| Markus |
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Für meine Eltern war es selbstverständlich, dass ich in die römisch-katholische Kirche hineingetauft wurde, obwohl sie keine praktizierenden Katholiken waren: Sie gingen nur sehr selten in die Kirche, in der Regel nur zu Ostern oder Weihnachten. Zuhause wurde eigentlich nie gebetet. Das eigentliche "Glaubensleben" beschränkte sich auf die Einhaltung des kirchlichen Fleischverbotes an Karfreitag. Trotzdem war es selbstverständlich, dass ich am katholischen Religionsunterricht teilnahm, die Erste Heilige Kommunion empfing und gefirmt wurde. Mein erster Religionslehrer, der auch den Kommunionsunterricht leitete, war ein erzkonservativer Priester, für den die römisch-katholische Kirche die allein seligmachende war: Ausserhalb dieser Kirche gab es für ihn kein Heil. Ich erinnere mich an eine Geschichte, die er vorlas, und in der es um ein kleines Mädchen ging, das im Säuglingsalter gestorben und in den Himmel gekommen war, weil es ja noch nicht hatte sündigen können und vor allem - das war das Ausschlaggebende! - römisch-katholisch getauft worden war. Ohne diese Taufe wäre sie verloren gegangen. Schon als kleiner Junge konnte ich mir das nur sehr schwer vorstellen. Irgendwie hatte ich daran Zweifel, ohne das wirklich begründen zu können. Ebenso mochte ich das Gottesbild, das uns Kindern durch diesen Pastor vermittelt wurde, nicht: Er stellte Gott als eine rachsüchtige Person da, die nur darauf wartete, die Menschen bestrafen zu können. Ich habe schon immer gerne gelesen; deshalb las ich auch schon früh in der Bibel, wenn auch unsystematisiert, unregelmässig und auszugsweise, doch was ich las, gab mir zu denken. Gott war und ist ein Gott der Liebe, der Seinen eingeborenen Sohn in die Welt sandte, nicht, damit sie durch Ihn gerichtet, sondern gerettet würde. Das war natürlich etwas völlig Anderes als ich gelehrt wurde. Und Jesus selbst versicherte, dass jeder, der an Ihn glaubt, das ewige Leben hat (!), sich also nicht vor Hölle und Höllenstrafen fürchten müsse. Dennoch hatte ich bis dato noch nicht richtig verstanden, was Evangelium bedeutet: Froh- und nicht Drohbotschaft. Sicher: Ohne Jesus würde ich verloren gehen, mit Ihm aber gerettet werden. Niemand aber sagte mir, wie man Jesus als seinen ganz persönlichen Erlöser annimmt. Auch wenn ich selbst innerhalb der katholischen Kirche zu den Karteileichen gehörte, hatte die Lehre der römischen Kirche bei mir Spuren hinterlassen: Es war für mich selbstverständlich, Maria als Fürbitterin anzusehen. Ich bemerkte nicht, dass ich damit gegen das Gebot verstieß, das uns die Hinwendung zu Totengeistern verbietet. Meine Suche nach Lebenssinn dauerte annähernd dreissig Jahre. Ich befasste mich mit einigen Religionen, in denen ich auch keine Antwort fand. Wenn alles nur Karma oder Kismet war, dann war ich auch nicht verantwortlich für das, was geschah. Vor allem: Mit jedem Leben sammelt man neue Schuld auf sich. Es konnte hier kein Entrinnen in ein Nirwana geben. Man bleibt immer im Kreislauf von Sünde und Schuld. Ich besuchte deshalb die verschiedenen christlichen Denominationen, wenn auch noch selten und immer noch nach dem Zufallsprinzip. Allmählich begann ich zu begreifen, dass Jesus mich liebt und retten will. Ein Chick Comic mit dem Titel "Warum weint Maria?" fiel mir anscheinend zufällig in die Hände. Heute weiss ich, dass es zu den glücklichen Fügungen Gottes gehörte. Ich las mir dieses Comic einige Male durch und wusste seitdem, dass Maria mir nicht helfen kann, dass die katholische Maria nicht die aus der Bibel ist. Ein Arbeitskollege bekannte, dass er gerettet war. Ich sehnte mich zwar schon nach dieser Sicherheit, war aber noch nicht wirklich bereit zu diesem Schritt. Damals war ich deutscher Zivilangestellter bei der US-Army. Der erste Golfkrieg kam, weil Saddam Husseins Armee Kuwait okkupiert hatte. Ich fühlte mich als kleines, unbedeutendes Rädchen innerhalb einer gigantischen Militärmaschinerie. Ich funktionierte und fühlte mich mitschuldig am Tod von Unschuldigen, die ein Krieg immer fordert. Meine Gewissenskonflikte konnte ich einige Monate überspielen. Dann, am 03. September 1991, stand ich vor einer Volksmission. Eine Frau sprach mich an und bahnte den Weg zu einem Gespräch mit dem Pfarrer. Dort erzählte ich, warum ich mich schuldig fühlte. Der Pfarrer war einfühlsam. Dann übergab ich Jesus mein Leben. Vieles hat sich seitdem verändert, mein Leben unterzog sich einer Revolution. Mein Wertesystem ist ein Anderes: Früher dachte ich, man müsste obszöne Witze erzählen und Alkohol in sich hineinschütten, um ein richtiger Mann zu sein; heute meide ich zweideutige Anspielungen und trinke Wein nur noch zum Abendmahl. Sogar mein übermässiges Rauchen konnte ich aufgeben. Sanftmut, Güte und Liebe prägen seither mehr und mehr mein Leben, nicht mehr Härte und Egoismus. Weil ich Vergebung erfahren habe, konnte ich lernen, selbst zu vergeben. Vergebung, die man selbst erfährt oder selbst gibt, ist stets auch Befreiung, Befreiung von eigener Schuld, aber auch Befreiung von Rachegedanken, von Wut, Frust und Hass. Lösungsdenken anstatt Selbstmitleid bereitet den Weg für Neues, für das man auch den nötigen Mut findet. Früher einmal war ich ein sehr angstbesetzter Mensch: Ich litt unter Versagungsängsten genauso wie unter der Angst vor Liebesentzug. Zu Gott aber kann ich kommen mit all meiner Schuld, meinem Versagen. Er ist treu und gerecht und vergibt, und Er liebt mich auch dann noch, wenn ich mich einmal selbst nicht ausstehen kann. Das schenkt Sicherheit. Vor allem schaue ich mutiger in die Zukunft: Ich weiss, dass ich gerettet bin. Nichts kann mich vor der Liebe Gottes scheiden. Eines Tages werde ich bei Ihm sein, bei Ihm leben, mit Ihm herrschen. Das alles hilft, die konkreten Probleme, die ich hier auf der Erde habe, anzugehen. Menschenfurcht und Panikattacken habe ich nicht mehr. Vielen, die mich kennen, fällt auf, dass ich einen grossen Frieden und eine damit verbundene Gelassenheit in mir habe. Nein, ich bin nicht mehr katholisch, ich wende mich nicht mehr an Heilige, sondern an Jesus allein. Er ist mein Herr, mein Retter und Erlöser. Im Glaubensgehorsam habe ich mich taufen lassen, denn laut Seinem Wort - der Bibel - kommt erst die Bekehrung und der Glaube und dann die Taufe. Trotz mancher Widernisse merke ich, wie viel Segen in der Treue zu Seinem Wort steht: Ehrlichkeit macht zuverlässig und berechenbar, Sanftmut und Güte machen offen für Andere, die sich dann wiederum für einen selbst interessieren. Statt Vorwürfe und Rachsucht suche ich mit "Feinden" Lösungen. In der Regel gelingt das. Im Wort Gottes finde ich sehr viel Trost und sehr viel Weisheit. Heute lese ich es regelmässig und mit System. Auf meine Morgenandachten kann und will ich nicht mehr verzichten. Ich bemerke, wie sich Gottes Wort mehr und mehr öffnet, wie es sich oft selbst erklärt und in mein Leben hineinspricht. Möchtest Du auch zu Jesus gehören? Dieses Gebet kann Dir helfen, wenn es auch Deine Worte sind: "Herr Jesus: Ich bin ein Sünder und brauche Vergebung. Deshalb bitte ich Dich, dass Du in mein Herz kommst und mich durch Dein Blut, das Du für mich auf Golgatha vergossen hast, reinwäschst. Verändere mich so, wie Du mich haben willst. Ich nehme Dich als meinen ganz persönlichen Retter, Heiland und Erlöser an. In Jesu Namen, Amen Markus "Maria" kann nicht helfen von Markus Kenn ... Alles war irgendwie schief gelaufen; trotz zweier Berufsausbildungen war ich nun Wachmann, was mir als Bruch in meinem Lebenslauf auch heute noch ausgelegt wird, doch was hätte ich tun sollen? Warten auf bessere Zeiten? Und bewies ich nicht, dass ich flexibel bin und arbeiten möchte? Beruflich hatte ich also nicht wirklich Fuß gefasst. Zudem wurde ich aufgrund meiner Gewissenhaftigkeit von den Kollegen gemobbt. Weil ich viele Stunden ableisten musste und meine Freizeit nicht planbar war - man musste ständig für jene einspringen, die sich krank meldeten -, vereinsamte ich. In meinem Leben gab es nur: Schichten ableisten, schlafen und Hausarbeiten erledigen. Die Nachtschichten, das Mobbing, die vielen Stunden, die wenige Freizeit, die nicht planbar war, zerrten an den Nerven. Bewerbungen, die ich trotzdem schrieb, hatten keinen Erfolg: Es kamen - falls man überhaupt eine Antwort erhielt - nur Absagen; meistens wurden die teuren Unterlagen vernichtet, weil man einer Rücksendung derselben nicht für werterachtet. Ich wurde letztendlich depressiv. Weil ich in der katholischen Kirche aufgewachsen war, hatte man mich gelehrt, dass Maria eine Fürbitterin und Mittlerin sei, und als "Mutter der Christenheit" - so die katholische Kirchenlehre - war sie ja auch irgendwie meine Mutter, zu der ich kommen könne. In Lourdes, so hatte ich gelernt, war es doch zu vielen Wunderheilungen gekommen. Vielleicht würde sie mir helfen. Ich hatte Urlaub eingereicht und eine Wallfahrt nach Lourdes gebucht: Verzweifelt und dennoch leise hoffend flog ich mit anderen Pilgern nach Lourdes. Die Betreuung an sich war gut, das Hotel war schön, im Reisepreis war Vollpension mit Tischgetränken (Wasser und Weine) enthalten. Oft ging ich zur Grotte und flehte: "Maria, wenn es wahr ist, dass Du hier erschienen bist, dann hilf mir. Wenn es hier zu Heilungen kommt, dann hol mich raus aus meinen Depressionen!" Ich betete, doch es kam zu keiner Erhörung, im Gegenteil, ich versank tiefer in Depressionen. Mir fiel ein Comic ein, dass ich Jahre vorher in einer katholischen Kirche in Stuttgart gefunden hatte: "Warum weint Maria?" Dieses Traktat hatte bei mir Denkprozesse ausgelöst, doch ich hatte mich nicht wirklich vom Marienkult gelöst, obwohl ich niemals ein wirklich praktizierender Katholik gewesen war. Irgendwie mussten die Geistlichen doch recht haben, schließlich haben sie studiert, sie müssen es doch wissen, setzen sie sich doch intensiv mit dieser Thematik auseinander. Berichte von Heilungen in Lourdes gab es viele; einige wurden als Wunder anerkannt, und das Verfahren war doch sehr streng. Warum kam bei mir keine Heilung? Warum blieb ich gefangen in meiner seelischen Not? Ich reiste ein Jahr später nach Fatima: Auch hier soll die "Mutter Gottes" drei Hirtenkindern erschienen sein. Die Bernadette aus Lourdes war ein Mädchen aus einfachen Verhältnissen, das religiös und auch sonst nicht sehr gebildet war und aus einfachsten Verhältnissen stammte. Die Hirtenkinder aus Fatima waren doch ebenfalls nicht in "bessere Verhältnisse" hineingeboren. Und war Jesus selbst nicht Hirten erst kund getan worden? Musste Fatima nicht wahr sein, wo doch Maria den Seherkindern die Hölle gezeigt hatte? Aber auch hier fand ich keine Antwort: Maria hörte meine Fragen nicht, es kam zu keiner Antwort. Ich fühlte mich leer und immer noch schlecht. Irgendetwas stimmte nicht, das spürte ich. Sollte das, was im Traktat stand, stimmen? War die Maria, die mir die katholische Kirche vermittelte, wirklich die Maria der Bibel? Oder kamen ihre Botschaften doch aus dem Reich der Finsternis? Ich realisierte immer mehr, was in der Bibel steht: "Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht!" 2. Mose 20,3-4, vgl. 5. Mose 5,7-9. Was fand und findet in Lourdes, in Fatima und allen anderen Marienwallfahrtsorten statt? Gibt es nicht überall Marienstatuen, also Marienbildnisse, vor denen man niederfällt und sie anbetet? Was sind Lieder wie "Meerstern, ich dich grüße ..." oder "Maria, breit den Mantel aus, mach Schirm und Schild für uns daraus ..." anderes als Anbetung und Vergötterung? Mir wurde bewusst, dass ich Abgötterei, also Götzendienst betrieben und damit schwere Schuld auf mich geladen habe. Ich wünschte, ich könnte jene Tage ungeschehen machen!!!! Nein, Maria kann nicht helfen; sie ist weder Mittlerin noch Fürsprecherin. Wir dürfen uns schließlich nicht an Totengeister wenden, auch wenn uns dies die katholische Amtskirche weismachen möchte. ... oder Beschwörer oder Wahrsager oder Zeichendeuter oder der die Toten frage 5 Mose 18,11 Auch fegte Josia aus alle Wahrsager, Zeichendeuter, Bilder und Götzen und alle Gräuel, die im Lande Juda und zu Jerusalem gesehen wurden, auf dass er aufrichtete die Worte des Gesetzes, die geschrieben standen im Buch, das Hilkia, der Priester, fand im Hause des HERRN. 2. Könige 23,24 Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, auf dass der Vater geehrt werde in dem Sohne. Johannes 14,13 Ihr habt mich nicht erwählt; sondern ich habe euch erwählt und gesetzt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibe, auf dass, so ihr den Vater bittet in meinem Namen, er's euch gebe. Johannes 15,16 Und an dem Tage werdet ihr mich nichts fragen. Wahrlich, wahrlich ich sage euch: So ihr den Vater etwas bitten werdet in meinem Namen, so wird er's euch geben. Johannes 16,23 An dem Tage werdet ihr bitten in meinem Namen. Und ich sage euch nicht, dass ich den Vater für euch bitten will; denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, weil ihr mich liebt und glaubt, dass ich von Gott ausgegangen bin. Johannes 16,26-27 Wir dürfen uns also nicht an die Totengeister wenden, doch wir dürfen in Jesu Namen voller Vertrauen bitten. Schließlich gebührt Jesus die Mittlerschaft, nicht Maria; auch dies lehrt die Bibel, das unfehlbare Wort Gottes! Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, 1. Timotheus 2,5 Maria also kann nicht vermitteln. Das alles begann ich zu verstehen, zu realisieren. Ich bat Jesus um Heilung und Er schenkte sie mir. Niemals mehr werde ich mich an Totengeister wenden, niemals mehr Bildnisse anbeten. Jesus ist mein Retter, und Ihm gehört mein Leben. Er ist mein Meister, mein Herr, mein König und mein Retter: Ihm allein bin ich gehorsam! |
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Für meine Eltern war es selbstverständlich, dass ich in die römisch-katholische Kirche hineingetauft wurde, obwohl sie keine praktizierenden Katholiken waren: Sie gingen nur sehr selten in die Kirche, in der Regel nur zu Ostern oder Weihnachten. Zuhause wurde eigentlich nie gebetet. Das eigentliche "Glaubensleben" beschränkte sich auf die Einhaltung des kirchlichen Fleischverbotes an Karfreitag. 