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Seite 2

Das Papstamt näher betrachtet ...


Die katholische Basislehre zum Bischofs- und Papstamt:

Um das Papstamt als Leitungsamt der katholischen Kirche etwas besser einordnen zu können, ist es hilfreich - zunächst einmal das grundlegende Selbstverständnis dieses Amtes zu sehen. Hierzu finden wir im Codex Iuris Canonici - dem katholischen Gesetzbuch - einen Text, welcher dieses Amt in kurzen Worten wie folgt beschreibt:

Der Bischof der Kirche von Rom, in dem das vom Herrn einzig dem Petrus, dem Ersten der Apostel, übertragene und seinen Nachfolgern zu vermittelnde Amt fortdauert, ist Haupt des Bischofskollegiums, Stellvertreter Christi und Hirte der Gesamtkirche hier auf Erden, deshalb verfügt er kraft seines Amtes in der Kirche über höchste, volle, unmittelbare und universale ordentliche Gewalt, die er immer frei ausüben kann
CIC-Canon 331

Aus diesem Text geht zunächst hervor, das die katholische Kirche den "Bischof von Rom" (den Papst) als Nachfolger des Apostels Petrus - und das "Bischofskollegium" (alle anderen Bischofe) als Nachfolger der übrigen Apostel sieht und versteht.
Die ihrer Meinung nach "gültige Weitergabe" sowohl der besonderen apostolischen Aufgaben - als auch der apostolischen Vollmachten, sieht die katholische Kirche durch Handauflegung im Rahmen der Bischofsweihe gewährleistet, und fasst diese "Weitergabelehre" in den Begriff der sogenannten "apostolischen Sukzession" ein.

Da die katholische Kirche darüber hinaus auch noch die Ansicht vertritt, Petrus wäre der "Erste" unter den Aposteln gewesen, überträgt sie jenen - vermeintlich einst dem Petrus zugedachten "Führungsanspruch" - durch die lange "Kette sukzessiver Weitergabe" hindurch, auf den heutigen Bischof von Rom, und zuerkennt diese - als "Primat" bezeichnete Sonderstellung somit auch dem "Papst" in seinem kirchlichen Leitungsamt.

Die grundlegende katholische Basislehre zum Bischofs- bzw. Papstamt, und jene - damit in Verbindung stehenden hierarchischen Führungsanspruch könnte man daher in folgenden drei Punkten zusammenfassen:

1. Die Apostel haben Bischöfe als ihre Nachfolger bestimmt
2. Christus machte Petrus zum Haupt der Apostel und zum Führer der Kirche
3. Der Papst als Bischof von Rom ist der Nachfolger von Petrus

Der vom Papst geforderte Autoritätsanspruch ist somit klar! Es stellt sich nun aber die Frage, wie weit dieser auch durch die Bibel auch tatsächlich haltbar ist.
Dazu folgende Überlegungen....


Sind die Bischöfe die Nachfolger der Apostel ??

Die katholische Kirche pocht darauf, dass ihre Bischöfe legitime Nachfolger der Apostel sind, und sieht diesen Anspruch grundsätzlich als göttliches Recht.
Zumindest mir persönlich stellt sich hier aber die Frage, warum die katholische Kirche so sehr auf diesen Anspruch besteht ??
Die Antwort vermute ich persönlich nicht zuletzt darin, dass die katholische Kirche sich selbst als eine "pilgernde Kirche" sieht .....

Gleich wie jedes Schiff auf See eine Mannschaft benötigt, braucht auch eine pilgernde (sich fortbewegende) Kirche ebenso Menschen - welche den Kurs bestimmen, und unter bestimmten Umständen auf neue Situationen und Herausforderungen reagieren.
Bleiben wir nun noch einwenig bei diesem Schiffsvergleich, so sieht sich dieses Schiff - nennen wir es die "Catholic"- samt seiner Besatzung auf seiner Pilgerreise durch die Zeiten.
So hat die "Catholic" mit ihren "Laien" mittlerweile ca. 1 Milliarde Passagiere mit an Board und wird begleitet durch die "Schiffscrew" der Priester und mit ihren Bischöfen und Kardinälen als "Offiziere" und "Steuermänner". Allen voran aber steht der Papst als der "Kapitän der Catholic". Er sieht sich durch sein Amt als oberste Autorität, welcher den Kurs bestimmt und welchem auch alle anderen untergeordnet sind. Der Papst trägt - wie einst Edward John Smith, die Verantwortung für die Sicherheit seiner Passagiere.
Aufgrund einer - auf sein Amt umgedeutete göttliche Zusage (Matthäus 16,18), welche ihm angeblich völlige Irrtumslosigkeit und göttliche Führung in seinem Amt als "Kapitän" der "Catholic" verheißt, fühlt er sich auch sicher in seinem Handeln und in seinen Entscheidungen. Daher fordert er den Führungsanspruch und die völlige Unterstellung aller Passagiere und Bediensteten an Board unter sein Kommando.

Dieser Vergleich hat nun gewiss wie jeder andere Vergleich so seine Schwächen - zeigt aber meiner Meinung nach doch anschaulich das grundlegendes Selbstverständnis der PILGERNDEN katholischen Kirche. Die katholische Kirche ist auf dem Weg - ist auf der Reise, wobei in den ersten Jahrhunderten ihr Ausgangspunkt ebenso auch noch nahe am "Heimathafen" der Bibel war! Doch anstatt die Bibel als Grundlage festzuhalten und sich fest in ihr zu verankern, hob die "Catholic" ihren "Anker" und begab sich - geleitet durch ihre Bischöfe und Päpste auf die Reise - immer weiter weg vom einstigen biblischen Hafen und immer weiter hinein in das "Eismeer" mit allen Gefahren.

Die katholische Kirche sieht sich selbst dennoch auf dem richtigen Weg und geht davon aus, das immer dort die richtige und ganze Wahrheit zu finden ist, wo sie sich unter der Leitung ihres Führungspersonals sich gerade hinbewegt hat. Das Festhalten bibelgläubiger Christen an der Schrift allein (sola Scriptura) und das Ablehnen der katholischen Überlieferung bzw. Tradition als eben jenen -" in dieser Zeit zurückgelegten Weg", sieht die katholische Kirche als Rückständigkeit - als Verbleiben im einstigen Hafen, von welchem sie selbst sich vor langem wegbewegt - und somit aber entfernt hatte!

Die weitere Frage ist nun - ob Jesus in seiner Gemeinde tatsächlich eine "pilgernde Kirche" erschaffen hat, welche sich in im Lauf der Zeit immer "weiter Entwickeln" sollte ??...
In der Bibel lesen wir dazu folgendes:

Die Gemeinde als heiliger Tempel Gottes
So seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge ohne Bürgerrecht und Gäste, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen auferbaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, während Jesus Christus selbst der Eckstein ist, in dem der ganze Bau, zusammengefügt, wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn, in dem auch ihr miterbaut werdet zu einer Wohnung Gottes im Geist.

Epheser 2,19-22

Dieser heilige Tempel, welchen Gott in seiner Gemeinde erbaute, "pilgert" nicht durch die Gegend, sondern steht fest und unverrückbar auf seinem EINMAL GELEGTEN Fundament!
Auch benötigt dieser heilige Tempel in der "5. Etage" keine "apostolische Grundlage" - und somit auch keine Apostel mehr! Ebenso ist der Bauplan für diesen Tempel bereits in vollkommener Weise abgeschlossen in der Bibel für jeden einsehbar. Dieser braucht keinerlei weiterer Ergänzungen mehr! Bibelgläubige Christen sind als lebendige Steine auferbaut auf jenem Fundament und eingefügt in jenem Tempel, in welchem JESUS den Eckstein - und die Lehre der Apostel die "erste Ziegelschar" dieses geistlichen Tempels darstellt!

Nichts desto trotz sieht die pilgernde katholische Kirche ihre Bischöfe und den Papst als Nachfolger der Apostel und geht ihre eigenen Wege - womit sie aber jene eine und einzige Grundlage verlässt, welche durch Jesus Christus und seine Apostel gelegt wurde, und womit sie sich nicht "weiter entwickelte" (wie sie selbst meint) sondern sich lediglich immer weiter vom einst gelegten Fundament und vom biblischen Hafen entfernte.


War Petrus das Haupt der Apostel und Führer der Kirche ??

Die Behauptung der katholischen Kirche, Petrus hätte die Apostel angeführt und wäre somit deren Leiter und Sprecher gewesen, wird neben einigen anderen Auslegungen der Bibel vor allem mit der Zusage der "Löse- und Bindegewalt", als auch mit der Übergabe der sogenannten "Schlüsselgewalt" durch Jesus begründet, wo er zu Petrus spricht:
Und ich will dir [Petrus] die Schlüssel des Reiches der Himmel geben; und was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein; und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein.
Matthäus 16,19

Das aber jene Löse- und Bindegewalt nicht nur Petrus - sondern auch den anderen Aposteln gegeben wurde, lesen wir bei Matthäus 18,18 - wo geschrieben steht:
Wahrlich, ich sage euch: Was ihr auf Erden binden werdet, das wird im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden lösen werdet, das wird im Himmel gelöst sein.
Für die Begriffe des "Bindens" und "Lösens" können wir ein - durch göttliche Vollmacht verbindliches "Erlauben" und "Verbieten" verstehen. Ein Beispiel, wo von dieser "Löse- und Bindegewalt" konkret gebrauch gemacht wurde, finden wir im 15. Kapitel der Apostelgeschichte, wo die Apostel über das Verhältnis zu den Heidenchristen berieten - und durch die volle Autorität dieser von Jesus zugesagten Vollmacht dann auch konkrete- und verbindliche Beschlüsse fassten.
In jener Versammlung war es nicht Petrus, welcher etwa im Alleingang einen Beschluss gefasst hätte - sondern es war vielmehr Jakobus, welcher nach Beratungen (u.a. mit Barnabas und Paulus) letztlich die entsprechenden Beschlüsse formulierte! Petrus erfüllte hier also gewiss nicht jene Leitungs- und Führungsrolle, welche die katholische Lehre ihm heute andichtet.

Die Löse- und Bindegewalt wurde von Jesus den APOSTELN gegeben und so finden wir auch jene - durch diese Vollmacht gelösten und gebundenen Dinge in der Bibel wieder. Zu behaupten, jene Vollmacht hätte sich in weiterer Folge auf Bischöfe als deren angebliche Nachfolger übertragen, war zwar für die Eigeninteressen und die Ziele der katholischen Kirche sehr nützlich - biblisch jedoch ist eine solche Behauptung in keinster Weise haltbar!

Was aber im Gegensatz zur "Löse- und Bindegewalt" offenbar nicht allen Aposteln gegeben wurde, sind nun jene sogenannten "Schlüssel des Reiches der Himmel". Mir persönlich scheint, als gab Jesus diese "Schlüssel" tatsächlich nur dem Petrus.Da der Papst der katholischen Kirche sich nun aber als Nachfolger des Petrus sieht - versteht dieser nicht nur sein "Amt" - sondern gleichzeitig auch jene "Schlüsselgewalt" auf sich selbst übertragen. Die somit angemaßte "Schlüsselgewalt" machte dem Bischof von Rom zum "himmlischen Türsteher" und verlieh den Päpsten in weiterer Folge ein großes Maß an Reichtum und Macht.

Reichtum entstand in großem Maß dadurch, dass die katholische Kirche sich jenen "exklusiven Schlüsseldienst" gegen bare Münze lukrativ honorieren lies - und so durch den Ablasshandel große Reichtümer angehäuft wurden. So lautete der katholische "Werbeslogan" für die Ablassbriefe - welche angeblich "armen Seelen" die Tür zum Himmel öffnete - seinerzeit: "Wenn die Münze im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt!". Papst Pius II (1458-1464) war wohl ebenso erfreut über das einträgliche "Schlüsselgeschäft" und stellte fest: "Uns und den Unsrigen ist das Märchen vom Jesus zum Segen geworden!"
Nicht zuletzt gebrauchte die katholische Kirche jene angemaßte "Türsteherfunktion" aber auch dazu, weltliche Macht auszuüben und die Menschen unter ihre Führung zu unterwerfen. Ein weltlicher Machtanspruch, welchen Jesus immer ablehnte weil sein Reich nicht von dieser Welt war und ist! Aus jener selbst angeeigneten Machtposition heraus wurde dennoch erklärt: "Nun aber erklären wir, sagen wir, setzen wir fest und verkünden wir: Es ist zum Heile für jegliches menschliche Wesen durchaus unerläßlich, dem römischen Papst unterworfen zu sein."
Bulle "unam sanctam"

Soviel zur Schlüsselgewalt des Petrus - bzw. was Menschen später daraus machten!
Was aber steht nun wirklich hinter jener - von Jesus dem Petrus gegebenen "Schlüsselgewalt zum Himmelreich" ??

Die "Schlüsselstellen" zum Verständnis dieser besonderen Aufgabe (!) an Petrus finden wir in der Apostelgeschichte - in jenen Geschehnissen nach der Himmelfahrt Jesu. Das Himmelreich war den Menschen seit Adam verschlossen, weil die Sünde trennend zwischen dem Menschen und Gott gestanden ist. Durch das Versöhnungsopfer Jesu am Kreuz von Golgatha war aber die Grundlage für eine gerechte Vergebung geschaffen. Jene Tür - welche durch den Sündenfall hinter dem Menschen zugefallen war und ihn somit von Gott trennte, konnte nun wieder geöffnet werden. Die Schlüssel dazu lagen durch das Versöhnungsopfer Jesu bereit.

Wie aber sah nun der konkrete Gebrauch dieser verliehenen "Schlüssel" aus ?? ....

Apostelgeschichte 2,1-47 - Als die versammelte Gemeinde der Jünger und Nachfolger Jesu zu Pfingsten den Heiligen Geist bekam, ging Petrus hinaus - predigte den dort anwesenden JUDEN das Evangelium - und viele kamen zum Glauben und würden mit dem Heiligen Geist erfüllt - der erste Gebrauch des Schlüssels für die Juden!

Apostelgeschichte 8,5-14: Später wurde auch den SAMARITERN - ein von den Juden verachtetes Mischvolk - das Evangelium gepredigt - doch obwohl sie die Predigt des Phillipus hörten, erhielt keiner von ihnen den Heiligen Geist. Erst nachdem Petrus zu ihnen kam, für sie betete - und ihnen die Hände auflegte (sich auf diese Weise mit ihnen Identifizierte), empfingen sie den Heiligen Geist - der zweite Gebrauch des Schlüssels für die Samariter!

Apostelgeschichte 10,1-47: Wiederum später ergab es sich, das Petrus durch eine direkte Offenbarung zu dem Hauptmann Kornelius gesandt wurde - einem HEIDEN! Für einen Juden war es damals unvorstellbar, dass Gott das Heil auch den Heiden zuwenden würde, und so gebrauchte Gott eine sehr deutliche Vision und richtete eine noch deutlichere Aufforderung an Petrus. Als dieser dann im Kreis der um Kornelius versammelten Heiden war und dort redete, fiel der Heilige Geist zuletzt auch auf Kornelius, und auf die um ihn versammelten Menschen - der dritte Gebrauch des Schlüssels für die Heiden!

Somit öffnete Petrus entsprechend der Zusage unseres HERRN mit jenen - von Jesus übergebenen Schlüsseln das Reich der Himmel für die Juden, für das Mischvolk der Samariter, und zuletzt auch für uns Heiden! Damit war jene Zusage erfüllt. Den Menschen aller Völker der Zugang zum Himmelreich geöffnet, und der besondere "Schlüsseldienst" des Petrus getan. Für einen etwaigen Nachfolger bleibt hier also keine Arbeit mehr zu tun.

Einen deutlichen Hinweis darauf, das Petrus - entgegen der katholischen Lehre, keine Führungsfunktion unter den Aposteln hatte, finden wir im Galaterbrief:

Die Auseinandersetzung des Paulus mit Petrus in Antiochia
Als aber Petrus nach Antiochia kam, widerstand ich [Paulus] ihm [Petrus] ins Angesicht, denn er war im Unrecht. Bevor nämlich etliche von Jakobus kamen, aß er mit den Heiden; als sie aber kamen, zog er sich zurück und sonderte sich ab, weil er die aus der Beschneidung fürchtete. Und auch die übrigen Juden heuchelten mit ihm, so dass selbst Barnabas von ihrer Heuchelei mit fortgerissen wurde. Als ich aber sah, dass sie nicht richtig wandelten nach der Wahrheit des Evangeliums, sprach ich zu Petrus vor allen: Wenn du, der du ein Jude bist, heidnisch lebst und nicht jüdisch, was zwingst du die Heiden, jüdisch zu leben?
Galater 2,11-14

Wenn sich nun also der Papst in seiner Nachfolge des Petrus in seinem Amt als unfehlbarer Leiter versteht, so bleibt festzuhalten - das Petrus heuchelte, im Unrecht war, und sich von Paulus zurechtweisen lassen musste!


Ist der Papst der Nachfolger von Petrus ??

Die katholische Kirche lehrt im Katechismus:
[936] Der Herr hat den hl. Petrus zum sichtbaren Fundament seiner Kirche gemacht und ihm die Schlüssel der Kirche übergeben Der Bischof der Kirche von Rom, der Nachfolger des hl. Petrus, ist "Haupt des Bischofskollegiums, Stellvertreter Christi und Hirte der Gesamtkirche hier auf Erden.

Eine kühne Behauptung!

So schwergewichtig und folgenreich dieser Anspruch auf der einen Seite ist, so dünn fällt gleichzeitig auf der anderen Seite das biblische Fundament dazu aus, welches eine solche schwergewichtige Lehre eigentlich stützen sollte. Die Bibel bestätigt diese jedoch nicht, sondern schweigt zu einer solchen Behauptung sogar vollständig - und so ruht jener Anspruch der "Nachfolge Petri durch den Papst" lediglich auf historischer Geschichtsschreibung!

Aus dieser Geschichtsschreibung heraus lehrt nun die katholische Kirche, dass Petrus nach Rom zog - dort der erste römische Bischof wurde, und diese Stadt zum "apostolischen Regierungssitz" erklärte. So wie nach katholischer Lehre die anderen Apostel - Bischöfe als Nachfolger einsetzten - so setzte angeblich auch Petrus einen Nachfolger (Linus) ein, durch welchen sich in weiterer Folge jene Kette der sogenannten "apostolischen Sukzession" bis in unsere Tage fortsetzte.

Wie bereits gesagt, finden wir in der Bibel für all diese Behauptungen keinerlei Hinweise - weder, das Petrus jemals in Rom war, noch dass dieser einen Nachfolger hatte - oder dass von Rom aus die "ganze Kirche regiert" wurde! Dennoch stellt die katholische Kirche diese Behauptung als "historisch gesichert" dar und versucht damit den Führungsanspruch des römischen "Pontifex" zu stützen.

Stehen hier nun angebliche "historische Fakten" gegen ein Schweigen der Bibel ??
Nicht unbedingt! Es gibt einige Hinweise in der Bibel, welche jene Darstellung der katholischen Kirche doch zumindest als sehr zweifelhaft erscheinen lassen....

Das wäre zum einen der Umstand, das Petrus sich selbst immer eher dem jüdischen - als dem heidnischen Volk verbunden sah - was vor allem im 2. Kapitel des Galaterbriefes sehr deutlich wird. In Rom jedoch gab es vergleichsweise nur sehr wenige Juden, bevor diese schließlich im Jahr 50 n. Chr. gänzlich aus Rom verbannt wurden.
Aus der Apostelgeschichte und dem Galaterbrief wissen wir aber, das Petrus bis etwa zu jener Zeit der Vertreibung der Juden aus Rom, sich in Jerusalem, Judäa, Samaria, Galiläa und Antiochien aufhielt.

Sollte nun Petrus nach dieser Zeit dennoch nach Rom gereist sein, so schiene es als sehr merkwürdig, das Paulus in seinem - etwa im Jahr 58 verfassten Brief an die Römer, zwar 26 andere Personen - NICHT aber Petrus erwähnte oder grüßte! Ebenso wenig erwähnte er Petrus in einem seiner 4 Briefe, welche er ca. 3 Jahre später in römischer Gefangenschaft verfasste. Im Jahr 66 schrieb Paulus schließlich in seinem letzten Brief vor seiner Hinrichtung: Bei meiner ersten Verteidigung stand mir niemand bei, sondern alle verließen mich; es werde ihnen nicht angerechnet! 2. Timotheus 4,16
Sollte hier Petrus wirklich in Rom gewesen sein ??


Hat Jesus seine Gemeinde bzw. Kirche auf Petrus gebaut ??

Die katholische Kirche sieht sich selbst als die einzig wahre - und von Gott gestiftete Kirche.
Diese Überzeugung und Selbsteinschätzung leitet sie auch ab aus Matthäus 16,18, wo Jesus zu Petrus sagt: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten des Totenreiches sollen sie nicht überwältigen.
Somit sieht die katholische Kirche hier in Petrus zunächst auch das Fundament ihrer Kirche gelegt - sieht durch die "appostolische Sukzession" den in Petrus begonnen "Bau" gewissermaßen fortgesetzt, und beansprucht in logischer Folge der "einzige Bau" zu sein, dessen Fundament von Jesus Christus gelegt wurde.

Betrachten wir nun diesen Bibelvers zunächst noch etwas isoliert, so scheint dieser Vers auf den ersten Blick den Vertretern dieser angeblich "einzig wahren Kirche" zumindest in jener Behauptung recht zu geben, "Jesus hätte seine Kirche auf Petrus gebaut".

Betrachten wir nun im weiteren aber, wie es zu dieser Aussage Jesu kam:

Das Bekenntnis des Petrus und die Verheißung an ihn
Als aber Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi gekommen war, fragte er seine Jünger und sprach: Für wen halten die Leute mich, den Sohn des Menschen? Sie sprachen: Etliche für Johannes den Täufer; andere aber für Elia; noch andere für Jeremia oder einen der Propheten.
Da spricht er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!
Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Glückselig bist du, Simon, Sohn des Jona; denn Fleisch und Blut hat dir das nicht geoffenbart, sondern mein Vater im Himmel!
Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten des Totenreiches sollen sie nicht überwältigen.
Matthäus 16,13-18

Hier wird zunächst jene Erkenntnis bzw. Offenbarung des Petrus sichtbar ( Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes! ), welche Jesus zu jener später folgenden Aussage veranlasste: "Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen"
Obwohl die Aussage theoretisch noch immer darauf hindeuten könnte, dass Petrus jener Felsen sein soll, auf welchen Jesus die Gemeinde bauen will - entsteht durch das vorangegangene Bekenntnis des Petrus hier dennoch bereits zumindest eine etwas breitere Sicht.

Beachten wir nun als nächstes die Tatsache, das die griechische Sprache - in welcher das neue Testament geschrieben wurde, zwischen "losem Gestein" (= "petros") und "festem Felsmassiv" (="petra") unterscheidet, so löst sich die offenbar feste Beziehung zwischen Petrus und dem Fundament der Gemeinde noch weiter auf.
Betrachten wir nun das Bekenntnis des Petrus im Zusammenhang mit der sprachlichen Unterscheidung zwischen "petros" und "petra" - so ergibt sich damit ein völlig neuer Zusammenhang dieses Verses, in welcher Jesus auf das Bekenntnis von Petrus -Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes! - mit den Worten reagiert: "Du bist Petrus [im griechischen Original "petros" = Stein], und auf diesen Felsen [im griechischen Original "petra" = Felsmassiv] will ich meine Gemeinde bauen"

Die entscheidende Frage ist hier nun in welchen Zusammenhang und Bezug die einzelnen Aussagen hier stehen ...
Steht bei der Aussage - "Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen" - "Petrus" im Zusammenhang mit "diesem Felsen", womit Petrus das Grundfest bzw. das Fundament der Gemeinde wäre ??
Oder steht hier - "Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen" - gewissermaßen als "Wortspiel" im Zusammenhang auf die zuvor geäußerte Aussage von Petrus, wo er sagte "Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!" - und die Aussage "Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen" bezugnehmend auf die - dem Petrus vom himmlischen Vater zuvor geoffenbarte Erkenntnis: "Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!" ??

Um diese Frage klären zu können, müssen wir nach weiteren Aussagen in der Bibel suchen, welche entweder die eine oder andere Auslegung bekräftigt - oder als Irrtum überführt.
Wer ist also der "Fels" - wer das Fundament, auf dem die Gemeinde gebaut ist ?? ....

...und sie haben alle dieselbe geistliche Speise gegessen und alle denselben geistlichen Trank getrunken; denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der ihnen folgte. Der Fels aber war Christus.
1. Korinther 10,3

Denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.
1. Korinther 3,11

Würde man zudem alle Bibelstellen des alten Testaments hier aufzählen, welche den HERRN als den "Fels" bezeichnen, so würde es hier den gesteckten Rahmen sprengen.
Hier nur 2 Beispiele von vielen weiteren aus dem alten Testament:

Kommt, lasst uns dem HERRN zujubeln und jauchzen dem Fels unsres Heils!
Psalm 89,27

Vertraut auf den HERRN allezeit, denn Jahr, der HERR, ist ein Fels der Ewigkeiten!
Jesaja 26,4

Jesus hatte Petrus mit besonderen Aufgaben betraut, auf welche ich bereits weiter oben einwenig eingegangen bin. Doch ist er meiner festen Überzeugung nach ganz gewiss nicht jener Fels, auf dem die Gemeinde Jesu Christi ruht, denn DAS FUNDAMENT - DER FELS AUF DEM GOTT SEINE GEMEINDE BAUTE, IST JESUS CHRISTUS ALLEIN !!

Kein bibelgläubiger Christ wird der katholischen Kirche daher ihren Anspruch absprechen, die einzige - auf Petrus gegründete Kirche zu sein! Petrus war jedoch ein sündiger und erlösungsbedürftiger Mensch wie wir alle - und daher ein kein Fels (="petra") , sondern eben nur ein loses Gestein (="petros") - welches aber nicht wirklich als Fundament für die Gemeinde Jesu Christi geeignet gewesen wäre.


"Habemus Papam" ??

"Habemus Papam" waren Worte, welche dem Jahr 2005 unverkennbar ihren Stempel aufdrückten, und ausgehend vom Petersplatz - über Köln, durch die ganze katholische Welt zu hören waren. Die Freude unter vielen Katholiken war offensichtlich groß, und so ging jener lateinische "Jubelruf" durch die ganze Welt., welcher übersetzt soviel bedeutet wie - "wir haben einen Papst!" - oder ganz übersetzt - "WIR HABEN EINEN VATER!"

Da der Papst aber jene jubelnde Menge nun gewiss nicht seine leiblichen Kinder nennen konnte, muss hier eine "andere Vaterschaft" gemeint sein - und so lehrt die katholische Kirche im 1. vatikanischen Konzil auch tatsächlich ... daß dieser römische Bischof Nachfolger des heiligen Petrus, des Apostelfürsten, wahrer Stellvertreter Christi, Haupt der gesamten Kirche und Vater und Lehrer aller Christen ist.
Nun - tatsächlich haben alle Christen ZWEI Väter - nämlich einen leiblichen Vater und einen EWIGEN VATER im Himmel! Die Bibel berichtet uns sehr viel vom himmlischen VATER, und Jesus sagt uns - das wir in IHM [Jesus!] auch den VATER gesehen haben, und wir nur durch IHN (!) zum VATER im Himmel kommen können (Joh. 14,6-9).

Wo aber fügt sich nun jener angebliche "Vater aus Rom" in diese biblischen Berichte ein - welcher sich nicht nur als "Vater" - sondern sogar als "heiliger Vater" ansprechen lässt ??
Jesus sagt uns: Nennt auch niemand auf Erden euren Vater; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist. Matthäus 23,9

Nun steht hier Aussage gegen Aussage - das Wort des Papstes gegen das Wort Jesu!
Da ich persönlich aber JESUS vertraue, weiß ich auch - das ich neben meinem leiblichen Vater hier auf der Erde, nur EINEN HEILIGEN VATER IM HIMMEL habe - ganz gewiss jedoch keinen in Rom! Ich persönlich bin darüber hinaus der Meinung, dass kein Mensch einen Titel in Anspruch nehmen sollte, welcher einzig und allein dem HIMMLISCHEN VATER zusteht!!


Der Papst - "Lehrer aller Christen" ??

Die katholische Kirche lehrt:
... daß dieser römische Bischof Nachfolger des heiligen Petrus, des Apostelfürsten, wahrer Stellvertreter Christi, Haupt der gesamten Kirche und Vater und Lehrer aller Christen ist

Woher nimmt der Papst nun jenen Anspruch, der Lehrer aller Christen zu sein ??
Keinesfalls aus der Bibel, denn Jesus sagt uns: Ihr aber sollt euch nicht Rabbi [=Lehrer] nennen lassen, denn einer ist euer Meister, der Christus; ihr aber seid alle Brüder.
Matthäus 23,8

Nun steht auch hier Aussage gegen Aussage - das Wort des Papstes gegen das Wort Jesu!
Auch hier habe ich mich für JESUS entschlossen, und sehe einzig und allein in IHM meinen Lehrer - ganz gewiss jedoch nicht im römischen Bischof!
Ich persönlich bin darüber hinaus auch hier der Meinung, das kein Mensch einen Titel in Anspruch nehmen sollte, welcher einzig und allein JESUS CHRISTUS zusteht!!


Der Papst - "Stellvertreter Christi" ??

Die katholische Kirche lehrt:
... daß dieser römische Bischof Nachfolger des heiligen Petrus, des Apostelfürsten, wahrer Stellvertreter Christi, Haupt der gesamten Kirche und Vater und Lehrer aller Christen ist

Woher nimmt der Papst nun jenen Anspruch, wahrer Stellvertreter Christi zu sein??
Keinesfalls aus der Bibel, denn Jesus kündigte uns von keinem menschlichen Stellvertreter an, welchen er uns senden wollte! Vielmehr sandte er uns einen anderen Stellvertreter ...
Es ist gut für euch, dass ich hingehe; denn wenn ich nicht hingehe, so kommt der Beistand nicht zu euch. Wenn ich aber hingegangen bin, will ich ihn zu euch senden.
Johannes 16,7

der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.
Johannes 14,26

Nun steht wieder Aussage gegen Aussage - das Wort des Papstes gegen das Wort Jesu!
Der Herr sendet den Beistand des Heiligen Geist auch noch heute jedem Menschen, der durch Buße und Glaube zu Gott zurückkehrt, sein Gnadengeschenk annimmt und so wiedergeboren wird im Geist! Dieses ist aber eine Tatsache, die man nur erfahren und persönlich ERLEBEN kann! Ich persönlich bin auch hier der Meinung, das kein Mensch einen Titel in Anspruch nehmen sollte, welcher einzig und allein dem HEILIGEN GEIST zusteht!!


Der Papst - "Haupt der gesamten Kirche" ??

Die katholische Kirche lehrt:
... daß dieser römische Bischof Nachfolger des heiligen Petrus, des Apostelfürsten, wahrer Stellvertreter Christi, Haupt der gesamten Kirche und Vater und Lehrer aller Christen ist

Hier gestehe ich durchaus zu, das der Papst wohl das Haupt der katholischen Kirche ist!
Wie uns die Bibel jedoch ganz klar lehrt, hat die Gemeinde Christi, zu der alle gläubigen Christen gehören, kein Haupt in Rom - denn:
... er [Jesus!] ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde, er, der Anfang ist, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem der Erste sei.
Kolosser 1,18

Mir persönlich scheint, als wäre hier ein Haupt zuviel am Platz!
Daher kann der Papst für mich persönlich zwar durchaus Haupt der katholischen Kirche sein - nicht aber das Haupt der Gemeinde, welches einzig und allen JESUS CHRISTUS ist!
Ich persönlich bin auch hier der Meinung, dass kein Mensch einen Titel in Anspruch nehmen sollte, welcher einzig und allein JESUS CHRISTUS zusteht!!


Fragwürdige "Vertreterschaft"

Die katholische Kirche behauptet, jene "päpstliche Autorität und Vollmacht" sei - ausgehend von Petrus als den angeblich "ersten Papst" durch die lange Liste der Päpste hindurch - bis hin zum heutigen Papst "weitergereicht" worden. Diese angebliche "Vollmachtweiterreichung" durch jene lange Kette der Handauflegungen bezeichnet die katholische Kirche als "apostolische Sukzession". Die katholische Kirche behauptet, dass alle Päpste in jener Sukzessionskette durch Gottes besondere Führung jenen einstigen Glauben bewahrt hätten - und so den Glauben der Apostel Jesu unversehrt bis in unsere Zeit getragen hätten.

Wie wir jedoch gesehen haben, ist dieser Anspruch bereits durch die zahlreichen offenkundigen Widersprüche der katholischen Lehre zur Bibel nicht wirklich haltbar.
Die historische Tatsache dessen, dass viele zentrale Glaubenslehren der katholischen Kirche nicht (wie oft falsch vermutet) auf den Glauben der ersten Christengemeinden zurückgehen, sondern z.T. erst viele Jahrhunderte später in die katholische Kirche und deren Lehre eingeflossen sind, rückt jenen angeblichen Anspruch ebenso nicht gerade in ein besseres Licht!

Würde das alles nun nicht bereits ausreichen - verhilft auch noch ein Blick in die Geschichte der Päpste und deren Leben und Wirken zu noch mehr Klarheit....
So war die Geschichte der Päpste auch eine Geschichte der Gegenpäpste - eine Geschichte von Macht (über Kaiser und Könige), Grausamkeit (Inquisition), Geldgier (Ablasshandel), und anderen Gräuel. Es gäbe an dieser Stelle vieles zu nennen, doch überlasse ich es hier jedem einzelnen, sich mit den einzelnen Persönlichkeiten früherer Päpste näher auseinander zu setzten. Ich persönlich frage mich aber, was durch eine solche Kette in unsere Zeit hätte weitergegeben werden können !?


Nochmal kurz zusammen gefasst ...

Die katholische Kirche lehrt:
Gegen ein Urteil oder ein Dekret des Papstes gibt es weder Berufung noch Beschwerde (CIC 1983 - Canon 333 - §3)

Die katholische Kirche lehrt:
[Der Papst verfügt ] über höchste, volle, unmittelbare und universale ordentliche Gewalt, die er immer frei ausüben kann
(CIC 1983 - Canon 331)

Die katholische Kirche lehrt:
Es ist zum Heile für jegliches menschliche Wesen durchaus unerläßlich, dem römischen Papst unterworfen zu sein.
(Bulle unam sanctam)

Die katholische Kirche verdammt jeden,
wer sich dem römischen Pontifex nicht beugt und unterordnet und lehrt:
Wer also sagt, der römische Bischof habe nur das Amt einer Aufsicht oder Leitung und nicht die volle und oberste Gewalt der Rechtsbefugnis über die ganze Kirche - und zwar nicht nur in Sachen des Glaubens und der Sitten, sondern auch in dem, was zur Ordnung und Regierung der über den ganzen Erdkreis verbreiteten Kirche gehört -; oder wer sagt, er habe nur einen größeren Anteil, nicht aber die ganze Fülle dieser höchsten Gewalt, oder diese seine Gewalt sei nicht ordentlich und unmittelbar, ebenso über die gesamten und die einzelnen Kirchen wie über die gesamten und einzelnen Hirten und Gläubigen, der sei ausgeschlossen.

Der Papst sieht sich selbst als unfehlbarer Lehrer und Vater aller Christen, als Haupt der Kirche, als Stellvertreter Christi hier auf Erden, als oberster Richter, und nicht zuletzt als "Türsteher zum Himmel", an welchem keiner vorbeikommt, so er in den Himmel möchte - und welchem sich jeder unterwerfen muss! Wird ein solcher Anspruch tatsächlich anerkannt, so verleiht dieser dem Papst absolute Macht auf Erden - und ein Blick in die Geschichte zeigt, wie diese durch die Päpste auch in großen Ausmaß ausgespielt und ausgekostet wurde, bevor die biblische Wahrheit dem Volk wieder offenbar wurde!

Viele Menschen hatten durch die Jahrhunderte hindurch keinen Zugang zum lebendigen Wort Gottes, da nicht zuletzt die katholische Kirche das Lesen des Wortes Gottes dem Volk verboten hatte. Sie setzten die Bibel auf den "Index" (die Liste der verbotenen Bücher) und verfolgten und töteten Menschen, welche es dennoch wagten eine Bibel zu besitzen, oder gar in ihr zu lesen. So lagen die katholischen Ketten lange Zeit an den Knöcheln der Menschen, und kaum einer konnte sich von ihnen befreien, da die Wahrheit der Bibel verborgen wurde.
Doch die Reformation brachte die Wahrheit in der Bibel wieder ans Licht und so brach eine Lawine los, welche viele Menschen zum lebendigen Glauben an unseren Herrn Jesus führte, und diese so aus dem Machtbereich des römischen Pontifex befreite.....

Wenn euch nun der Sohn frei machen wird, so seid ihr wirklich frei.
Johannes 8,36




Einige abschließende persönliche Worte an dich ...

Ich möchte dich nun abschließend einladen, die Bibel zur Hand zu nehmen und zu prüfen! Vertraue in Fragen der Ewigkeit nicht ungeprüft auf Menschen, sondern prüfe sowohl meine Aussagen als auch die Lehre der katholischen Kirche. Du kannst dich vor dem Richterstuhl Gottes nicht auf Menschen berufen, denn Gott hat dir sein Wort gegeben, an welchem du hättest prüfen und die Wahrheit herausfinden können. Bring dich nicht in die Situation, wo du einst vor Gott sagen musst: "Ich habe eben blind vertraut." oder "Ich hatte keine Zeit zu prüfen." oder gar "Es hat mich einfach nicht interessiert."

In Jeremia 29,13 gibt Gott uns ein großes und wunderbares Versprechen ...
Er sagt: Ja, ihr werdet mich suchen und finden,
wenn ihr von ganzem Herzen nach mir verlangen werdet.

Menschen brechen ihr Wort - Gott aber wird sein Wort nicht brechen.
Gott lässt sich von uns finden, wenn wir von ganzen Herzen nach ihm verlangen -
diese Wahrheit kann ich persönlich bezeugen. Wenn du Gott aber suchst, so suche ihn dort, wo er sich uns offenbart hat - in seinem Wort der Bibel.
Wenn du keine Bibel hast, so möchte ich dir sehr gerne eine schenken.

Gerne würde ich auch deine Meinung zu dem hier Geschriebenen lesen.
Über die Kontaktseite besteht die Möglichkeit, mir zu schreiben.
Danke für dein Interesse, und falls ich von dir zu lesen bekomme -
auch Danke für deine Zeilen.

Reinhold Keinberger
www.come2life.at



 
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