| Priestertum |
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Die römisch-katholische Kirche lehrt über das Weihesakrament:
[1552] Das Amtspriestertum hat nicht nur zur Aufgabe, Christus, das Haupt der Kirche, vor der Versammlung der Gläubigen zu repräsentieren; es handelt auch im Namen der ganzen Kirche, wenn es das Gebet der Kirche an Gott richtet , vor allem, wenn es das eucharistische Opfer darbringt [1548] Christus selbst ist im kirchlichen Dienst des geweihten Priesters in seiner Kirche zugegen als Haupt seines Leibes, Hirt seiner Herde, Hoherpriester des Erlösungsopfers und Lehrer der Wahrheit. Die Kirche bringt dies zum Ausdruck, indem sie sagt, daß der Priester kraft des Weihesakramentes "in der Person Christi des Hauptes" handelt "Es ist der gleiche Priester, Christus Jesus, dessen heilige Person sein berufener Diener vertritt. Durch die Priesterweihe dem Hohenpriester angeglichen, besitzt er die Vollmacht, in der Kraft und an Stelle der Person Christi selbst zu handeln" [1551] .... Das Sakrament der Weihe vermittelt "eine heilige Gewalt", die keine andere ist als diejenige Christi. [1566] "Ihr heiliges Amt aber üben sie am meisten in der eucharistischen Feier oder Zusammenkunft aus, bei der sie in der Person Christi handeln und sein Mysterium verkünden, die Gebete der Gläubigen mit dem Opfer ihres Hauptes verbinden und das einzige Opfer des Neuen Bundes, Christi nämlich, der sich ein für allemal dem Vater als unbefleckte Opfergabe darbrachte, im Opfer der Messe bis zur Ankunft des Herrn vergegenwärtigen und zuwenden" Aus diesem einzigen Opfer schöpft ihr ganzer priesterlicher Dienst seine Kraft. (aus dem katholischen Katechismus) Obwohl ich selbst nie einen persönlichen Bezug zum katholischen Priesteramt hatte, gab es in meiner Zeit als Katholik dennoch eine - wenn auch nur kurze Phase, wo ich fest dazu entschlossen war, katholischer Pfarrer zu werden. Da diese Lebensphase jedoch in meinen noch sehr jungen Jahren lag (ich war damals bestimmt noch unter 10 Jahre), dürfen meine damalig dahingehenden "Berufspläne" aber wohl durchaus eher als kindliche Naivität- und nicht so sehr als ernsthafte Überlegung gesehen werden. Obwohl seither viel Zeit vergangen ist, kann ich mich dennoch sehr deutlich an meine damaligen "Überlegung" erinnern. Diese waren ebenso unkompliziert - wie auch egoistisch und einfach: ich wollte unbedingt in den Himmel kommen! Schließlich hatte man mir schon früh so manches vom Himmel erzählt -und wenngleich ich diesen in damals jungen Jahren noch in weiter Ferne sah, schien dieser mir dennoch bereits als Kind als ein sehr schöner und erstrebenswerter Ort. Mit diesen wunderbaren himmlischen Ort vor Augen erfuhr ich nun, das Pfarrer angeblich "so gut wie sicher in eben diesen Himmel kommen", und da schien es mir doch sehr naheliegend - einfach diesen "Beruf" später auszuüben, um auf diese Weise diese angeblich "relativ verlässliche Fahrkarte zu Gott" zu ergreifen. Aus dieser kindlichen Fantasie wurde aber dann doch nichts, und so blieb mein "Dienst an der katholischen Kirche" auf lediglich ein paar Jahre Ministrantendienst beschränkt.
Heute gibt es weltweit über 400.000 katholische Priester, welche sich selbst entsprechend katholischer Lehre als Vermittler zwischen Gott und den Menschen sehen und verstehen....
Obwohl das priesterliche Bewusstsein um diese Schlüsselstelle zwischen Gott und Mensch mitunter eine erhabene Gesinnung erzeugen mag, gab es in der Vergangenheit dennoch auch eine ganze Reihe katholischer Priester, welche auch in diesem Amt noch mit offenen Herzen nach Gott suchten und sich schließlich auch noch im katholischen Priesterdienst von Gott finden ließen. Öffentliche Diskussionen über das katholische Priestertum umfassen zwar oft auch verschiedene Themen wie beispielsweise das Zölibat - um uns aber nicht all zu sehr in einzelnen Lehrdetails zu verlieren, möchte ich diese Randthemen für die weitere Betrachtung vorerst ausklammern. Statt dessen möchte ich den Blick eher auf das Evangelium lenken und das katholische Priesteramt aus dem Hintergrund des biblischen Glaubens hinterfragen.
Es stellt sich die Frage, ob bauliche Heiligtümer, Altäre, Opferungen und ein besonderes Weihepriestertum im biblischen Glauben der Gemeinde Jesu Christi überhaupt noch Platz finden ....
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