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Bußsakrament
Seite 2


Das Bußsakrament näher betrachtet ...

Da die Bibel die Grundlage und die Richtschnur ist, an welcher sich unser Glaube ausrichtet und misst - muss jede Lehre auch einer Prüfung durch diese Richtschnur standhalten. Hält die Lehre der biblischen Prüfung nicht stand, oder enthält sie sogar deutliche Widersprüche, so ist es ganz gewiss ratsamer - die entsprechende Lehre als falsch bzw. als Irrlehre beiseite zu legen! Um die Lehre vom Bußsakrament nun biblisch beurteilen zu können, müssen wir die wesentlichen Aussagen dieser Lehre herausarbeiten, um diese dann entsprechenden Aussagen der Bibel gegenüberzustellen....


Für wen ist das Bußsakrament gedacht ?

Zunächst müssen wir sehen, wer nach katholischer Lehre überhaupt möglicher Empfänger des "Bußsakraments" ist. Die katholische Kirche selbst nennt hier als Zielgruppe für die Beichte jene Katholiken, welche nach katholischer Lehre durch das Taufsakrament zunächst wiedergeboren wurden und sich somit entsprechend ihrer Lehre zunächst klar und deutlich im "Stand der Gnade" befanden. In der Lehre zum "Sakrament der Firmung" lehrt die katholische Kirche weiters, dass jener "taufwiedergeborene Katholik" einige Jahre später in der Firmung auch den Heiligen Geist empfangen hatte - und entsprechend katholischer Lehre somit nun die "ganze Gnade" durch die Sakramente der katholischen Kirche erhielt.
Durch das Taufsakrament also wiedergeboren und durch das Firmungssakrament mit dem Heiligen Geist ausgestattet, lebte der Katholik daher entsprechend katholischer Lehre voll im Stand der Gnade Gottes. Nach dieser Lehre hat der Katholik Gottes Gnade sowohl in vollkommener Weise geschmeckt, als auch diese durch den Heiligen Geist in vollkommener Weise erkannt.

Diese Ausgangslage würde noch keinen Bedarf für das Bußsakrament darstellen. Die katholische Kirche lehrt nun aber - dass der Mensch durch Todsünde diesen "ursprünglichen Gnadenstand" verliert und auf diese Weise aus jenem Rahmen fällt, in welchem ihm die katholische Kirche nach ihrer eigenen Lehre zum Heil zu führen vermag. Hat der Katholik aber nun den "Gnadenstand" verloren, so ist er abgefallen von Gott und hat nach katholischer Lehre in diesen Stand keine Hoffnung auf das Heil, weil ihn seine Todsünde von der Liebe Gottes getrennt hat.


Was konkret ist Todsünde ?

Da "Todsünde" daher auch für Katholiken sehr gravierende Folgen hat, sollten wir hier einen genaueren Blick auf die katholischer Lehre zur Todsünde werfen ...
[1855] Die Todsünde zerstört die Liebe ... In ihr wendet sich der Mensch von Gott, seinem letzten Ziel und seiner Seligkeit, ab und zieht ihm ein minderes Gut vor.
[1857] Damit eine Tat eine Todsünde ist, müssen gleichzeitig drei Bedingungen erfüllt sein: "Eine Todsünde ist jene Sünde, die eine schwerwiegende Materie zum Gegenstand hat und die dazu mit vollem Bewußtsein und bedachter Zustimmung begangen wird"
[1859] Eine Todsünde erfordert volle Erkenntnis und volle Zustimmung. Sie setzt das Wissen um die Sündhaftigkeit einer Handlung, ihren Gegensatz zum Gesetz Gottes, voraus. Die Todsünde schließt auch eine genügend überlegte Zustimmung ein, um persönliche Willensentscheidung zu sein.
[1861] Die Todsünde ist wie auch die Liebe eine radikale Möglichkeit, die der Mensch in Freiheit wählen kann. Sie zieht den Verlust der göttlichen Tugend der Liebe und der heiligmachenden Gnade, das heißt des Standes der Gnade, nach sich. ...verursacht sie den Ausschluß aus dem Reiche Christi und den ewigen Tod in der Hölle

Diese Beschreibung erklärt klar und eindrücklich, dass Todsünde eine wohlüberlegte, vorsätzliche, bewusste und mutwillige Abkehr von Gott ist, in welcher der Mensch in voller Erkenntnis - in voller Zustimmung und vollem Wissen die Gnade bewusst verwirft, um ein minderes Gut dieser Gnade vorzuziehen. Die Worte Jesu über seine Schächer - "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!" (Lukas 23,34) - können hier also nicht herangezogen werden, weil hier voller Vorsatz entgegen besserem Wissen die Handlungsgrundlage ist. Es ist das bewusste (!) Verwerfen der Gnade durch bewusstes und vorsätzliches Sündigen in voller Erkenntnis der Gnade und in vollem Bewusstsein der Folgen - die bewusste Abkehr von Gott in der freien und radikalen Entscheidung, sich selbst von Gott zu trennen.


Die konkrete Zielgruppe für das Bußsakrament ...

Durch persönlich begangene "Todsünde" haben angeblich jene Katholiken die "einstige Gnade" Gottes verworfen, für welche die katholische Kirche nun in weiterer Folge das Angebot des Bußsakraments bereit stellt, um so ihre - durch Todsünde von Gott abgefallenen Mitglieder erneut zu rechtfertigen, und auf diese Weise diesen "gefallenen Katholiken" wieder Versöhnung mit Gott anzubieten.

Dazu lehrt die katholische Kirche in ihren eigenen Worten:
Christus hat das Bußsakrament für alle sündigen Glieder seiner Kirche eingesetzt, vor allem für jene, die nach der Taufe in schwere Sünde gefallen sind und so die Taufgnade verloren und die kirchliche Gemeinschaft verletzt haben. Ihnen bietet das Sakrament der Buße eine neue Möglichkeit, sich zu bekehren und die Gnade der Rechtfertigung wiederzuerlangen.
... soweit die Lehre der katholischen Kirche zur "Erneuerung der Gnade" durch ihrer Sakrament der Buße.


Was sagt die Bibel zu dieser "geistlichen Wiederbelebung" ??

Was sagt nun aber die Bibel zu diesem "Sonderangebot" der katholischen Kirche gegenüber jenen - angeblich von Gott abgefallenen Mitgliedern ??
Was sagt uns Gottes Wort allgemein über Menschen, welche die Gnade Gottes tatsächlich erfahren haben - und diese im vollem Bewusstsein und voller Zustimmung aller Konsequenzen durch bewusstes sündigen mit Füßen treten ??

Der Hebräerbrief gibt uns hierzu sehr deutliche und mahnende Aussage:
Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt für die Sünden kein Opfer mehr übrig, sondern nur ein schreckliches Erwarten des Gerichts und ein Zorneseifer des Feuers, der die Widerspenstigen verzehren wird. Wenn jemand das Gesetz Moses verwirft, muss er ohne Erbarmen sterben auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin; wieviel schlimmerer Strafe, meint ihr, wird derjenige schuldig erachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und das Blut des Bundes, durch das er geheiligt wurde, für gemein geachtet und den Geist der Gnade geschmäht hat?
Hebräer 10,26-30

Nach meinem persönlichen Dafürhalten liegt hier ein klarer Widerspruch zwischen katholischer Lehre und dem Wort Gottes vor. Dieser Widerspruch entzieht der katholischen Lehre zum Bußsakrament jede Grundlage, weil die katholische Kirche hier einen Weg der erneuten bzw. wiederholten Buße und Wiederversöhnung nach bewusstem verwerfen der Gnade lehrt, welchen die Bibel klar verneint und sogar als UNMÖGLICH bezeugt.


Todsünde auch ohne entsprechenden Vorsatz ??

So wie ich es persönlich in meiner Zeit als Katholik erlebt habe, setzt nun die katholische Kirche die Grenze zur Todsünde in der praktischen Lehre auch sehr weit herab, und definiert diese nicht so sehr durch die Gesinnung bzw. die Motivation hinter der Todsünde, sondern eher durch den Tatbestand selbst oder durch eine Beurteilung der Schwere einzelner Sünden.
So wird in der Praxis grundsätzlich der Verstoß gegen eines der 10 Gebote als Todsünde gelehrt und daher auch dazu angehalten, Sünden gegen eines der 10 Gebote auf jeden Fall zu beichten. Auch ist es gemäß katholischer Lehre eine Todsünde, am Sonntag der Messfeier ohne Grund fernzubleiben. Da hier in der Praxis aber kaum auf die Beweggründe der einzelnen Katholiken geachtet wird, sondern zur Beurteilung zumeist nur die Tat und deren Schwere selbst herangezogen wird, deckt sich hier die theoretische katholische Lehre zur Todsünde auch nicht wirklich mit der zumeist tatsächlich praktizierten Lehre.


Einfach zum Nachdenken ...

Da die katholische Kirche des Weiteren auch selbst oft bestimmt und festgelegt hat, was Todsünden nun konkret sind - kam es in der Geschichte zu manch skurilen Situationen. So war es bis zum 2. vatikanischen Konzil (1962-1965) entsprechend katholischer Lehre eine Todsünde, an einem Freitag Fleisch zu essen, eine protestantische Kirche zu besuchen oder eine "protestantische Bibel" zu besitzen bzw. gar in dieser zu lesen. Wer diesem Kirchengeboten zuwider handelte und dieses nicht beichtete, kam entsprechend katholischer Lehre durch diese "Vergehen" in die Hölle. (Zumindest wenn er diese "Sünden" vor dem 2. vatikanischen Konzil begangen hatte) Durch die ökumenischen Zielsetzungen des 2. vatikanischen Konziles waren diese "Todsünden" aber wohl nicht mehr länger zu halten, und so dürfen erfreulicherweise heute auch Katholiken "protestantische Bibeln" lesen und protestantische Kirchen besuchen und am Freitag sogar ein Wurstsemmerl essen, ohne deswegen in die Hölle zu kommen.


Das Wechselspiel aus Gnade und Abfall ...

Durch diese - auch vom Katechismus eigentlich etwas entfremdete Lehre zur Todsünde (welche Beweggründe und Motive wenig beachtet und eher die einzelne Sündentat beurteilt) ergibt sich der scheinbare Umstand, das der "normale Katholik" Zeit seines Leben oftmals aus dem "Gnadenstand" hinausfällt und entsprechend dieser Lehre durch die "Tür des Bußsakraments" wiederholt in diese Gnade wieder hineintreten muss. Die katholische Kirche rät daher ihren Mitgliedern auch, möglichst oft zur Beichte zu gehen und sieht eine monatliche Teilnahme als empfehlenswert - fordert aber ihre Mitglieder eindringlich auf, zumindest einmal jährlich zur Osterzeit hiervon Gebrauch zu machen.


Beichte - eine tolle Erfindung ??

Das dieser aufgezeigte Weg der ständig "wiederholten Rechtfertigung" auch in der katholischen Kirche nicht immer üblich war, wissen heute nur wenige - und da diese Lehre wie oben angesprochen weder biblisch haltbar - noch biblisch ableitbar ist, war diese Praxis in der frühen Kirchengeschichte auch zunächst noch völlig unbekannt. Wie bereits beim Taufsakrament aufgezeigt, behalfen sich religiöse Menschen der damaligen Zeit damit, sich die Taufe auf das Sterbebett aufzubewahren, weil sie aufgrund einer ebenso falsche Tauflehre bereits damals in der Taufe die einzige Möglichkeit der einmaligen Sündenvergebung - und somit auch der einmaligen Rechtfertigung sahen. Ein Abfall von dieser "einmaligen Taufgnade" hatte nach damaligem Verständnis die ewige Hölle zur Folge. Darum ging die damals noch junge katholische Kirche her, und legte ihren Mitgliedern schwer Bußübungen und Bußwerke auf, welche der Sünder oft durch Monate oder Jahre hindurch zu ertragen hatte, um - gemäß damaliger katholischer Lehre - auf diese Weise "erneute Rechtfertigung" zu erlangen.

Wie die katholische Kirche aus dieser einstigen Bußpraxis zur heutigen Beichtpraxis fand, beschreibt in kurzen Worten auch der Katechismus der römisch katholischen Kirche:
[1447] Im Lauf der Jahrhunderte hat die konkrete Form, in der die Kirche diese vom Herrn erhaltene Vollmacht ausübt, starke Veränderungen durchlaufen. Während der ersten Jahrhunderte war die Versöhnung der Christen, die nach ihrer Taufe ganz besonders schwere Sünden begangen hatten (etwa Götzendienst, Mord und Ehebruch), an eine sehr strenge Disziplin gebunden: Die Pönitenten mußten für ihre Sünden oft jahrelang öffentlich Buße tun, bevor sie Vergebung erhielten. Zu diesem "Stand der Büßer" (der nur zur Buße für gewisse schwere Sünden da war) wurde man nur selten, in gewissen Regionen sogar nur einmal im Leben zugelassen. Von der monastischen Tradition des Ostens angeregt, brachten während des 7. Jahrhunderts irische Missionare die Praxis der "Privatbuße" nach Kontinentaleuropa. Diese verlangt keine langen öffentlichen Bußleistungen, bevor man die Versöhnung mit der Kirche erlangt. Das Sakrament vollzieht sich nun auf geheimere Weise zwischen dem Pönitenten und dem Priester. Diese neue Praxis sah die Möglichkeit der Wiederholung vor und führte so zu einem regelmäßigen Empfang des Bußsakramentes. Sie ermöglichte, die Vergebung schwerer und läßlicher Sünden in einer einzigen Feier vorzunehmen. Das ist in großen Linien die Form der Buße, die Kirche bis heute anwendet


Einfach nur zu früh gelebt ??

Was also den frühen Katholiken der ersten Jahrhunderte unter der lehrmäßigen Führung ihrer Päpste zunächst über lange Zeit hinweg völlig versagt war und später durch große Anstrengungen und Mühen nur einmalig im Leben "erworben" werden konnte, ist heute in der katholischen Kirche für ein 5-minütiges Beichtgespräch und einige "Ave Maria" zu haben. Wie diese Ungleichheit in ein- und dem selben Gnadenzeitalter zu begründen ist, wäre eine weitere Frage wert, die man sich hier wohl zurecht stellen sollte.


Die persönliche Konsequenz ...

Nun möchte ich das bisher zu diesem Thema gesagte zusammenfassen und als nächstes all diese Dinge auch einwenig auf mich selbst anwenden....
Hat die katholische Kirche in ihrer Lehre recht, so bin ich entsprechend ihrer Lehre definitiv aus dem "Taufgnadenstand" gefallen und habe mangels Zugang zur Wiederrechtfertigung mittels des Beichtsakraments auch keinerlei Möglichkeit, ohne Wiedereintritt in die katholische Kirche jemals etwas daran zu verändern. Da ich das aber nicht vorhabe, gehe ich nach katholischer Lehre der ewigen Verdammnis entgegen.


Tragischerweise meist tötliche Landung trotz Fallschirm am Rücken ...

Weil ich aber in der Bibel durch Gottes Gnade die Wahrheit erkennen durfte, bereitet mir die katholische Lehre keinerlei Sorgen. Ich weiß, dass ich durch meine Sünden jene Endstation definitiv verdient hätte, welcher jeder Mensch ohne Erlösung durch Jesus Christus entgegengeht.
Weil ich aber meine verlorene Situation aufgrund meiner Sünden durch Gottes Gnade erkannte, tat ich das einzig Richtige - nämlich JESUS als meinen Retter anzunehmen. Ich habe sein vergossenes Blut als Sühnung für meine Sünden und seinen stellvertretenden Tod am Kreuz als Loskaufpreis vom Sklavenmarkt der Sünde dankbar im Glauben angenommen und habe damit - um einen Vergleich zu gebrauchen - gewissermaßen die "Reißleine jenes Fallschirms" gezogen, welchen Gott seit nun bald 2000 Jahren jedem Menschen als Rettung mit auf dem "Flug durchs Leben" gibt.
Ich weiß daher heute, dass ich nun in absolut sicheren und zuverlässigen "Seilen" hänge und weiß, dass ich auch einst sicher bei Gott landen werde. Ich weiß aber auch, was es meinem Herrn gekostet hat, mir diesen "Fallschirm" mit auf dem Weg zu geben. ER hat den Preis für diesen auf Golgatha bezahlt. Das macht ihn auch besonders kostbar und wertvoll und dafür bin ich meinem Herrn jeden Augenblick dankbar.

Diesen Vergleich sinngemäß fortsetzend, bin ich persönlich der Überzeugung, dass Gott auch den bereits erretteten Menschen nicht seine Freiheit nimmt, und es daher auch für den erlösten Christen "nach gezogener Reißleine" noch die Möglichkeit gibt, die Seile "mutwillig mit einem Messer durchzuschneiden", um so vielleicht noch einmal ein wenig "freien Fall" in dieser Welt zu erfahren, bis zuletzt dann das bittere Ende kommt. Ich kann im Wort Gottes keine Ansätze erkennen, welche uns zu diesem Schritt ermuntern, sondern sehe hier nur eindringlicher Warnungen vor diesem Schritt und eine klare Andeutung, dass wir mit keinem "Reserveschirm" rechnen sollten!!! Wenn wir die Seile daher bewusst und in voller Absicht dessen Folgen kappen, so bleibt uns nur noch eine gewisse Zeit des freien Falls bis dieser Flug sein unsanftes Ende nimmt.

Wo nun aber noch gar kein "Fallschirm" geöffnet wurde, kann man auch keine "Seile" kappen! Wo keine tatsächliche Wiedergeburt stattgefunden hat - kann auch keine Todsünde gemäß katholischer Lehre begangen worden sein! Wo sich aber dieser "Fallschirm" noch ungeöffnet am Rücken befindet, liegt es einzig und allein an uns, diesen durch die Bekehrung in Buße und Glauben zu öffnen um damit in den "Gleitflug" der Erlösung und der Gnade Gottes über zu gehen und so letzten Endes auch sicher zu landen!

Ich weiß heute ganz gewiss, dass durch die Kindertaufe nie die "Reißleine gezogen wurde" und somit durch das "Taufsakrament" auch niemals der "rettende Fallschirm" geöffnet wurde, welcher am Ende sicher ankommen lässt. Dennoch wog ich mich durch diese Tauflehre auch selbst lange Zeit in falscher Sicherheit und verpasste dadurch fast den wichtigsten Schritt in meinem Leben!
Heute weiß ich durch die persönliche Annahme des Kreuzesopfers Jesu Christi den "geöffneten Schirm" über mir und es wäre das absolut Letzte, welches mir in den Sinn käme, in der Absicht der Loslösung von Gott bewusst zu sündigen um mich auf diese weise mutwillig von IHM zu trennen.
Nur Lebensmüde und Verrückte tun so etwas!


Wohin mit unseren Sünden ??

Trotz dieser geschenkten Gnade Gottes bin ich mir dennoch der Tatsache sehr bewusst, ganz gewiss auch heute nicht frei von Sünde zu sein!
Obwohl ich Jesus nachfolgen will und ein Leben führen möchte, welches IHM gefällt, falle ich dennoch auch immer wieder und brauche daher Gottes Vergebung jeden Tag aufs Neue. Doch so sehr diese Sünden die Beziehung zum Herrn auch oft beeinträchtigen - weiß ich durch das Wort Gottes dennoch auch, dass mich diese nicht von seiner Gnade trennen können. Ich darf Sünden, nachdem ich diese erkannt habe, mitsamt ihrer Lasten ablegen, indem ich diese im Gebet vor Gott bringe und IHM direkt diese bekenne. Auf diese Weise darf ich mir auch ohne Bußsakrament der Vergebung völlig gewiss sein, weil ich Gewissheit durch sein Wort habe, welches für mich absolute Verbindlichkeit darstellt ...

Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. Wenn wir sagen, dass wir nicht gesündigt haben, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.
1. Johannes 1,8-10

Wer seine Schuld verheimlicht, dem wird es nicht gelingen, wer sie aber bekennt und lässt, der wird Barmherzigkeit erlangen.
Sprüche 28,13

Als ich es verschwieg, da verfielen meine Gebeine durch mein Gestöhn den ganzen Tag. Denn deine Hand lag schwer auf mir Tag und Nacht, so dass mein Saft vertrocknete, wie es im Sommer dürr wird. (Sela.) Da bekannte ich dir meine Sünde und verbarg meine Schuld nicht; ich sprach: »Ich will dem HERRN meine Übertretungen bekennen!« Da vergabst du mir meine Sündenschuld. (Sela.)
Psalm 32,3-5


Warum ich die Lehre zum Bußsakrament problematisch sehe ...

Das katholische Bußsakrament kann meiner Überzeugung nach sein Versprechen nicht einlösen, weil dieses keinerlei biblische Grundlage hat und darüber hinaus die Bibel der Lehre dieses "Sakraments" sogar direkt widerspricht! Das Bußsakrament ist meiner Überzeugung nach für die Sündenvergebung des gerechtfertigten Christen nicht nötig, da dieser mit seinen Sünden direkt zu JESUS kommen darf und soll.

Das Bußsakrament kann meiner Überzeugen nach weder Sünden vergeben noch eine erneute Rechtfertigung herbeiführen, wenn ein tatsächlich wiedergeborener Christ sich gemäß der tatsächlichen katholischen Beschreibung von Todsünden bewusst und vorsätzlich von Gott losgesagt hat und auf diese Weise Gottes Gnade bewusst verworfen hat.
Durch die relativ einfache Handhabe verdeckt dieses "Sakrament" darüber hinaus die Problematik und Tragik der Sünde, weil dadurch landläufig geglaubt wird, man könnte "Todsünden" durch ein paar "Ave Maria" aus der Welt schaffen.

Obwohl die Lehre zum Beichtsakrament meiner Überzeugung nach nun ihre versprochene "Wirkung" letztlich schuldig bleibt, wiegt sie den Menschen, welcher davon Gebrauch macht, dennoch in jener falschen Sicherheit, durch dieses Sakrament tatsächliche Lossprechung von seinen Sünden erhalten zu haben. Dadurch betäubt sie gewissermaßen das von Sündenschuld geplagte Gewissen, welches den Menschen zur echten Buße und Bekehrung führen könnte, und leistet hier daher dem Menschen keine guten Dienste.
Der "faule Zahn" wird damit nur betäubt - aber nicht gezogen!




Einige abschließende persönliche Worte an dich ...

Ich möchte dich nun abschließend einladen, die Bibel zur Hand zu nehmen und zu prüfen! Vertraue in Fragen der Ewigkeit nicht ungeprüft auf Menschen, sondern prüfe sowohl meine Aussagen als auch die Lehre der katholischen Kirche. Du kannst dich vor dem Richterstuhl Gottes nicht auf Menschen berufen, denn Gott hat dir sein Wort gegeben, an welchem du hättest prüfen und die Wahrheit herausfinden können. Bring dich nicht in die Situation, wo du einst vor Gott sagen musst: "Ich habe eben blind vertraut." oder "Ich hatte keine Zeit zu prüfen." oder gar "Es hat mich einfach nicht interessiert."

In Jeremia 29,13 gibt Gott uns ein großes und wunderbares Versprechen ...
Er sagt: Ja, ihr werdet mich suchen und finden,
wenn ihr von ganzem Herzen nach mir verlangen werdet.

Menschen brechen ihr Wort - Gott aber wird sein Wort nicht brechen.
Gott lässt sich von uns finden, wenn wir von ganzen Herzen nach ihm verlangen -
diese Wahrheit kann ich persönlich bezeugen. Wenn du Gott aber suchst, so suche ihn dort, wo er sich uns offenbart hat - in seinem Wort der Bibel.
Wenn du keine Bibel hast, so möchte ich dir sehr gerne eine schenken.

Gerne würde ich auch deine Meinung zu dem hier Geschriebenen lesen.
Über die Kontaktseite besteht die Möglichkeit, mir zu schreiben.
Danke für dein Interesse, und falls ich von dir zu lesen bekomme -
auch Danke für deine Zeilen.

Reinhold Keinberger
www.come2life.at



 
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