürs Internet, durch welches ich in verschiedenen Foren und Chats unter anderem auch direkten Kontakt zu anderen Christen fand. Und obwohl ich zu diesem Zeitpunkt bereits einige Sichtweisen der katholischen Kirche nicht mehr so recht teilen konnte, knüpfte ich dennoch auch wieder "vorsichtige Kontakte" zu dieser Kirche und besuchte wieder jeden Sonntag die Messfeier.

Nachdem in dieser Zeit die Bergpredigt für mich die zentrale Aussage des Evangeliums war, bemühte ich mich um ein "gutes Leben", um Gott damit zu gefallen. Doch bei all diesen Bemühungen bemerkte ich auch immer, dass ich letztlich immer mehr tun könnte, und dass all' meine Bemühungen auch immer mit einem gewissen Maß an Halbherzigkeit belegt waren. Ich wusste daher nie - ob meine Bemühungen letztlich ausreichen würden, um den "Anforderungen Gottes" gerecht zu werden. Ich hatte nie wirklich Gewissheit hinsichtlich dessen, ob Gott mich letzlich annehmen würde - und so hatte ich diesbezüglich auch nie wirklichen Frieden in mir.

Nach fast 4 Jahren kam zu dieser oft beklemmenden Ungewissheit ein noch beklemmenderer Gedanke hinzu, der sich mehr und mehr zu einer ernüchternden Erkenntnis verfestigte - nämlich, dass alle meine Bemühungen letztlich auf Egoismus zurückzuführen waren! Meine Motive zu einem guten und gottgefälligen Leben waren von Eigennutz und Selbstzweck geprägt und waren nicht wirklich von uneigennütziger Liebe zu Gott getragen wie es eigentlich sein sollte. Es war somit Egoismus, weil alles was ich tat - ich letztlich dafür tat, mir die ewige Gemeinschaft mit Gott - mir den "Himmel" zu verdienen.

Gott führte mir meine Motive klar vor Augen, welche in Folge all mein Bemühen wertlos machten. Diese Erkenntnis stand vor mir wie eine unüberwindbare Mauer, weil zwangsläufig all mein Bemühen auf diesen Egoismus zurückzuführen war. Ich erkannte resignierend meine Armut und Hilflosigkeit vor Gott, und dass ich noch immer mit leeren Händen vor IHM stand. An diesem Punkt der Resignation angelangt erkannte ich aber plötzlich auch Dinge, die zwar immer da waren - welche ich aber nie in dieser Weise erfassen konnte und welche ich nie zuvor auf diese Weise wahrgenommen hatte ...

Im Fernsehen sah ich zu jener Zeit einen Film über den Reformator Martin Luther. Ich sah, dass Luther in sehr ähnlichen Nöten darum rang, einen gnädigen Gott zu bekommen. Ich sah bei diesem Film auch, dass Luther offenbar in der Bibel die Lösung auf seine Probleme fand - und mir schien, als hätte ich hierbei auch selbst bereits einen kleinen Teil der "Lösung" erkannt. Ich suchte daraufhin im Internet und fand dabei 50 alte Predigttexte. In einer dieser Predigten ging es um jenes Ereignis, an welchem Jesus dem Nikodemus die Sache mit der Wiedergeburt erklärte. Jesus sagte darin in Johannes 3,3: "Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen!"

Ebenso zur gleichen Zeit fand in meinem damaligen Schweizer "Stammforum" ein gedanklicher Austausch zum Thema "Erlösung" statt, den ich mitverfolgte. Durch all diese Dinge "formte" sich etwas vor meinen Augen, das ich bis dahin nie erkannte. Ich merkte, dass da plötzlich etwas anders war. Anders - weil ich im Gegensatz zu früher endlich die Wahrheit, die zentrale Botschaft Gottes in seinem Wort erkannte. Ich war zunächst etwas irritiert - vor allem aber überrascht, weil diese so ganz anders war, als ich immer vermutete.

Ich erkannte plötzlich - wer Jesus wirklich ist, warum ER Mensch wurde - und warum ER am Kreuz gestorben ist. Ich wusste auf einmal auch, was das für mich ganz persönlich bedeutete - nämlich, dass Jesus auch für MICH am Kreuz starb und dass Gott durch das Opfer seines Sohnes am Kreuz auf Golgatha mir meine Sünden vergeben möchte. Ich erkannte, dass genau das jene rettende Hand Gottes war, welche mich an dieser "unüberwindbaren Mauer der eigenen Bemühungen" vorbeiführen würde, vor welcher ich zu diesem Zeitpunkt stand. Ich nahm die Wahrheit, welche ich in seinem Wort erkannte mit großer Freude auf und nahm in Demut und Dankbarkeit das Opfer Jesu Christi zur Vergebung meiner Schuld und Sünden an, indem ich ganz fest auf Gottes Zusage in seinem Wort vertraute, dass er mir durch sein Opfer all meine Schuld vergibt.

ReiniWas dann geschah, lässt sich schwer in Worte fassen ...
es fiel eine große Last von mir ab, und ich wusste in diesem Moment, dass Gott mir durch den Tod seines Sohnes am Kreuz meine Sünden vergeben hatte. Ich durfte die Zusage Jesu aus Johannes 3,3 erleben und durfte Gottes rettende Gnade durch und in seinem Sohn erfahren. Seit dieser Zeit ist JESUS mein Herr und Erlöser, und mein Leben getragen von Liebe und Dankbarkeit zu IHM. Die folgenden Monate brachten in relativ kurzer Zeit umwälzende Veränderungen in Prioritäten, Sichtweisen, Werten, Zielen, Interessen, Hobbys usw. mit sich.
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Die nähere Beschäftigung mit den Lehren, Traditionen, Dogmen - ja, mit dem allgemeinen Glaubensverständnis der katholischen Kirche führte außerdem dazu, dass ich aus dem Hintergrund der erkannten Wahrheit in der Bibel auf immer mehr Widersprüche zwischen dem Wort Gottes und der offiziellen katholischen Lehre stieß. Diese Widersprüche spiegelten sich auch in Gesprächen über meinen Glauben gegenüber Katholiken in meinem persönlichen Umfeld wieder. Das alles hatte zur Folge, dass ich einige Monate später aus der katholischen Kirche austrat.

Weil ich mich aber nach Austausch mit anderen Christen sehnte, suchte ich Kontakt zu Glaubensgeschwistern, welche Gottes Gnade in gleicher Weise erfahren hatten und welche in gleicher Weise in ihrer Beziehung zum Herrn Jesus leben. Diesen fand ich in einer evangelikalen Gemeinde in Linz, wo ich ein Jahr nach meiner Bekehrung auch dem Wunsch meines Herrn freudig nachkam und mich taufen ließ.

JESUS ist mir heute Mitte und Ziel meines Lebens.

  • ER hat mir Vergebung geschenkt durch sein Opfer am Kreuz, hat mich
    angenommen und mich reich beschenkt.
  • ER hat mich gerettet und mich frei gemacht.
  • ER hat mich herausgeführt aus meiner toten Religiosität und hat mich
    hineingenommen in eine persönliche und lebendige
    Beziehung zu IHM.
  • ER ist die Grundlage, auf der ich aufbaue und die Quelle meines Lebens,
    ohne die mir heute alles sinnlos, öde und leer erscheinen würde.

Soweit ein kleiner Einblick in "meine Geschichte".


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