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Maria
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"Maria" näher betrachtet ...

Betrachtet man die geschichtliche Entwicklung der katholischen Marienfrömmigkeit, so finden wir vier wichtige Meilensteine, welche als Grundlage für die heutige katholische Lehre über Maria gesehen werden können:

 

Meilensteine der katholischen Marienfrömmigkeit:

1. Konzil von Ephesus 431 - Maria theotokos = "Mutter Gottes"
2. Konzil von Konstantinopel 553 - Maria aeiparthenos = "Immer-Jungfrau"
3. Dogma 1854 durch Pius IX - Maria Immaculata = "Makellose / Sündlose"
4. Dogma 1950 durch Pius XII - Maria assumpta = "ganz in den Himmel aufgenommen"

Über ein weiteres Mariendogma wird innerhalb der katholischen Kirche seit einiger Zeit nachgedacht, nämlich über das Dogma - "Maria Miterlöserin". Ansätze und grundlegende Gedanken dahingehend finden sich bereits in vielen Dokumenten und Lehraussagen - und auch innerhalb der katholischen Kirche scheint die Bereitschaft und die Akzeptanz für dieses Dogma zuzunehmen. Wenngleich Rom hier vielleicht auch aus "diplomatischer Rücksicht" auf ökumenische Aktivitäten zur Zeit noch etwas zögert, sehe ich es persönlich lediglich als eine Frage der Zeit - bis auch diese Lehre dogmatisch verankert wird.


Titulierungen für die katholische Maria:

Diese vier bisherigen Säulen der katholischen Mareinfrömmigkeit werden nun begleitet und "beleuchtet" durch eine ganze Reihe von Titulierungen und Bezeichnungen für "Maria". Einen kleinen Einblick dazu finden wir u.a. in der sogenannten "lauretanische Litanei" wo "Maria" in folgenden Worten angerufen wird:

Heilige Mutter Gottes, Heilige Jungfrau der Jungfrauen, Mutter Christi, Mutter der Kirche, Mutter der göttlichen Gnade, Du reine Mutter, Du keusche Mutter, Du unversehrte Mutter, Du unbefleckte Mutter, Du liebenswürdige Mutter, Du wunderbare Mutter, Du Mutter des guten Rates, Du Mutter des Schöpfers, Du Mutter des Erlösers, Du Mutter der Barmherzigkeit, Du weise Jungfrau, Du ehrwürdige Jungfrau, Du lobwürdige Jungfrau, Du mächtige Jungfrau, Du gütige Jungfrau, Du getreue Jungfrau, Du Spiegel der göttlichen Heiligkeit, Du Sitz der Weisheit, Du Ursache unserer Freude, Du Tempel des Heiligen Geistes, Du Tabernakel der ewigen Herrlichkeit, Du Wohnung ganz Gott geweiht, Du geheimnisvolle Rose, Du Turm Davids, Du elfenbeinerner Turm, Du goldenes Haus, Du Arche des Bundes, Du Pforte des Himmels, Du Morgenstern, Du Heil der Kranken, Du Zuflucht der Sünder, Du Trösterin der Betrübten, Du Hilfe der Christen, Du Königin der Engel, Du Königin der Patriarchen, Du Königin der Propheten, Du Königin der Apostel, Du Königin der Märtyrer, Du Königin der Bekenner, Du Königin der Jungfrauen, Du Königin aller Heiligen, Du Königin, ohne Makel der Erbsünde, empfangen, Du Königin, in den Himmel aufgenommen, Du Königin des heiligen Rosenkranzes, Du Königin der Familien, Du Königin des Friedens

Neben dieser langen - aber dennoch unvollständigen Reihe marianischer Titulierungen, gibt es auch einige sehr gewichtige - und mit bestimmten "Funktionen" in Verbindung stehende Titulierungen....


Maria - "Mittlerin aller Gnaden" ??

Die katholische Kirche lehrt "MARIA" als "Mittlerin" und hält ihre Mitglieder dazu an, besonders hinsichtlich der Gnaden sich ganz an Maria zu wenden.

In einen Rundschreiben von Papst Leo XIII (1892) lesen wir dazu:
"Wenn wir betend zu Maria fliehen, so fliehen wir zur Mutter der Barmherzigkeit. Sie ist ja so gegen uns gesinnt, daß sie uns sogleich und gern in jeder Not, die uns drückt, besonders wenn es um unser ewiges Heil geht, Hilfe bringt, auch wenn wir sie gar nicht anrufen, und daß sie uns aus dem Schatz der Gnade beschenkt, mit der sie von Anbeginn ihres Daseins überreich von Gott beschenkt wurde, damit sie seine würdige Mutter werde. Denn durch diese Gnadenfülle, den herrlichsten aller Vorzüge der Jungfrau, steht sie hoch über allen Ordnungen der Engel und Menschen und ist allein von allen Christus am nächsten. 'Denn es ist etwas großes in jedem Heiligen, wenn er so viel Gnade besitzt, daß sie ausreicht für das Heil vieler. Das Größte aber wäre, so viel Gnade zu besitzen, daß sie ausreichte für das Heil aller Menschen auf Erden. So ist es in Christus und der seligen Jungfrau.'

Jene "Gnadenfülle", welche "Maria" hier angeblich besitzt und verwaltet entstammt nach Papst Pius XII. aus folgenden Umstand: "Sie hat, frei von jeder persönlichen oder erblichen Verschuldung und immer mit ihrem Sohn aufs innigste verbunden, Ihn auf Golgatha zusammen mit dem gänzlichen Opfer ihrer Mutterrechte und ihrer Mutter- liebe dem Ewigen Vater dargebracht als neue Eva für alle Kinder Adams, die von dessen traurigem Fall entstellt waren. So ward sie, schon zuvor
Mutter unseres Hauptes dem Leibe nach, nun auch aufgrund eines neuen Titels des Leids und der Ehre im Geiste Mutter aller seiner Glieder. Sie war es, die durch ihre mächtige Fürbitte erlangte, daß der schon am Kreuz geschenkte Geist des göttlichen Erlösers am Pfingsttag der neugeborenen Kirche in wunderbaren Gaben gespendet wurde. Sie hat endlich dadurch, daß sie ihr namenloses Leid tapfer und vertrauensvoll trug, mehr als alle Christgläubigen zusammen, als wahre Königin der Märtyrer ergänzt, was an den Leiden Christi noch fehlt ... für seinen Leib, die Kirche"

In dieser Lehre wird der Boden der biblischen Wahrheit nicht nur verlassen, sondern auch in sehr exzessiver Weise dem klaren Wort Gottes in zentralen Aussagen widersprochen! Die katholische Kirche lehrt in diesem Zusammenhang im klaren Widerspruch zur Bibel, dass jenes Opfer unseres Herrn Jesus am Kreuz allein nicht ausreiche - sondern das "Mitleiden Marias" hier das angeblich sonst noch "unvollkommene Opfer" Jesu um einen gewissen Teil zu seiner vollen Genügsamkeit ergänzen müsste. Somit hätte nach dieser (in meinen Augen äußerst lästerlichen!) Lehre auch Maria Anteil am Versöhnungsopfer Gottes.
Obwohl die Bibel solche Gedanken nicht zulässt, hält die katholische Kirche an dieser Lehre fest und führt so die Katholiken zu "Maria", welche sich als Folge dieser Lehre nicht selten ganz und gar "Maria" weihen und völlig auf "Maria" vertrauen.

Wenn wir aber erkennen, dass auch Maria einen Heiland brauchte (Lukas 1,47), sollte jedem klar werden, dass Maria hier die falsche Adresse ist und uns NUR JESUS Gnade schenken kann! Die Bibel führt hinsichtlich Gnade und Heil NIE zu Maria - sondern IMMER UND AUSSCHLIESSLICH ZU JESUS:

Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus. 1. Tim 2,5

Und es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen! Apostelgeschichte 4,12

Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich! Johannes 14,6


Maria - "Fürsprecherin" ??

Die katholische Kirche lehrt "MARIA" als "Fürsprecherin" und sagt ihren Mitglieder, "daß Jesus seiner Mutter keine Bitte abschlagen würde und sie deswegen als "Fürsprecherin" oder "Mittlerin"anzurufen sei." Damit aber vermittelt die katholische Kirche den Eindruck, daß der Herr Jesus uns zu hoch und zu fern sei, und wir deshalb einer "mitfühlenderen" weiblichen Person bedürfen, die dem Menschen nahe ist - und welche als Fürsprache beim Herrn für uns angeblich mehr erreichen würde, als wenn wir uns selbst vertrauensvoll an Jesus wenden würden. Durch diese Lehre wird "Maria" aber zwischen den Menschen und Jesus gedrängt und eine äußerst ungesunde Distanz zu unserem einzigen wahren Mittler und Fürsprecher geschaffen!

Wenn Maria von Gott zweifellos mit einer ganz besonderen und herausragenden Aufgabe bedacht wurde, teilte sie dennoch in ihrer eigenen Selbsteinschätzung ganz offensichtlich nicht ihre heutige Darstellung durch die katholischen Kirche, sondern erkannte vielmehr: Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freut sich über Gott, meinen Retter, dass er angesehen hat die Niedrigkeit seiner Magd; denn siehe, von nun an werden mich glückselig preisen alle Geschlechter! Lukas 1,47-48
Glückseeligpreisen ist aber ganz gewiss etwas völlig anderes, als Anrufung im Gebet und Verehrung von Marienstatuen, Wallfahrten, Rosenkranzgebete!

An keiner Stelle gibt die Bibel Grund zum Gedanken, Maria wäre unsere Fürsprecherin.
Die Bibel lehrt vielmehr eindeutig und klar - Fürsprecher ist ALLEIN JESUS CHRISTUS!

Wer will verurteilen? Christus [ist es doch], der gestorben ist, ja mehr noch, der auch auferweckt ist, der auch zur Rechten Gottes ist, der auch für uns eintritt! Röm. 8,34

Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt! Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten 1. Johannes 2,1

Daher kann er auch diejenigen vollkommen erretten, die durch IHN zu Gott kommen, weil er für immer lebt, um für sie einzutreten. Hebräer 7,25

Der unterschwellige katholische Lehre - Jesus wäre zu weit und zu unnahbar und Gebete zu Maria würden eher erhört als eine vertrauensvolle Hinwendung zu unserem Herrn - wird in der Bibel kein Raum gegeben. Vielmehr lesen wir: Daher musste er in jeder Hinsicht den Brüdern ähnlich werden, damit er ein barmherziger und treuer Hoherpriester würde in dem, was Gott betrifft, um die Sünden des Volkes zu sühnen; denn worin er selbst gelitten hat, als er versucht wurde, kann er denen helfen, die versucht werden. Hebräer 2,17-18

Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise [wie wir], doch ohne Sünde. Hebräer 4,15

Das Wort Gottes führt uns daher nie zu Maria, sondern immer EINZIG UND ALLEIN ZU JESUS!


Maria - "Himmelskönigin" ??

Nicht zuletzt wurde "Maria" von der katholischen Kirche auch in vielerlei Weise "gekrönt" - u.a. als Königin der Engel, der Patriarchen, der Propheten, der Apostel, der Märtyrer, der Bekenner, der Jungfrauen, aller Heiligen, des Rosenkranzes, der Familien, des Friedens, des Alls - aber auch als "Himmelskönigin" Abgesehen vom Unbehagen darüber, dass auch hier einmal öfter die Aufmerksamkeit in massiver Weise von Jesus auf Maria umgelenkt wird, entsteht wohl unter Bibelkundigen ein besonderes Augenmerk auch hinsichtlich der Bezeichnung "Himmelskönigin"....

Der Grund dazu findet sich im 7. Kapitel vom Buch Jeremia im alten Testament, wo geschrieben steht: Du aber sollst für dieses Volk keine Fürbitte einlegen, sollst weder Flehen noch Gebet für sie erheben und nicht in mich dringen; denn ich werde dich keineswegs erhören! Siehst du denn nicht, was sie in den Städten Judas und auf den Straßen von Jerusalem tun? Die Kinder lesen Holz zusammen, und die Väter zünden das Feuer an, die Frauen aber kneten Teig, um der Himmelskönigin Kuchen zu backen; und fremden Göttern spenden sie Trankopfer, um mich zu ärgern. Ärgern sie denn mich damit, spricht der HERR, und nicht vielmehr sich selbst, damit sie zuschanden werden? Darum, so spricht GOTT, der Herr: Siehe, mein Zorn und mein Grimm wird sich über diesen Ort ergießen, über die Menschen und über das Vieh, über die Bäume des Feldes und über die Früchte der Erde, und er wird unauslöschlich brennen! Jeremia 7,16-20

Jeremia versuchte daraufhin das Volk Israel von diesem Götzendienst abzubringen. Jenes Volk blieb jedoch starrköpfig und antwortete ihm: Was das Wort angeht, das du im Namen des HERRN zu uns geredet hast, so wollen wir nicht auf dich hören; sondern wir wollen gewisslich alles das tun, was wir gelobt haben: Wir wollen der Himmelskönigin räuchern und ihr Trankopfer ausgießen, wie wir, unsere Väter, unsere Könige und unsere Fürsten es in den Städten Judas und auf den Straßen Jerusalems getan haben; damals hatten wir Brot in Fülle, und es ging uns gut, und wir erlebten kein Unheil! Sobald wir aber aufhörten, der Himmelskönigin zu räuchern und Trankopfer auszugießen, hat es uns überall gefehlt, und wir wurden durch Schwert und Hungersnot aufgerieben. Und wenn wir der Himmelskönigin räuchern und Trankopfer ausgießen, tun wir das etwa ohne den Willen unserer Männer, dass wir ihr Kuchen backen, um sie abzubilden, und ihr Trankopfer spenden? Jeremia 44,15-19

Das die Himmelskönigin und deren Verehrung bereits zur Zeit Jeremias das Volk Gottes in den Götzendienst trieb, ist eine biblische Tatsache. Das diese Verehrung nicht nur eine sentimentale Frömmigkeit war, sondern auch damals schon eine reale Kraft hinter diesen Dingen stand, erkennen wir hier ebenso klar und sollte die Menschen auch hinsichtlich der Marienerscheinungen in unserer Zeit hellhörig machen!

Da bereits eine oberflächliche Betrachtungen der Geschehnisse rund um die "Marienerscheinungen" an den vielen verschiedenen Erscheinungsorten den Rahmen hier völlig sprengen würden, möchte ich an dieser Stelle auf das Buch "Maria - Botschaften an die Welt" unter den Buchtipps verweisen. Dieses befasst sich ausführlicher mit den Botschaften dieser Erscheinungen - konfrontiert diese mit dem Licht der Bibel, und überführt so den tatsächlichen Geist dieser Manifestationen.


Maria - "Schlangenzertreterin" ??

Die katholische Kirche lehrt "MARIA" auch als "Schlangenzertreterin" und vermittelt diese Lehre nicht nur in Gebeten, Lehre und Betrachtungen, sondern bringt dieses Sichtweise häufig auch in Bildern und Darstellungen zum Ausdruck, in welchen Maria auf einer Schlange stehend dargestellt wird. Dabei stützt sie sich auf die Verheißung in 1. Mose 3,15: Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen: ER wird dir den Kopf zertreten, und du wirst IHN in die Ferse stechen
1.Mose 3,15

Da die katholische Kirche durch die Jahrhunderte immer mehr Ehre und Aufmerksamkeit von Jesus auf Maria umlenkte und Zusagen unseres Herrn Jesus zunehmend auf "Maria" übertrug, ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sie auch hier die Verheißung des Messias im Mose 3,15 VERÄNDERTE und auf "Maria" ummünzte! Die Bibel sagt uns aber ganz klar, dass nicht "MARIA" der Schlange den Kopf zertreten hat - sondern ER - nämlich JESUS!


"Durch Maria zu Jesus" ??

Ein sehr gepflegtes und häufig gebrauchtes Argument der katholischen Kirche ist wohl die Phrase - "...durch Maria zu Jesus!" Obwohl uns die Bibel dazu ermutigt und auffordert, mit unseren Gebeten und Anliegen DIREKT ZU JESUS zu gehen, entspricht die Praxis vieler Katholiken - mit diesen dann doch eher zu "Maria" zu gehen, durchaus katholischer Lehre, da "Maria" in dieser Kirche in völlig unbiblischer Weise zwischen Mensch und Jesus eingefügt wurde! Maria" wird als die Mittlerin zu Jesus gelehrt, als die "Fürsprecherin" vor Jesus - aber auch in umgekehrter Richtung als jene, von welcher der Katholik angeblich alles empfangen kann, was er für sein Glaubensleben braucht.

Man könnte es in gewisser Weise mit einer Firma vergleichen, wo man dem "ferne stehenden und mächtigen Chef" nur in Ausnahmefällen mit seinen Anliegen und Bedürfnissen "belästigt" und die meisten Dinge eher über seine "gut bekannte - und einem näher stehende Sekretärin" abwickelt. Lesen wir aber die Bibel und machen wir uns die Liebe und Barmherzigkeit unseres Herrn in jener Tatsache bewusst, dass er für die Sühnung unserer Sünden ans Kreuz ging um uns so auf diese einzig mögliche Weise zu erretten, so wird uns sehr schnell klar, wie nahe uns JESUS doch ist und mit wie viel Vertrauen wir zu IHM PERSÖNLICH gehen dürfen.

Im ernsthaften Zweifel darüber - "Maria würde die Menschen zu Jesus führen" wird meiner Überzeugung nach in Wirklichkeit eine FALSCHE MARIA zwischen Gott und Menschen gestellt, welche keinerlei Wesenszüge der einstigen biblischen Maria mehr trägt - sondern im vollen Kontrast dazu an verschiedenen Erscheinungsorten Glaubensdogmen für ihre eigene Verehrung fordert, durch den Rosenkranz und viele andere Gebete zu sich beten lässt, sich selbst Kirchen und Wallfahrsorte errichten lässt, sich in Statuen und Bildern verehren lässt, Medalien und Skalpuliere mit "besonderer Kraft" in Umlauf bringen lässt, und sich selbst auf diese Weise zu einem Abgott erhebt und unseren Herrn Jesus mehr und mehr zur Seite stellt!
Ich erkenne hier eine deutlich ANDERE "Maria" die in ihrem Wesen nicht unterschiedlicher sein könnte, als jenes jüdische Mädchen, welche sich als niedrige Magd über ihren Retter freute und von welcher uns die Bibel berichtet.


Das allgemeine Phänomen der Marienverehrung

Wie wir gesehen haben finden wir das Phänomen der Verehrung einer "Himmelskönigin" bereits im alten Testament ( Jeremia 7,16-20 ), wo wir auch erfahren, dass Israel darin FREMDEN GÖTTERN opferte und so den Zorn Gottes auf sich zog. Blicken wir zudem auch noch einwenig über den eigenen Tellerrand hinaus - und in andere heidnische Religionen hinein, so finden wir auch dort sehr häufig die Verehrung vom "Muttergottheiten" ( Isis, Diana, Arthemis, Athene, ...) Es scheint, dass die Verehrung von "mütterlichen Gottheiten" dem Menschen offensichtlich sehr nahe liegt.

Lesen wir nun in der Bibel, so stoßen wir im Lukasevangelium auf eine Stelle, wo man bereits zur Zeit Jesus erste zarte Ansätze der uns heute bekannten Marienfrömmigkeit finden kann: Es geschah aber, als er dies redete, da erhob eine Frau aus der Volksmenge die Stimme und sprach zu ihm: Glückselig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brüste, die du gesogen hast! Lukas 11,27
Obwohl dieser "Lobpreis" im Vergleich zu heutigen Mariengebeten noch sehr abgeschwächt und "harmlos" war, förderte Jesus diesen Gedanken nicht , sondern antwortete der Frau: Glückselig sind vielmehr die, die Gottes Wort hören und es bewahren! Lukas 11,28
Es wäre Jesus hier gewiss ein leichtes gewesen, durch weiterführenden Aussagen an dieser Stelle sozusagen "grünes Licht" für die Marienverehrung zu geben. Doch dem entgegen wehrte Jesus hier ab und lenkte einmal öfter auf das Wesentliche.

Dass die heute praktizierte Marienfrömmigkeit der katholischen Kirche nicht bis auf die urchristlichen Gemeinden zurückgeht, sondern diese Frömmigkeit vielmehr erst im Laufe der Jahrhunderte nach und nach immer weiter zur heutigen Form angewachsen ist, ist geschichtlich belegt. Dass in diesem Prozess auch sehr viele heidnische Einflüsse aus anderen Religionen breiten Einzug gefunden haben, ist nicht nur meine Überzeugung.

Die oftmaligen Begründungen der Mariologie durch Geschichte, Legenden und Traditionen und die gleichzeitig dünnen biblischen Aussagen über Maria, machen es der katholischen Kirche eher schwer, ihre schwerwiegende und ausgedehnte Lehre über Maria biblisch zu stützen. Daher betont die katholische Kirche, dass sie ihre Sicht zu Maria in vielen Punkten auch eher durch eine Gesamtschau ableitet. Wie wir an vielen Lehraussagen erkennen können, stützt sie sich hierbei auch sehr stark auf die leibliche Verwandtschaft zwischen Jesus und Maria - und leitet in weiterer Folge viele ihrer Überlegungen aus rein menschlichen Betrachtungsweisen und Überlegungen zu diesem Verwandtschaftsverhältnis ab.

Dabei wird jedoch übersehen, dass die Bibel solche verwandtschaftliche Verbundenheiten im Reich Gottes immer wieder als durchwegs bedeutungslos bezeugt! Diese untergeordnete Bedeutung leiblicher Verwandtschaften kommt u.a. auch in folgenden Bibelversen sehr klar zum Ausdruck : Und als es an Wein mangelte, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein! Jesus spricht zu ihr: Frau, was habe ich mit dir zu tun? Meine Stunde ist noch nicht gekommen! Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut! Johannes 2,3-5

Obwohl wir wissen, dass Jesus ein Wunder wirkte und Wasser in besten Wein verwandelte, antwortete er Maria hier mit: "Frau, was habe ich mit dir zu tun?"
Würde diese Bibelstelle die katholische Lehre stützen, so hätte hier Jesus wohl eher sagen müssen: "Ja Mutter, wie könnte ich dir deine Bitte um Hilfe abschlagen?"
Jesus antwortet hier in einer für uns Menschen vielleicht unerwarteten Weise.
Doch zeigt er durch diese deutliche Aussage ganz klar, dass Maria aufgrund ihres Verwandtschaftsverhältnisses keinen Einfluss auf das Wirken Jesu hat, was Maria in Folge auch erkannte und worauf sie auch vollkommen richtig reagierte.

Einen weiteren Beleg für die untergeordnete Bedeutung verwandtschaftlicher Verhältnisse finden wir bei Matthäus 12,46-50, wo geschrieben steht: Während er aber noch zu dem Volk redete, siehe, da standen seine Mutter und seine Brüder draußen und wollten mit ihm reden. Da sprach einer zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen mit dir reden! Er aber antwortete und sprach zu dem, der es ihm sagte: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder? Und er streckte seine Hand aus über seine Jünger und sprach: Seht da, meine Mutter und meine Brüder! Denn wer den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter!

Auch hier sagt Jesus ganz klar, dass leibliche Verwandtschaft keine Bedeutung im Reich Gottes hat, sondern dort andere Verbindungen gelten, welche nicht leiblich, sondern vielmehr geistlich geknüpft sind. Es wird hier auch deutlich, dass Maria im krassen Gegensatz zur katholischen Lehre keinerlei Vorzug unter den Gläubigen hatte!
Eine weitere allgemeine Bestätigung zur Bedeutungslosigkeit leiblicher Verwandtschaft im Hinblich auf das Reich Gottes finden wir auch im 2. Korintherbrief wo geschrieben steht: So kennen wir denn von nun an niemand mehr nach dem Fleisch; wenn wir aber auch Christus nach dem Fleisch gekannt haben, so kennen wir ihn doch nicht mehr so. 2. Korinther 5,16


Eine biblische Prüfung ...

Wie bereits erwähnt, gibt die katholische Kirche zu, ihre Lehren und Dogmen eher an einer Gesamtschau auf Maria abzuleiten. Dennoch müssen Lehraussagen zum Glauben immer auch einer objektiven Prüfung durch die Bibel standhalten. Eine Begründung durch das Glaubenszeugnis bzw. die Glaubenspraxis der Kirche selbst ergibt lediglich einen Zirkelschluss, und ist als Grundlage für eine Beurteilung solche Lehraussagen gewiss in keiner Weise geeignet. Daher im Folgenden nun auch noch eine kurze biblische Beleuchtung der zentralen katholischen Glaubenslehren zu "Maria" ....


1. kath. Lehrsäule - Maria ist theotokos = "Gottesmutter" / "Gottesgebärerin"

Es mag sein, dass damalige Befürworter jener Glaubensfestlegung von "Maria - der Gottesgebärerin" durchaus gute Absichten verfolgten - da damals durch den Arianismus auch ein heftiger Streit darüber ausgebrochen war, wie Jesus in seiner Person zu sehen ist.
Es mag sein, dass man mit dieser Glaubensfestlegung dahingehend Stellung nehmen wollte, dass Jesus nicht nur Mensch oder ein "vornehmes Geschöpf" - sondern tatsächlich Gott war. Doch warnten bereits damals einige vor dieser Formulierung der "Gottesmutter" - da diese wohl bereits im Vorfeld jenes Problempotential erahnten, welches sich aus jener Parallele zu den heidnischen Religionen ergab, in welchen ebenso "Muttergottheiten" angerufen und verehrt wurden. Durch das Edikt der "Zwangschristianisierung" von Kaiser Theodosius im Jahr 380 gab es unter der damaligen Bevölkerung schon bald eine große Zahl von "Bekenntnischristen", welche sich zwar diesem staatlichen Edikt des Kaisers beugten - selbst aber weiterhin tief im Heidentum feststeckten und weit weg waren von einer echten Bekehrung und einer lebendigen Beziehung zu Jesus.
Auf dieser Grundlage ist es auch kein Wunder, dass Maria schon bald als eine "mütterliche Zentralfigur" in dieses "heidnische Christentum" implementiert wurde - um so das religiöse Gedankengut des nach wie vor heidnischen Volkes (Artemis der Epheser / Isis der Römer) in großen Umfang in das "Christentum" zu übertragen bzw. zu integrieren.

Es ist natürlich legitim und völlig richtig, Maria als die Mutter Jesu - die Mutter des Herrn zu nennen, wie es auch Elisabeth tat. Es ist meiner Überzeugung nach aber notwendig, hier jene feine Differenzierung nicht aus den Augen zu verlieren, welche Maria als jene Frau sieht, welche den MENSCHEN Jesus - aber ganz gewiss nicht GOTT geboren hatte. Daher finde ich sowohl die Bezeichnung der "Gottesgebärerin" sehr unglücklich, da sie jene Differenzierung eher verdeckt - als auch die Bezeichnung "Gottesmutter", da Gott keine Mutter hat und Maria ein menschliches Geschöpf war, so wie jeder andere Mensch auch.
Sie ist daher natürlich auch nicht von Ewigkeit her seine Mutter, sondern als normaler Mensch eben irdische Mutter Jesu. Darum finden wir auch in der Bibel keine Bezeichnungen wie "Gottesmutter" oder "Gottesgebärerin", und daher sollten gewiss auch wir nicht darüber hinaus gehen, sondern Maria ebenso sehen, wie sie in der Bibel gesehen wird: Und am dritten Tag war eine Hochzeit in Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war dort.
Johannes 2,1

Es standen aber bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria Magdalena. Johannes 19,25

Diese alle blieben beständig und einmütig im Gebet und Flehen, zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern. Apostelgeschichte 1,14

In diesem Zusammenhang von Bedeutung ist sicher auch, dass in der Bibel Jesus Maria nicht als Mutter, sondern als "Frau" ansprach: Jesus spricht zu ihr: Frau, was habe ich mit dir zu tun? Meine Stunde ist noch nicht gekommen! Johannes 2,4


2. kath. Lehrsäule - Maria ist aeiparthenos = "immerwährende Jungfrau"

Auf der römischen Kirchenversammlung wurde im Jahr 649 unter Papst Martin
folgendes Lehraussage getroffen: "Wer nicht mit den heiligen Vätern im eigentlichen und wahren Sinne die heilige und immer jungfräuliche und unbefleckte Maria als Gottesgebärerin bekennt, da sie eigentlich und wahrhaftig das göttliche Wort selbst, das vom Vater vor aller Zeit gezeugte, in den letzten Zeiten, ohne Samen, vom Heiligen Geiste empfangen und unversehrt geboren hat, indem unverletzt blieb ihre Jungfrauschaft auch nach der Geburt: der sei verworfen."

Ist Maria die "immer jungfräuliche Gottesgebärerin"?
In voller Übereinstimmung mit der römische Kirche halte auch ich daran fest, dass Maria durch die Kraft des Heiligen Geistes als Jungfrau schwanger wurde!
Gott kündigte dieses Wunder bereits lange zuvor in seinem Wort an: Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären Jesaja 7,14.

Diese Tatsache gilt es - entgegen allen bibelkritischen Angriffen - zu bewahren und zu bezeugen! Doch geht die katholische Kirche hier noch einen Schritt weiter und somit über die Schrift hinaus, wenn sie lehrt - Maria sei auch bei der Geburt Jesu Jungfrau geblieben und Maria hätte mit Joseph auch nach der Geburt Jesus nie geschlafen, so dass Maria auch weiterhin Jungfrau blieb. In der Bibel finden wir jedoch bereits im Anfang des Evangeliums Hinweise, welche an dieser Lehre mehr Zweifel lässt, als sie zu bestätigen wenn geschrieben steht: Als nun Joseph vom Schlaf erwachte, handelte er so, wie es ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich; und er erkannte sie nicht, bis sie ihren erstgeborenen Sohn geboren hatte; und er gab ihm den Namen Jesus. Matthäus 1,24-25

Dieser Vers ist an sich gewiss nicht in jenem Maße aussagekräftig, um hier die Lehre der "immerwährenden Jungfrau" zu widerlegen. Betrachten wir diesen Bibelvers aber in Verbindung mit einer ganzen Reihe weiteren Aussagen der Bibel, welche uns bezeugen - dass Jesus auch noch weitere Halbgeschwister hatte, so bekommt der biblische Bericht jenes Gewicht, welches jenes Dogma in den biblischen Schatten stellt: Ist dieser nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria, der Bruder von Jakobus und Joses und Judas und Simon? Und sind nicht seine Schwestern hier bei uns? Markus 6,3

Während er aber noch zu dem Volk redete, siehe, da standen seine Mutter und seine Brüder draußen und wollten mit ihm reden. Da sprach einer zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen mit dir reden! Matthäus 12,46-47

Denn niemand tut etwas im Verborgenen und sucht zugleich öffentlich bekannt zu sein. Wenn du diese Dinge tust, so offenbare dich der Welt! Denn auch seine Brüder glaubten nicht an ihn. Johannes 7,4-5

Diese alle blieben beständig und einmütig im Gebet und Flehen, zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern. Apostelgeschichte 1,14

Ich sah aber keinen der anderen Apostel, nur Jakobus, den Bruder des Herrn. Galater 1,19

Die katholische Kirche versucht nun, diese klaren Aussagen durch die Behauptung zu entkräften, "es würde sich hier nicht wirklich um die leiblichen Brüder Jesu - sondern vielmehr um seine Cousins handeln". Das aber ist aus meiner Sicht völlig aus der Luft gegriffen, da es einerseits im damaligen Sprachgebrauch für "Cousins" ein anderes Wort gab als jenes, welches hier für "Brüder" verwendet wird - andererseits die zentrale und gewichtige Aussage dieser Verse völlig verloren ginge, und diese aus der Sicht der katholischen Auslegung rein gar nichts mehr aussagen würden.

Wenn wir Maria so sehen, wie die Bibel sie uns beschreibt - und wir nicht über die Bibel hinausgehen, indem wir ihr einen gottähnlichen Status andichten wollen, dann ist es auch völlig unwichtig, ob Maria noch weitere Kinder zur Welt brachte oder nicht - ob sie Jungfrau blieb oder nicht. Wenn wir aber Maria zu einem Abgott machen, dann sind solche Fragen tatsächlich relevant. Wir müssen uns daher wohl auch fragen, was viele Menschen dazu bewegt - an solchen Lehren festzuhalten.


3. kath. Lehrsäule - Maria ist die Immaculata = "Makellose / Sündlose"

Im Gegensatz zu der selbst unter vielen Katholiken oft verbreiteten Meinung, ist mit der "unbefleckten Empfängnis" NICHT die Empfängnis Jesu gemeint, sondern die Empfängnis Marias! Das Dogma von der "unbefleckten Empfängnis" wurde im Jahr 1854 durch Papst Pius IX ausgesprochen und als unfehlbar erklärt. Dieses Dogma besagt, dass Maria durch ein besonderes Handeln Gottes ("unbefleckten Empfängnis") von Anfang an von der Erbsünde bewahrt blieb - sie dadurch nicht unter der Herrschaft der Sünde stand, und in weiterer Folge auch in ihrem Leben keine einzige Sünde begangen hatte.

Diese Lehre fasste die katholische Kirche in folgende Worte:
"Zur Ehre der Heiligen und ungeteilten Dreifaltigkeit, zur Zierde und Verherrlichung der jungfräulichen Gottesgebärerin, zur Erhöhung des katholischen Glaubens und zum Wachstum der christlichen Religion erklären, verkünden und bestimmen Wir in Vollmacht unseres Herrn Jesus Christus, der seligen Apostel Petrus und Paulus und in Unserer eigenen: Die Lehre, daß die seligste Jungfrau Maria im ersten Augenblick ihrer Empfängnis durch einzigartiges Gnadengeschenk und Vorrecht des allmächtigen Gottes, im Hinblick auf die Verdienste Christi Jesu, des Erlösers des Menschengeschlechts, von jedem Fehl der Erbsünde rein bewahrt blieb, ist von Gott geoffenbart und deshalb von allen Gläubigen fest und standhaft zu glauben. Wenn sich deshalb jemand, was Gott verhüte, anmaßt, anders zu denken, als es von Uns bestimmt wurde, so soll er klar wissen, daß er durch eigenen Urteilsspruch verurteilt ist, daß er an seinem Glauben Schiffbruch litt und von der Einheit der Kirche abfiel, ferner, daß er sich ohne weiteres die rechtlich festgesetzten Strafen. zuzieht, wenn er in Wort oder Schrift oder sonstwie seine Auffassung äußerlich kundzugeben wagt.

Die katholische Kirche beleuchtet das Dogma der "unbefleckten Empfängnis" durch die Bulle "INEFFABILIS DEUS". Obwohl uns die gesamte Bibel keinerlei Hinweise gibt, welche derartige Lehraussagen bestätigen würden, lesen wir in diesem katholischen Begleitdokument unter anderem: Somit ist es also nicht verwunderlich, daß diese Lehre so sehr Verstand und Herz unserer Vorfahren ergriff, daß sie in einzigartiger Weise zu Worten und Ausdrücken greifen, die häufig die Gottesmutter gerade als die Unbefleckte feiern, als die Unschuldige und Unschuldigste, die Makellose und gänzlich Makellose, die Heilige und die von aller Unreinheit der Sünde vollkommen Freie, die ganz Reine und ganz Unversehrte, als die Wesensgestalt sozusagen der Schönheit und Unschuld selbst. Sie nennen Maria schöner als die Heiligkeit, die allein Heilige, die ganz Reine an Seele und Leib, die, welche alle Unschuld und Jungfräulichkeit übertroffen hat, die allein ganz die Wohnung aller Gnaden des Heiligen Geistes geworden ist, die Gott allein aufgenommen hat, die über allen steht, die von Natur aus schöner, vollendeter und heiliger ist als selbst die Cherubim und Seraphim und das ganze Heer der Engel, die zu preisen die Zungen des Himmels und der Erde keineswegs genügen.
Hier wird sehr deutlich sichtbar, wie nahe "Maria" durch diese Lehraussage an Gott bzw. Jesus bereits "heranrückt"

War Maria wirklich ohne Sünde?
Obwohl Maria als - nach katholischer Lehre - "Reine und Sündlose" eine wichtige und zentrale Voraussetzung gehabt hätte, um die Menschen zu erlösen, lässt die Bibel eine solche Vermutung bzw. Gedanken in keiner Weise zu. Vielmehr Lesen wir von Maria als der BEGNADETEN, welche sich selbst über ihren Retter freute (Lukas 1,31/47) und somit ganz klar auch Erlösung aufgrund ihrer Schuld vor Gott bedurfte. Hätte Maria keine Sünden gehabt, hätte sie aber weder Gottes Gnade, noch einen Retter gebraucht!

Darüber hinaus geben auch andere Bibelstellen keinen Grund zur Annahme, dass Maria eine Ausnahme unter den Menschen darstellte und im Gegensatz zu anderen Menschen sündlos gewesen sein soll. Es wird von der Bibel vielmehr die Ausnahmslosigkeit der menschlichen Sündhaftigkeit betont, wenn geschrieben steht: Es ist keiner gerecht, auch nicht einer; es ist keiner, der verständig ist, der nach Gott fragt. Sie sind alle abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer! Römer 3,10-11

Denn es ist kein Unterschied; denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten. Römer 3,22-23

Darum, gleichwie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod, und so der Tod zu allen Menschen hingelangt ist, weil sie alle gesündigt haben Römer 5,12

Die ganze Welt ist vor Gott SCHULDIG! Daher war JESUS DER EINZIGE, der in der Lage war, stellvertretend für uns am Kreuz zu sterben, weil ER DER EINZIGE OHNE SÜNDE war, und nur ein Gerechter stellvertretend für den Ungerechten die Strafe tragen konnte - um so die von Gott geforderte Gerechtigkeit zu erfüllen!

Er hat keine Sünde getan, es ist auch kein Betrug in seinem Mund gefunden worden.
1. Petrus 2,22

Und ihr wisst, dass Er erschienen ist, um unsere Sünden hinwegzunehmen; und in ihm ist keine Sünde. 1. Johannes 3,5

Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise [wie wir], doch ohne Sünde. Hebräer 4,15

Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm [zur] Gerechtigkeit Gottes würden. 2. Korinther 5,21

Wäre Maria tatsächlich durch eine besondere Geburt von Anfang an sündlos gewesen, so hätte auch sie als Mensch uns erlösen können, da auch sie damit die notwendige Voraussetzung gehabt hätte. Warum aber hätte Gott dann SEINEN SOHN (!!!) am Kreuz dahingegeben - wenn auch jemand anderer (eines seiner Geschöpfe) diese notwendige Voraussetzung der Reinheit und Sündlosigkeit gehabt hätte ??
Wenn Maria vollkommen sündlos und vollkommen rein war - warum hat der Vater den Sohn nicht erhört, als er zu ihm betete: Mein Vater! Ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst! Matthäus 26,39

JESUS war als Mensch gehorsam bis ans Kreuz und tat den Willen des Vaters. Hätte es jemals außer Jesus einen zweiten sündlosen Menschen auf Erden gegeben, so wäre es dem Vater möglich gewesen, diesen Kelch an Jesus vorübergehen zu lassen.
Da uns die Bibel aber deutlich bezeugt, dass diese Welt außer Jesus keinen sündlosen Menschen je sah (auch nicht in Maria!), war somit Jesus der einzige, der uns durch sein Blut von unserer Schuld rein machen konnte und stellvertretend unsere Strafe tragen konnte!


4. kath. Lehrsäule - Maria Assumpta = "Maria - ganz in den Himmel aufgenommen"

Die vorläufig letzte marianische Dogma - "Maria Himmelfahrt",
wurde im Jahr 1950 "ex cathedra" durch Papst Pius XII ausgesprochen.
Dazu heißt es im Dokument "Munificentissimus Deus": "Nachdem Wir nun immer wieder inständig zu Gott gefleht und den Geist der Wahrheit angerufen haben, verkünden, erklären und definieren Wir zur Verherrlichung des allmächtigen Gottes, dessen ganz besonderes Wohlwollen über der Jungfrau Maria gewaltet hat, zur Ehre seines Sohnes, des unsterblichen Königs der Ewigkeit, des Siegers über Sünde
und Tod, zur Mehrung der Herrlichkeit der erhabenen Gottesmutter, zur Freude und zum Jubel der ganzen Kirche, in Kraft der Vollmacht unseres Herrn Jesus Christus, der heiligen Apostel Petrus und Paulus und Unserer eigenen Vollmacht: Es ist eine von Gott geoffenbarte Glaubenswahrheit, daß die unbefleckte, immer jungfräuliche Gottesmutter Maria nach Vollendung ihres irdischen Lebenslaufes mit Leib und Seele zur himmlischen Herrlichkeit aufgenommen worden ist. Wenn daher, was Gott verhüte, jemand diese Wahrheit, die von uns definiert worden ist, zu leugnen oder bewußt in Zweifel zu ziehen wagt, so soll er wissen, daß er vollständig vom göttlichen und katholischen Glauben abgefallen ist."

Obwohl die Aussage dieses Dogmas doch sehr gewichtig ist, finden wir in der Bibel keine Aussagen über eine allfällige Himmelfahrt Marias. Sucht man nach jenen Begründungen, durch welche die katholische Kirche dieses Dogma dennoch zu stützen versucht, so findet man zum einen einige alte Legenden, welche ca. im 5 Jahrhundert wurzelten und sich schließlich besonders stark ab dem 7. Jahrhundert manifestierten.

Diese Legenden besagen, dass Marias Leichnam sich der Überlieferung nach in einer strahlenden Lichtaura, von Engeln unterstützt empor schwang. Die Apostel, welche das leere Grab umstanden, schauten der Emporschwebenden nach. Thomas - der angeblich auch hier zu spät kam, erhielt Marias Gürtel zur Bestätigung, Marias Kleider aber blieben im Sarkophag und gehören zu den noch heute gezeigten Reliquien.
Eine andere Legende erzählt, dass die Jünger das Grab der Maria öffneten und darin nicht mehr den Leichnam Marias fanden, sondern nur noch Blüten und Kräuter - was in weiterer Folge zu einem okkulten Brauch - der Kräuterweihe geführt hat. Bei dieser werden sieben verschiedenen Kräuter zu Sträußen gebunden und zur feierlichen Kräuterweihe gebracht.
Die so "geweihten Sträuße" werden dann auf dem Dachboden aufgehängt und sollen so gegen Krankheiten, Unheil, Gewitter und Blitzschlag helfen.

Mit der Stützung auf diese Legenden ergab sich jedoch ein Problem - da die Bibel ganz klar lehrt, dass der Tod die Folge der Sünde ist - was wiederum bewiesen hätte, dass auch Maria eine - wenn auch begnadigte Sünderin war. Dieser offene Widerspruch zwischen Bibel und Dogma führte zunächst auch unter katholischen Theologen zu einigen Unsicherheiten. Daher gingen einige von ihnen noch einen Schritt weiter und versuchten diesen Widerspruch in ihrer Ansicht aufzulösen, dass Maria nicht gestorben ist - sondern noch lebendig in den Himmel aufgefahren sei.
Das aber untergrub wiederum jene alten Legenden, auf welche die katholische Kirche als Stütze offenbar auch nicht verzichten wollte. Papst Paul II beendete alle diesbezüglichen Spekulationen aber schließlich auch dadurch, dass er bei einer Generalaudienz im Jahr 1997 keinen Zweifel daran aufkommen ließ, dass Maria zwar gestorben sei - dennoch aber ohne Sünde war. Somit wurde die Bibel als Richtschnur einmal öfter gebogen, um so dem Dogma angepasst zu werden.

Das Thema "Legenden" ist nun nicht nur hinsichtlich mancher Dogmen relevant - auch die Bibel berichtet uns von Legenden wenn geschrieben steht: Denn es wird eine Zeit kommen, da werden sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich selbst nach ihren eigenen Lüsten Lehrer beschaffen, weil sie empfindliche Ohren haben; und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Legenden zuwenden.
2. Tim 4,3-4

Die unheiligen Altweiberlegenden aber weise ab; dagegen übe dich in der Gottesfurcht!
1. Tim 4,7

Neben der Begründung durch jene Legenden, fand die katholische Kirche aber auch noch zu einer weiteren Begründung, welche sie aus einer menschlichen Überlegung ableitete und in folgenden Worten formulierte: "... Weil nun unser Erlöser der Sohn Marias ist, mußte er, der vollkommenste Beobachter des Gesetzes, in der Tat wie den Vater, so auch seine liebe Mutter ehren. Da er ihr die große Ehre erweisen konnte, sie vor der Verwesung des Todes zu bewahren, muß man also glauben, daß er es wirklich getan hat."

Jesus war auf Erden ganz Gott und ganz Mensch, und so hat er als Mensch ganz gewiss seiner leiblichen Mutter jene Ehre entgegengebracht, welche auch das Gesetz forderte.
Maria war aber leibliche Mutter des Menschen Jesu - sie war nicht die Mutter Gottes, denn Gott hat keine Mutter, sondern Maria war vielmehr ein Geschöpf Gottes, welches ebenso einen Erretter brauchte, wie jeder andere Mensch auch. Die Behauptung, dass Gott sein Geschöpf darin ehren musste, dass Jesus Maria vor der Verwesung bewahrte - ist meiner Überzeugung nach schon sehr an den Haaren herbeigezogen.

Wir wissen auch bereits u.a. aus Matthäus 12,50, dass leibliche Verwandtschaft im Himmelreich keine Bedeutung mehr hat, sondern sich die Bindungen durch die Beziehung zum Herrn ergeben. Daher ist auch die katholische Sonderstellung Marias biblisch nicht haltbar und führt in der Praxis vielmehr dazu, dass "Maria" zwischen Jesus und den Menschen gedrängt wird!


Nicht "... durch Maria zu Jesus" sondern vielmehr von Maria weg und gleich hin zu JESUS!!

Maria hat ganz gewiss unsagbaren Schmerz gelitten, als sie auf Golgatha unter dem Kreuz ihres zuvor bereits beinahe zu Tode geschundenen Sohnes stand. Maria war unmittelbar dabei, als unser Retter und Herr die Schuld für MEINE Sünden - für IHRE Sünden - für DEINE Sünden, und für die Sünden der ganzen Welt beglich, und ER so den geforderten Preis für die Sünde bezahlte - nämlich den TOD. Jene Beschreibung der demütigen und treuen Magd, welche uns die Bibel von Maria zeigt, kann uns gewiss auch in vielerlei Hinsicht ein großes Vorbild im Glauben sein. Doch bin ich persönlich der festen Überzeugung, dass jene tatsächliche Maria tief betroffen und traurig darüber wäre, wenn sie wüsste - was aus ihrem Gedächtnis gemacht wurde, welches in der Bibel zu lesen ist.

So bin ich der festen Überzeugung, dass
sie keine an sie gerichteten Gebete haben möchte,
sie sich nicht als Sündlose verehren lassen würde,
sie sich nicht als Gnadenvermittlerin anrufen lassen würde,
sie sich keine Kirchen und Wallfahrtsorte errichten lassen würde,
sie sich nicht als Mittlerin und Fürsprecherin anrufen lassen würde,
sie keine Medaillen, Skalpuliere oder sonstigen magische Dinge in Umlauf bringen würde,
sie sich nicht durch Statuen darstellen, vor ihr niederknien - und sich verehren lassen würde,
sie sich nicht als Himmelskönigin, Schlangenzertreterin o.ä. titulieren lassen würde

Die Devise der katholischen Kirche - "durch Maria zu Jesus" ist aus meiner Sicht ein trauriges Ergebnis der katholischen Lehre, durch welche sich viele Menschen nicht mehr an JESUS - sondern an "Maria" wenden. Es ist aber auch gleichzeitig ein leeres Versprechen, welches seine Einlösung letztlich schuldig bleibt!

GELEBTER GLAUBE IST EINE GELEBTE BEZIEHUNG ZUM HERRN JESUS, in welcher jene "katholische Maria" keinen Platz hat! Übertragen auf eine zwischenmenschliche Beziehung wäre das damit vergleichbar, als wenn man in einer Ehe nur über die Schwiegermutter mit dem jeweils anderen Partner kommunizieren würde. Ist hier aber noch jedem klar - dass so etwas nicht funktionieren kann, soll man in geistlicher Hinsicht im Bezug auf Maria jedoch nach katholischer Lehre annehmen und akzeptieren. Das aber konnte ich aus meiner erlebten Beziehung zu Jesus weder nachvollziehen, noch konnte ich diese Lehren mittragen - womit auch dieses Thema mit ein zentraler Grund für meinen Kirchenaustritt aus der katholischen Kirche war.

Abschließend noch ein Text eines gewissen J.N Darby, welcher in einer seiner Aussagen die Sache auch aus meiner Sicht sehr schön auf den Punkt brachte, wenn dieser sagte:

"Ist Marias Herz denn empfindsamer und herablassender, als das Herz
Dessen es war, welcher sich vom Himmel bis zu uns herab erniedrigte,
um uns von Seiner Liebe zu überzeugen? O nein, ich ziehe Sein
eigenes Herz vor; ich habe gesehen und gelernt, wie sich dieses Herz in
Seinem Leben hienieden zeigte. Ich kann mich Ihm anvertrauen, mehr
als irgendeinem anderen, wer es auch sein möge. Nur aus Seinem
Herzen ist das Lebensblut für mich vergossen worden. Ich vertraue
Seiner Güte mehr als der Güte einer Maria und aller Heiligen, mögen
diese in ihrem Bereich noch so gesegnet gewesen sein!
Nein, die Lehre von den vielen Mittlern und von der Jungfrau Maria, als
der einen, durch deren Herz ich Jesus zu nahen habe, ist Unglaube
gegenüber der Gnade Christi; sie verleugnet Seine Herrlichkeit als die
des mitfühlenden Hohenpriesters."




Einige abschließende persönliche Worte an dich ...

Ich möchte dich nun abschließend einladen, die Bibel zur Hand zu nehmen und zu prüfen! Vertraue in Fragen der Ewigkeit nicht ungeprüft auf Menschen, sondern prüfe sowohl meine Aussagen als auch die Lehre der katholischen Kirche. Du kannst dich vor dem Richterstuhl Gottes nicht auf Menschen berufen, denn Gott hat dir sein Wort gegeben, an welchem du hättest prüfen und die Wahrheit herausfinden können. Bring dich nicht in die Situation, wo du einst vor Gott sagen musst: "Ich habe eben blind vertraut." oder "Ich hatte keine Zeit zu prüfen." oder gar "Es hat mich einfach nicht interessiert."

In Jeremia 29,13 gibt Gott uns ein großes und wunderbares Versprechen ...
Er sagt: Ja, ihr werdet mich suchen und finden,
wenn ihr von ganzem Herzen nach mir verlangen werdet.

Menschen brechen ihr Wort - Gott aber wird sein Wort nicht brechen.
Gott lässt sich von uns finden, wenn wir von ganzen Herzen nach ihm verlangen -
diese Wahrheit kann ich persönlich bezeugen. Wenn du Gott aber suchst, so suche ihn dort, wo er sich uns offenbart hat - in seinem Wort der Bibel.
Wenn du keine Bibel hast, so möchte ich dir sehr gerne eine schenken.

Gerne würde ich auch deine Meinung zu dem hier Geschriebenen lesen.
Über die Kontaktseite besteht die Möglichkeit, mir zu schreiben.
Danke für dein Interesse, und falls ich von dir zu lesen bekomme -
auch Danke für deine Zeilen.

Reinhold Keinberger
www.come2life.at



 
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