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Krankensalbung
Seite 2
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Die "letzte Ölung" näher betrachtet ...

Durch die "letzte Ölung" - Teilnahme am Heilswerk Jesu ?

Wie bereits in der Einleitung zu diesem Thema aufgezeigt, setzt die katholische Kirche den Lehransatz zum "Sakraments der Krankensalbung" zunächst durchaus noch auf biblischen Boden. Leider hielt sie in weiterer Folge aber nicht an diesem Ursprung und deren praktischen Ausübung fest, sondern fügte dieser noch weitere unbiblische Lehraussagen und Praktiken hinzu.

Diese Ergänzungen tragen dem stark geförderten "Selbstaufopferungsgedanken" der katholischen Lehre Rechnung und knüpfen einmal öfter am grundsätzlichen katholischen Verständnis des "Sühneleidens" des einzelnen Menschen an.
Im Fall der katholischen Krankensalbung wird durch den Empfang dieses "Sakraments" das Sterben in gewisser Weise als "Aufopferung" verstanden, wodurch jene Leiden nach kath. Lehre in besonderer Weise "dem Vater dargebracht" werden ...

[1521] Die Vereinigung mit dem Leiden Christi. Durch die Gnade dieses Sakramentes erhält der Kranke die Kraft und die Gabe, sich mit dem Leiden des Herrn noch inniger zu vereinen. Er wird gewissermaßen dazu geweiht, durch die Gleichgestaltung mit dem erlösenden Leiden des Heilands Frucht zu tragen. Das Leiden, Folge der Erbsünde, erhält einen neuen Sinn: es wird zur Teilnahme am Heilswerk Jesu.

Diese Lehre ist aus meiner Sicht nicht nur äußerst bedenklich, sondern darüber hinaus auch äußerst lästerlich (!) - da sie behauptet, der sündige Mensch könnte im Sterben mittels der "letzten Ölung" eine VEREINIGUNG seiner eigenen Todesleiden mit dem Leiden unseres Herrn Jesus am Kreuz bewirken - dadurch eine GLEICHGESTALTUNG mit Jesus auf Golgatha erreichen - somit TEILNEHMEN AM HEILSWERK JESU, und auf diese Weise sogar "ERLÖSENDE FRUCHT TRAGEN"!!

Das Erlösungsopfer Jesu auf Golgatha ist ABGESCHLOSSEN und VOLLKOMMEN und VOLLGENÜGSAM und bedarf keinerlei weiterer Ergänzungen oder Hinzufügungen - schon gar nicht von sündigen Menschen ! ( !! Hebräer 10,14-18 !! )
Es reicht aus für alle Zeit und für alle Menschen! Eine Lehre, die behauptet - die (Todes)Leiden von sündigen Menschen könnten (mit oder ohne "letzte Ölung") dem Heilswerk Jesu noch etwas hinzufügen, überschätzt nicht nur den "Wert" menschlichen Leidens, sondern deutet damit auch einen Mangel des Heilswerkes Jesu an, welches es nach dieser angedeutete Weise nötig hätte, durch das Leiden von Menschen noch weiter ergänzt zu werden.


Durch die letzte Ölung zum "Sühneverdienstspender" für die Kirche ??

Die katholische Lehraussage aus [1521] findet im darauf folgenden Absatz ihre Konsequenz bzw. ihre "praktische Anwendung", wenn gelehrt wird:

[1522] ... Dadurch, daß sie "sich aus freien Stücken mit dem Leiden und dem Tode Christi ... vereinigen", tragen die Kranken, die dieses Sakrament empfangen, "zum Wohle des Gottesvolkes" bei. Bei der Feier der Krankensalbung tritt die Kirche in der Gemeinschaft der Heiligen für den Kranken ein. Der Kranke hingegen trägt durch die Gnade des Sakramentes zur Heiligung der Kirche und zum Wohl aller Menschen bei, für die die Kirche leidet und sich durch Christus Gott dem Vater darbringt.

Um diesen Lehrgedanken nun auch praktisch etwas einordnen zu können, ist es nötig, zunächst die katholische Glaubenslehre über "zeitliche Sündenstrafen" bzw. die grundlegende katholische Lehre über Sühnung von Sünden zu verstehen, welche sich von der Erkenntnis bibelgläubiger Christen völlig unterscheidet.....

Bibelgläubige Christen haben durch das im Glauben persönlich angenommene Opfer am Kreuz vollkommene Vergebung ihrer Sünden in ihrem Leben erfahren. Sie wissen durch das Wort Gottes und durch das Zeugnis des Heiligen Geistes in ihnen, das Jesus am Kreuz stellvertretend für sie und ihre Sünden gestorben ist und durch sein vergossenes Blut die ganze Schuld der Sünde vor Gott gesühnt bzw. vollkommen beglichen ist. Durch diese Realität wurden sie frei, auf dem weiteren Lebensweg dem Herrn in Dankbarkeit und Liebe zu dienen - und nicht länger religiöse Pflichten mit dem Ziel der eigenen Errettung zu verrichten.

In der Bibel lesen wir dazu:
Jetzt aber ist außerhalb des Gesetzes die Gerechtigkeit Gottes offenbar gemacht worden, die von dem Gesetz und den Propheten bezeugt wird, nämlich die Gerechtigkeit Gottes durch den Glauben an Jesus Christus, die zu allen und auf alle [kommt], die glauben. Denn es ist kein Unterschied; denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten dass sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade aufgrund der Erlösung die in Christus Jesus ist.
Römer 3,21-24

Die katholische Kirche hält dem jedoch entgegen:
"Wer sagt, der rechtfertigende Glaube sei nichts anderes als das Vertrauen in die göttliche Barmherzigkeit, die um Christi willen die Sünden vergibt; oder es sei allein dieses Vertrauen, durch das wir gerechtfertigt werden: der sei ausgeschlossen."
(Konzil von Trient - Kan. 12)

Damit leugnet sie, dass wir allein durch vertrauenden Glauben an das vollkommene Opfer Christi am Kreuz Vergebung finden und auf diese Weise Zugang zum Heil erlangen. Damit aber verschließt die katholische Kirche gleichzeitig ihren Mitgliedern den einzigen und zentralen Zugang zum neuen Leben in Jesus Christus!

Weiters lesen wir in der Bibel:
"Denn mit einem einzigen Opfer hat er die für immer vollendet, welche geheiligt werden. Das bezeugt uns aber auch der Heilige Geist; denn nachdem zuvor gesagt worden ist: »Das ist der Bund, den ich mit ihnen schließen will nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will meine Gesetze in ihre Herzen geben und sie in ihre Sinne schreiben«,sagt er auch: »An ihre Sünden und ihre Gesetzlosigkeiten will ich nicht mehr gedenken. «. Wo aber Vergebung für diese ist, da gibt es kein Opfer mehr für Sünde."
Hebräer 10,14-18

Die katholische Kirche hingegen ist mit dieser klaren Zusage Gottes offenbar nicht einverstanden und lehrt dem entgegen: "Wer sagt, jedem reuigen Sünder werde nach Empfang der Rechtfertigungsgnade so die Schuld vergeben und die Strafwürdigkeit für die ewige Strafe getilgt, dass keine Strafwürdigkeit für eine zeitliche Strafe übrig bleibt, die entweder in dieser Zeit oder künftig im Reinigungsort zu bezahlen ist, bevor der Zutritt zum Himmelreich offen stehen kann: der sei ausgeschlossen."
(Konzil von Trient - Kan. 31)

Durch diese permanenten Leugnungen biblischer Grundwahrheiten ist jedoch auch das Problem der Sühnung der Sündenschuld bzw. der "zeitlichen Sündenstrafen" für den Katholiken ständig gegenwärtig und nimmt daher auch entsprechend viel Raum im katholischen Glaubensleben ein.

Um das durch diese Leugnung entstandene Problem der "unbeglichenen Sündenschuld" nun aber entsprechend katholischer Lehre zu lösen, zeigt sie eine Reihe von Möglichkeiten auf, wie einerseits die katholische Kirche ihren Mitgliedern dabei "hilft", durch Messen, Ablässe o.ä. einen Nachlass ihrer "zeitlichen Sündenstrafen" zu gewähren - oder wie andererseits der Katholik selbst die Sühnung dieser "zeitlichen Sündenstrafen" erwirken kann.
Zu zweitem zählen nach katholischer Lehre neben "guten Werken" auch das sogenannte "aufopfernde Leiden". Dieses kann entweder durch Selbstkasteiung auf verschiedene Weise mutwillig herbeigeführt werden oder durch das geduldige Ertragen von Belastungen (man spricht in diesem Zusammenhang oft vom "Kreuz tragen") oder durch die bewusste Annahme bereits vorhandener krankheitsbedingter Leiden erreicht werden.

Wie hier in diesem Zusammenhang angedeutet, kann eine "Sühneleistung" auch in besonderer Weise durch bewusst und geduldig angenommene Leiden im Todeskampf und durch das willige Ertragen des nahenden Todes erreicht werden. So werden nach katholischer Lehre durch "aufopferndes Leiden" und "gute Werke" sogenannte "Sühneverdienste" erworben, welche nach katholischer Lehre unter bestimmten Umständen auch anderen Mitgliedern der katholischen Kirche "zu Gute kommen" können. Dass die "letzte Ölung" auch als Mittel zur "Fremdzuwendung" jener Sühneleistungen des Sterbeleidens verstanden wird, geht vielleicht aus der Zusammenfassung folgender zentraler Lehraussagen zu diesem "Sakrament" hervor:
Das Leiden, ..., erhält einen neuen Sinn: es wird zur Teilnahme am Heilswerk Jesu....
... tragen die Kranken, die dieses Sakrament empfangen, "zum Wohle des Gottesvolkes" bei ...
....Der Kranke
hingegen trägt durch die Gnade des Sakramentes zur Heiligung der Kirche und zum Wohl aller Menschen bei, für die die Kirche leidet.

Um diese Gedanken noch etwas besser erfassen zu können, ist es vielleicht hilfreich, sich eines Vergleichs zu bedienen, in welchem die einzelnen Katholiken durch die katholische Kirche in gewisser Weise wie sogenannte "kommunizierende Gefäße" verbunden sind - sodass durch das "Verbindungskanalsystem" der katholischen Kirche "Sühneverdienste" von "volleren Gefäßen" in andere "weniger gefüllte Gefäße" überfließen können.

Eines der dabei wichtigsten "Gefäße", aus welchen die Katholische Kirche ihren Mitgliedern "Sühneverdienste" zuteilt, ist der sogenannte "Kirchenschatz". Dieser ist nach katholischer Lehre gefüllt mit Verdiensten durch das Kreuzesopfer Jesu Christi auf Golgatha selbst - aber auch durch die Gebete von Maria im Himmel oder durch die "überschüssigen Verdienste" katholischer Märtyrer, welche durch ihren Märtyrertod angeblich mehr "Sühneverdienste" erwarben als sie zur eigenen Läuterung benötigt hätten. Der "Hahn" zur Öffnung dieses großen "Sühneverdienstgefäßes" wird in kleinerem Ausmaß durch die Mitfeier der Messe - und in größerem Ausmaß durch den Erwerb sogenannter Ablässe für den Empfänger "aufgedreht". (Mehr dazu im Thema Ablässe)
Neben diesem großen "Hauptkanal" gibt es in gewisser Weise aber auch ein "fein verästeltes Netz von Nebenkanälen" unter den einzelnen Mitgliedern der katholischen Kirche, welche angeblich auch hineineichen in das Totenreich ("Fegefeuer"). Durch diese "Querverbindungen" werden "Sühneverdienste" nach katholischer Lehre auch unter den einzelnen Gliedern der Kirche "transferiert".

Durch das Sakrament der letzten Ölung" wird nun gewissermaßen wiederum ein "besonderer Kanal" geöffnet, durch welchen der Sterbende in besonderer Weise an das "verbindende Kanalsystem" der katholischen Kirche angeschlossen wird. Aus diesem Hintergrund wird jene katholische Lehre transparent, welche sagt: "das Leiden erhielte einen neuen Sinn" und "dieses Leiden trüge zum Wohle des Gottesvolkes und zum Wohl aller Menschen bei - für welche die Kirche leidet".

Durch das Sakrament der letzten Ölung" wird nun gewissermaßen jener "Kanal" geöffnet, durch welches jene "Verdienste" aus den Todesleiden des Sterbenden in das "verbindende Kanalsystem" der katholischen Kirche einströmt, um so die weniger gefüllten "Gefäße" andere Kirchenmitglieder um ein gewisses entsprechendes Maß zu füllen. Aus diesem Hintergrund lehrt die katholische Kirche - "das Leiden erhielte einen neuen Sinn" und dieses "Leiden trüge zum Wohle des Gottesvolkes und zum Wohl aller Menschen bei - für welche die Kirche leidet".


Durch das Sakrament der letzten Ölung zur eigenen Opferdarbringung ?

Aber auch noch ein zweiter Gedanke tritt in diesen Zeilen des Katechismus zu Tage:
Durch die Gnade dieses Sakramentes erhält der Kranke die Kraft und die Gabe, sich mit dem Leiden des Herrn noch inniger zu vereinen. Er wird gewissermaßen dazu geweiht, durch die Gleichgestaltung mit dem erlösenden Leiden des Heilands Frucht zu tragen. Das Leiden, Folge der Erbsünde, erhält einen neuen Sinn: es wird zur Teilnahme am Heilswerk Jesu.
Der Kranke hingegen trägt durch die Gnade des Sakramentes zur Heiligung der Kirche und zum Wohl aller Menschen bei, für die die Kirche leidet und sich durch Christus Gott dem Vater darbringt.

Die katholische Kirche lehrt, dass der Sterbende nach Erhalt des Sakraments der "letzten Ölung" zunächst in seinen Leiden dem Leiden des erlösenden Heilswerks Jesu gleichgestaltet - und auf diese Weise "durch Christus" dem "Vater dargebracht" wird. Das heißt, dass - so wie Jesus auf Golgatha einst in seinem Leiden unsere Sündenschuld trug und sich selbst für uns als stellvertretendes Opfer hingab - nun nach katholischer Lehre auch der Mensch in seiner Todesstunde mittels dieses Sakramentes in der angeblichen "Verbindung" mit Jesu Erlösungswerk sich "durch Christus" als Opfer "dem Vater darbringt".

Dieser Gedanke passt nun zwar durchaus in das katholische Lehrschema, in welchem Sühneverdienste zur Tilgung "zeitlicher Sündenstrafen" erworben werden müssen und wo "aufopferndes Leiden" in dieser Hinsicht eine entsprechende Gewichtung beigemessen wird - dem Evangelium der Bibel sind diese Gedanken aber völlig fremd! Wer glaubt, JESUS brauche ihn, unterliegt einem großen Irrtum! GOTT braucht niemanden, aber wir alle brauchen GOTT. Weil JESUS uns liebt, hat ER die Schmerzen auf sich genommen, um uns zu erlösen. In der anderen Richtung aber ist das nicht möglich !!


Was bedeutet dem "Durchschnittskatholiken" die letzte Ölung??

Die Gewissheit des Heiles und die freudige Erwartung, nach dem Tod sofort beim Herrn zu sein, gab bibelgläubigen Christen zu allen Zeiten Frieden und Trost in ihrer letzten Stunde, wenngleich diese nicht selten von Gewalt und Folter geprägt war (und ist). So wie die Botschaft von der vollkommenen Vergebung durch das Kreuz Jesu Christi aber bereits einst den religiösen Juden ein Ärgernis war, so stellt diese Botschaft für die katholische Religion in gleicher Weise auch heute noch ein Ärgernis dar.

Doch wo wiedergeborene Christen aufgrund des Wortes Gottes und der Gewissheit durch den innewohnenden Heiligen Geist ihres Heils gewiss sind und so getrost der letzten Stunde entgegen sehen - kann die katholische Kirche aufgrund ihrer Lehre ihren Mitgliedern diese Gewissheit nicht geben. Die katholische Kirche lehrt dezidiert, dass NIEMAND es wissen kann, ob er nach seinem Tod sofort bei Gott ist - weshalb sich auch keiner solchen Gedanken hingeben darf. Die katholische Kirche bringt das Verbot um diese Gewissheit damit zum Ausdruck, indem sie lehrt: "Wer sagt, der wiedergeborene und gerechtfertigte Mensch sei aufgrund des Glaubens gehalten, zu glauben, er gehöre sicher zur Zahl der Vorherbestimmten: der sei ausgeschlossen."
(aus dem Konzil von Trient)

Der Katholik kann und darf daher nicht mit jener Gewissheit dem Tod entgegen gehen, im Jenseits sofort bei Gott zu sein. Er kann es nicht, weil einerseits die Werksgerechtigkeit und die Glaubenslehre der katholischen Kirche diese Gewissheit gar nicht zulässt, und er darf es nicht, weil andererseits die katholische Kirche dieses per Lehrdekret verbietet und im Falle des Verstoßes mit Ausschluss und Verdammnis droht!

Im Hinblick auf das Sein nach dem Tod tritt in der katholischen Kirche eine andere Lehre, in welcher der Katholik in den allermeisten Fällen entweder aufgrund einer nicht gebeichteten Todsünde in die Hölle kommt (was selbst bei Offensichtlichkeit eher selten offen gesagt wird), oder aufgrund seiner "unbeglichenen zeitlichen Sündenstrafen" eine unbestimmte Zeit im Fegefeuer leiden muss - um auf diese Weise von seiner Sündenschuld geläutert zu werden. Direkt zu Gott in den Himmel kommen nach katholischer Lehre nur sehr wenige "heilige Menschen", welche entweder weit über die Maßen "gute Werke" taten, oder den Märtyrertod erlitten und für den katholischen Glauben ihr Leben gaben.

Der Gedanke, nach dem Tod entsprechend katholischer Lehre wegen nichtgebeichteter Todsünden in die ewige Verdammnis zu gehen, löst bei Menschen im Angesicht des Todes verständlicherweise keine besonders guten Gefühle aus. Die Gedanken an das von der katholischen Kirche gelehrte Fegefeuer - den Ort der Qual und der Läuterung - läst die Seele des Menschen in seiner letzten Stunde ganz gewiss ebenso wenig Frieden finden.
Sei nun entsprechend katholischer Lehre die ewige Hölle oder das zeitliche Fegefeuer dem Sterbenden nach seinem Tod bestimmt - in jedem Fall geht der Katholik in seiner Todesstunde einer ungewissen und zunächst aller Voraussicht nach äußerst unangenehmen "Zeit" entgegen. Dementsprechend kommt aufgrund dieser Ungewissheit zu den ohnehin oft körperlichen Leiden großer psychischer Druck hinzu.

Ich bin persönlich der Überzeugung, dass nur die Minderheit der Katholiken die Bedeutung der "letzten Ölung" von der Lehre wirklich versteht, da die ganze Thematik schließlich auch an ein Thema gebunden ist, welches den meisten Menschen eher unangenehm ist - und welches daher oft Verdrängt und zur Seite geschoben wird, anstatt sich damit intensiv zu befassen. Meiner persönlichen Erfahrung nach wird dieses "Sakrament der letzten Ölung" von "Durchschnittskatholiken" eher wie "Morphium für die Seele" in Gebrauch genommen - um durch dieses Ritual irgend etwas zu tun, um die psychische Not jener Stunde zu lindern, welche die besondere Situation des Sterbenden in der Todesstunde mit sich bringt, so dieser nicht zuvor Heilsgewissheit und Frieden durch Jesus Christus gefunden hat.


Meine persönliche Sicht zur Krankensalbung

Die Krankensalbung aus Jakobus ist Gottes Wort an uns.
Wir dürfen dieses in entsprechender Weise in Anspruch nehmen.
Und so es Gottes Wille ist, wird er uns wieder aufrichten -
ganz so wie ER es uns in seinem Wort sagt.


Meine persönliche Sicht zur "letzten Ölung"

Jener neuen und unbiblischen Lehre, welche der ursprünglich biblischen Grundlage aus Jakobus hinzugefügt wurde, kann ich weder Sinn noch Nutzen entnehmen und sehe diese persönlich in ihrer Lehre und Aussage vielmehr als sehr bedenklich bis gotteslästerlich!
Da ich um meine vollkommene Vergebung vor Gott allein durch das Opfer Jesu Christi am Kreuz weiß, weil ich um die vollkommene Sühnung meiner Sünden durch das Blut Jesu Christi weiß - und ich mir daher auch sicher bin, nach meinem Tod ohne weiteren "Reinigungsort" sofort zum Herrn zu gehen, brauch’ ich auch in meiner Todesstunde keine "letzte Ölung", um durch dieses "Sakrament" noch eine Form von Trost oder "Wegzehrung für die Reise" zu erhalten.




Einige abschließende persönliche Worte an dich ...

Ich möchte dich nun abschließend einladen, die Bibel zur Hand zu nehmen und zu prüfen! Vertraue in Fragen der Ewigkeit nicht ungeprüft auf Menschen, sondern prüfe sowohl meine Aussagen als auch die Lehre der katholischen Kirche. Du kannst dich vor dem Richterstuhl Gottes nicht auf Menschen berufen, denn Gott hat dir sein Wort gegeben, an welchem du hättest prüfen und die Wahrheit herausfinden können. Bring dich nicht in die Situation, wo du einst vor Gott sagen musst: "Ich habe eben blind vertraut." oder "Ich hatte keine Zeit zu prüfen." oder gar "Es hat mich einfach nicht interessiert."

In Jeremia 29,13 gibt Gott uns ein großes und wunderbares Versprechen ...
Er sagt: Ja, ihr werdet mich suchen und finden,
wenn ihr von ganzem Herzen nach mir verlangen werdet.

Menschen brechen ihr Wort - Gott aber wird sein Wort nicht brechen.
Gott lässt sich von uns finden, wenn wir von ganzen Herzen nach ihm verlangen -
diese Wahrheit kann ich persönlich bezeugen. Wenn du Gott aber suchst, so suche ihn dort, wo er sich uns offenbart hat - in seinem Wort der Bibel.
Wenn du keine Bibel hast, so möchte ich dir sehr gerne eine schenken.

Gerne würde ich auch deine Meinung zu dem hier Geschriebenen lesen.
Über die Kontaktseite besteht die Möglichkeit, mir zu schreiben.
Danke für dein Interesse, und falls ich von dir zu lesen bekomme -
auch Danke für deine Zeilen.

Reinhold Keinberger
www.come2life.at



 
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