| Krankensalbung |
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Die römisch-katholische Kirche [1510] Die apostolische Kirche kennt einen eigenen Ritus für die Kranken. Er wird vom hl. Jakobus bezeugt: "Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Presbyter der Kirche zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben" (Jak 5, 14-15). Die Überlieferung hat in diesem Ritus eines der sieben Sakramente der Kirche erkannt [1512] .... Im Lauf der Jahrhunderte wurde die Krankensalbung mehr und mehr nur noch Sterbenden gespendet, so daß sie dann als "Letzte Ölung" bezeichnet wurde. Ungeachtet dieser Entwicklung unterließ es die Kirche nie, zum Herrn zu beten, daß der Kranke wieder gesund werde, wenn das seinem Heil förderlich sei. [1523] ..... Deshalb wird es auch "das Sakrament der Sterbenden genannt". Die Krankensalbung macht uns endgültig dem Tod und der Auferstehung Christi gleichförmig, was die Taufe schon begonnen hatte. Sie vollendet die heiligen Salbungen, die das ganze christliche Leben prägen: Die Salbung der Taufe hat uns das neue Leben eingegossen; die der Firmung hat uns zum Kampf dieses Lebens gestärkt. Diese letzte Salbung versieht das Ende unseres irdischen Lebens ... [1521] Die Vereinigung mit dem Leiden Christi. Durch die Gnade dieses Sakramentes erhält der Kranke die Kraft und die Gabe, sich mit dem Leiden des Herrn noch inniger zu vereinen. Er wird gewissermaßen dazu geweiht, durch die Gleichgestaltung mit dem erlösenden Leiden des Heilands Frucht zu tragen. Das Leiden, Folge der Erbsünde, erhält einen neuen Sinn: es wird zur Teilnahme am Heilswerk Jesu. [1522] ... Dadurch, daß sie "sich aus freien Stücken mit dem Leiden und dem Tode Christi ... vereinigen", tragen die Kranken, die dieses Sakrament empfangen, "zum Wohle des Gottesvolkes" bei. Bei der Feier der Krankensalbung tritt die Kirche in der Gemeinschaft der Heiligen für den Kranken ein. Der Kranke hingegen trägt durch die Gnade des Sakramentes zur Heiligung der Kirche und zum Wohl aller Menschen bei, für die die Kirche leidet und sich durch Christus Gott dem Vater darbringt. (aus dem katholischen Katechismus)
War das Gebet und die Salbung durch die Ältesten für den Kranken entsprechend Jakobus 5,14-15 ursprünglich ein Gebet, welches den Erkrankten Genesung schenkte und ihn wieder aufrichtete, so wurde durch jene Veränderungen daraus ein Ritual, welches den Menschen nicht aufrichtet, sondern diesen für gewöhnlich vielmehr vom Leben in den Tod begleitet.
Die bereits angesprochene Mutation wird am deutlichsten in der Gegenüberstellung zentraler Lehraussagen zur Krankensalbung sichtbar.
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