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Seite 2 von 2 Das katholische Priestertum näher betrachtet ...
Betrachtet man Selbstverständnis und Praxis des katholischen Priestertums etwas genauer, so findet man dieses irdisch/menschliche Priestertum im heutigen Gnadenzeitalter OHNE JEGLICHE BIBLISCHE LEGITIMATION gewissermaßen "zwischen zwei Stühlen liegend", wobei eine Seite der alttestamentliche Tempeldienst mit dem levitischen Priestertum - und die andere Seite das Hohepriestertum Jesu Christi im himmlischen Heiligtum nach Weise des Melchisedeks ist. Obwohl wir von beiden Priestertümern in der Bibel lesen, unterscheiden sie sich dennoch in ihrem Wesen und ihrer Art vollständig. So WAR das levitische Priestertum ein irdisches Priestertum in einem irdischen Heiligtum - jenes aber nach Weise des Melchisedeks IST ein himmlisches Priestertum in einem himmlischen Heiligtum. Das levitische Priestertum war zeitlich auf die Heilszeit des Gesetzes beschränkt - jenes nach Weise des Melchisedeks ist ein ewiges Priestertum. Das levitische Priestertum konnte durch die darin dargebrachten Opfer keine Sündenschuld hinwegnehmen, das nach Weise des Melchisedeks nimmt Sündenschuld vollständig hinweg. Das levitische Priestertum hatte Menschen aus dem Stamm Levi als Priester - jenes nach Weise des Melchisedeks hat Jesus selbst als den einen und einzigen HohePriester im himmlischen Heiligtum und ALLE GLÄUBIGEN als seine heilige Priesterschaft.
Die Bibel nennt uns nur diese beiden Priestertümer, welche - wie wir gesehen haben - sehr verschieden sind und zeitlich nicht nebeneinander, sondern nacheinander bestehen, denn als Jesus sein Blut in das himmlische Heiligtum trug, setzte er damit sein ewiges Hohepriestertum ein und setzte dabei gleichzeitig das levitische Priestertum außer Kraft, welches ja nur eine kraftlose Vorausschattung jenes tatsächlichen und ewigen Priestertums unseres Hohepriesters Jesus Christus im himmlischen Heiligtum war. Das levitische Priestertum war mit seinem - von Gott gestifteten Tempeldienst, auf das Zeitalter des Gesetzes abgestimmt und untrennbar mit diesem verbunden. In dieser Heilsepoche gab Gott seinem Volk das Gesetz und erklärte jeden für gerecht, welcher dieses vollkommen erfüllte. Da der Mensch aber damals wie heute nicht in der Lage war und ist, diesen hohen Anspruch zu erfüllen, gab Gott in seiner Gnade schon damals seinem Volk auch den Tempeldienst mit dem dazugehörigen Priestertum und das stellvertretende Tieropfer - um auf diese Weise eine "vorläufige Bedeckung" der Sünden des Volkes zu gewähren. Denn, obwohl jenes Blut und jene Tieropfer des alten Bundes keine tatsächliche Sühnung für Sünde bewirken konnte - sondern dieses nur eine Schattenbild der Ereignisse auf Golgatha darstellte, hielt Gott in dieser Zeit seinen Zorn über die Sünden seines Volkes zurück und hatte Geduld mit ihnen, indem er ihnen das gläubige Festhalten an seinen Bund mitsamt seinem Gesetzen und dem Tempeldienst als Gerechtigkeit vorauseilend zurechnete.
Wir lesen dazu im Hebräerbrief:
Jesus als das Lamm Gottes, sein Opfer am Kreuz von Golgatha und das darauf folgende Hohepriestertum Jesu im himmlischen Heiligtum war die Gestalt bzw. die Ursache jener Schattenbilder, welche bereits die Schlachtopfer und der Tempeldienst des levitischen Priestertums wiederspiegelten.
Seit jener Zeit, als Jesus auf Golgatha sein Leben für uns gab und sein Blut für unsere Sünden vergoss, wenden sich Gläubige aber keinen Schattenbildern mehr zu, sondern blicken im Glauben DIREKT auf das vollkommene Erlösungsopfer, durch welches alle Gläubigen reingewaschen- und von aller Sündenschuld befreit wurden. Es ist fatal, in der Zeit nach Golgatha wieder ein Schattenbild (Messopfer/Eucharistie) zu erzeugen und in gleicher Weise wie einst im alten Bund durch dieses auf das Opfer Christi auf Golgatha zu blicken, da wir im Gegensatz zur Zeit des Gesetztes heute direkten Zugang zum Kreuz und somit zur Gnade haben, und wir uns daher keinem unbiblischen Schattenbild zuwenden dürfen, sondern IM GLAUBEN ANNEHMEN müssen, was Jesus ganz real für uns getan hat. Das Zeitalter des Gesetzes hatte nun noch weitere - für das Verständnis des levitischen Priesterdienstes bedeutsame Besonderheiten. Eine von diesen lag auch darin, dass in jener heilsgeschichtlichen Epoche (neben den Arbeitern an der Stiftshütte) nur Königen, Priestern und Propheten von Gott der Heilige Geist gegeben war. Daher kam dem Priestertum in jener Zeit wohl auch eine besondere Aufgabe und Verantwortung hinsichtlich der Führung und Unterweisung des Volkes Gottes zu, denn ohne den Heiligen Geist ist der Mensch geistlich blind und braucht demnach entsprechende Führung und Leitung von "außen". Die Unterscheidung entsprechend katholischem Sprachgebrauch in "Klerus" bzw. "Geistliche" und "Laien" war daher damals für die Israleliten gewissermaßen die logische Folge jener heilsgeschichtlichen Besonderheit. In nachpfingstlich-christlichen Gemeinden ist eine solche Unterscheidung aber völlig haltlos und unbiblisch, weil seit Pfingsten ALLE WIRKLICH GLÄUBIGEN, welche durch Buße und Glauben zum Herrn Jesus kamen, in der Wiedergeburt den Heiligen Geist empfingen!
Dieses neue Zeitalter, in welchem Gott seinen Geist nicht nur Priester, Königen und Propheten- sondern allen Gläubigen schenkt, wurde neben der bekannten Stelle aus Joel 3 (welche sich eigentlich nur auf Israel bezieht) auch noch an anderen Stellen der Schrift angekündigt: Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich hingehe; denn wenn ich nicht hingehe, so kommt der Beistand nicht zu euch. Wenn ich aber hingegangen bin, will ich ihn zu euch senden. Johannes 16,7
Die erste Erfüllung jener Ankündigung finden wir im Pfingstereignis, wo die gesamte versammelte Gemeinde den Heiligen Geist empfing und Petrus den gewiss dadurch verwunderten Menschen in deren Umgebung bezeugte: Durch diese neue Grundlage des neuen Bundes, in welcher Gott seinen Geist nun JEDEM GLÄUBIGEN schenkt der Buße tut und glaubt, entsteht in Gegensatz zum alten Bund eine völlig neue Situation bzw. Grundlage für die Gläubigen in der Gemeinde Jesu, denn mit dem Heiligen Geist erhält jeder wirklich Gläubige jenes "geistliche Augenlicht", welches ihm seine Blindheit nimmt, und ihn durch den Heiligen Geist sehend macht für die Wahrheit und den Willen Gottes. Hinsichtlich geistlichem Wachstum, Lehre und Erkenntnis erübrigt sich damit aber auch jene - einst wichtige geistliche Leitungsfunktion des levitischen Priestertums, da mit dem Heiligen Geist alle Kinder Gottes auf "eigene Beine" - und somit auch weitgehend in eigene Verantwortung gestellt sind.
Dieses finden wir auch im Hebräerbrief wie folgt angedeutet:
Die katholische Kirche lehrt nun aber, dass der Katholik durch das Taufsakrament wiedergeboren wurde und durch das Sakrament der Firmung den Heiligen Geist bekommen hat. Angenommen, dem wäre so, so hält sie unlogischerweise dennoch an jener strikten Trennung zwischen "Geistlichen" und "Laien" fest, als würden zwischen den Priestern der katholischen Kirche und ihren Mitgliedern noch jene ungleichen Verhältnisse bestehen, wie einst im levitischen Priestertum, wo zwar Priester - nicht aber das "normale Volk" den Heiligen Geist hatten, und deshalb auch einer besonderen geistlichen Führung bedurfte. Wie wir aus der Bibel wissen, gab es auch hinsichtlich des Hinzutretens zu Gott im Zeitalter des Gesetzes völlig andere Bedingungen, als wir diese heute im neuen Bund vorfinden. So war es in jener Zeit dem einzelnen Israeliten nicht erlaubt, in das innerste des Tempels - in das Heiligtum zu gehen. Ein großer schwerer Vorhang trennte zudem das Heiligtum vom übrigen Tempelbereich und NUR DER HOHEPRIESTER durfte einmal jährlich zum Versöhnungstag durch diesen hinzutreten, um für sich und für das ganze Volk das Versöhnungsopfer darzubringen. Das Gesetz verlangte also für die Versöhnung des Volkes in dieser heilsgeschichtlichen Epoche zwingend diese besonderen Mittler der levitischen Priesterschaft.
Mit Golgatha schuf Gott aber auch hier eine völlig neue Grundlage.... Durch das Kreuzesopfer schuf Gott die gerechte Grundlage für seine Vergebung, indem er durch das vergossene kostbare Blut Christi die Sünden seines Volkes bedeckte - dadurch in gerechter Weise ihre Schuld beglich - und damit auch gerechte Gnade schenken konnte. Jesus ist für unsere Sünden am Kreuz gestorben und hat uns durch sein Blut reingewaschen von aller Sünde und Schuld. Er hat sich selbst als Opfer hingegeben und hat damit jenes einzige Opfer tatsächlich vollbracht, auf welche die vielen Opfer im Tempel des alten Bundes zwar in wiederholter und schattenbildlicher Weise hindeuteten - welche aber die Sünden des Volkes niemals wirklich hinwegnehmen konnten.
Nachdem Jesus vor bald 2000 Jahren tatsächlich das Opfer auf Golgatha vollbrachte, stehen wir heute alle vor dieser Botschaft des Kreuzes - dem Evangelium. Alle wiedergeborene Christen bezeugen was uns auch die Bibel bezeugt - und was alle Gläubigen darüber hinaus auch selbst in unserem Leben erfahren haben, nämlich - dass in dieser Gnadenzeit alle Menschen Vergebung vor Gott finden, welche ihre Sünden aufrichtig bereuen, jenes Opfer Jesu Christi auf Golgatha als Sühnung für die eigenen Sünden im Glauben annehmen, sich von ihrer offenen Rebellion gegen Gott abwenden und sich JESUS als ihren HERRN und ERLÖSER zuwenden. (vgl. Römer Kapitel 3)
Der Hebräerbrief sagt uns dazu:
Sind wir gerechtfertigt durch das Kreuzesopfer Jesu, so dürfen wir als Kinder Gottes in Geist und Gebet hinzutreten zu unserem Vater im Himmel. Im Gegensatz zum alten Bund, wo Gott im Heiligtum des Tempels gegenwärtig war und nur der Hohepriester hinzutreten durfte, haben Gläubige in Jesus ihren einzigen Hohepriester und brauchen daher keine weiteren Priester mehr, welche als weitere Mittler zwischen Jesus und den einzelnen Gläubigen stehen. Als Brüder und Schwestern im Herrn leben Gläubige aus einer lebendigen Beziehung zu ihm und können und sollen im Gebet direkt zu IHM kommen, ohne noch weitere menschliche Mittler in dieser persönlichen Beziehung dazwischenzuschalten. Der Tempel in Jerusalem, welcher 70 nach Christus von den Römern zerstört wurde, war ein wichtiger Bestandteil des alten Bundes, wo das levitische Priestertum diente und damit eine zentrale Aufgabe im Zeitalter des Gesetzes erfüllte. Der alte Bund war aber auch stets getragen von der Verheißung und dem Erwarten des Messias, welcher kommen werde um sein Volk aus der Macht der Sünde und des Todes endgültig zu befreien. Wie wir jedoch aus Johannes 1,11 wissen, kam Jesus in sein Eigentum und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Durch diese Ablehnung des Messias hat Gott in seiner Gnade das Zeitalter der Gemeinde eingefügt, in welchem er neben den Juden auch den Heiden bzw. den Nationen (also uns) das Heil und seine Gnade schenkt, die im Glauben Jesus als ihren Herrn und Erlöser annehmen.
Diese Gnadenzeit in welcher auch wir Heiden seither leben, schuf nun aber durch die wirkliche Hinwegnahme der Sünden aufgrund des Opfer Christi und durch die Ausgießung des Heiligen Geistes auf alle Gläubigen völlig veränderte Grundlagen - als zu jener Zeit des Gesetzes, in welchem Gott sein Volk auch durch viele materielle bzw. gegenständliche Dinge, sowie durch fest vorgegebene Gesetze, Zeremonien, Ritualhandlungen, Feste und ähnliches führte. In Johannes 4,23-24 lesen wir dazu: "Aber die Stunde kommt und ist schon da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden; denn der Vater sucht solche Anbeter. Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten." Und so treten Gläubige heute zu Gott hinzu im Geist und im Gebet - nicht mehr aber wie zur Zeit des alten Bundes durch materielle Gegenstände jeglicher Art, durch "sakrale Handlungen", Riten, Zeremonien oder sonstige kultische Gegenstände und Gebräuche. Abgesehen davon, dass Jesus ohnehin die Zerstörung des Tempels voraussagte, bin ich auch der Überzeugung, das Gott die Zerstörung des Tempels in Jerusalem gewiss zu Verhindern gewusst hätte - so es für jenes einstige irdische Heiligtum jenes Tempels in unserer Zeit noch Bedeutung und Zweck gegeben hätte. Nicht nur daraus sehen wir auch, dass wir in unserer Zeit keine "baulichen Heiligtümer" mehr brauchen, weil Gott ohnehin nicht mehr in von Händen gemachten Heiligtümern wohnt (vgl. Markus 14,58), sondern er in das himmlische Heiligtum einging, welches nicht von Händen gemacht ist und wo Jesus sich als Hohepriester nach Weise des Melchisedeks für uns einsetzt....
So ist es also notwendig, dass die Abbilder der im Himmel befindlichen Dinge hierdurch gereinigt werden, die himmlischen Dinge selbst aber durch bessere Opfer als diese. Denn nicht in ein mit Händen gemachtes Heiligtum, in eine Nachbildung des wahrhaftigen, ist der Christus eingegangen, sondern in den Himmel selbst, um jetzt für uns vor dem Angesicht Gottes zu erscheinen; auch nicht, um sich selbst oftmals [als Opfer] darzubringen, so wie der Hohepriester jedes Jahr ins Heiligtum hineingeht mit fremdem Blut, denn sonst hätte er ja oftmals leiden müssen von Grundlegung der Welt an. Nun aber ist er einmal offenbar geworden in der Vollendung der Weltzeiten zur Aufhebung der Sünde durch das Opfer seiner selbst.
Dennoch investiert die katholische Kirche viel Geld in prunkvolle "Gotteshäuser" in der Vermutung, Gott würde in deren Tabernakeln Wohnung nehmen und dort mit Leib und Seele und Gottheit gegenwärtig sein - doch der Höchste wohnt nicht in Tempeln, die von Händen gemacht sind, wie der Prophet spricht: »Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel für meine Füße. Was für ein Haus wollt ihr mir bauen, spricht der Herr, oder wo ist der Ort, an dem ich ruhen soll? Hat nicht meine Hand das alles gemacht?« Apg 7,48-50 Ein weiterer Unterschied zwischen alten und neun Bund ist, dass es im Gegensatz zum Tempeldienst des alten Bundes im neuen Bund auch kein Opfer mehr für Sünden gibt, weil das Opfer Jesu Christi auf Golgatha das einzige und vollgenügsame Opfer darstellt, an welchem wir IN JESUS durch Buße und Glaube Anteil haben.
Dazu lesen wir auch im Hebräerbrief: Die katholische Kirche misst diesen Zeilen offenbar keine besondere Aufmerksamkeit bei und lehrt dem entgegen, das Kreuzesopfer müsse im Messopfer ständig fortgesetzt - und auf diese Weise vergegenwärtigt werden, um so durch die Teilnahme an der Messe jene "Gnaden" zu erhalten, welche Jesus am Kreuz erwirkte. Dieses ist bestenfalls eine Anlehnung an das Priestertum des alten Bundes, findet aber in biblischen Glauben des neuen Bundes keinen Platz, denn die Bibel sagt uns, die Zeit des Opferns ist nach Golgatha vorbei.
Da es nun aufgrund der vollkommenen Vergebung durch das vollkommenen Opfer kein Opfer mehr gibt, gibt es auch keinen Bedarf mehr für Altäre, welche im Mittelpunkt von Kirchen in unbiblischer Weise nicht nur oft aus Stein geschlagen- oder nur über Stufen zu erreichen sind, sondern darüber hinaus auch noch Reliquien - häufig in Form von Leichenteilen "katholischer Heiliger" enthalten. Bietet heute ein katholischer Priester seine Dienste aufgrund seines Amtsverständnisses als Vermittler zwischen Gott und den Menschen an, so stelle ich persönlich dazu fest, dass er dazu vielleicht von Rom - nicht aber von der Bibel beauftragt wird! JESUS ist unser einziger Mittler - unser Hohepriester und unser Fürsprecher und wir können mit unseren Dank, unseren Bitten, unseren Problemen, unseren Nöten, vor allem aber auch mit unseren Sünden DIREKT ZU IHM kommen, um all diese Dinge im Gebet mit IHM persönlich zu besprechen und vor IHN zu bringen. Ein Amtspriester als vermittelnde Person zwischen Gott und Gläubigen ist heute im Gegensatz zur Zeit des alten Bundes nicht nur keine Notwendigkeit mehr, sondern ist meiner Überzeugung nach Amtsanmaßung. Ein solches Amt wäre für mich nicht nur ein Hindernis im Glauben, sondern auch so überflüssig wie das 5. Rad am Wagen.
Im Hebräerbrief lesen wir hierzu auch: Wie dir vielleicht aufgefallen ist, sind die meisten Grundlagen für die biblischen Betrachtungen zum Priestertum dem Hebräerbrief entnommen. In diesem lesen wir, wie der Schreiber die wohl überwiegend jüdischen Empfänger dieses Briefes eindrücklichst davor warnt, vom rettenden Glauben abzufallen und wieder unter das Gesetz, in den Tempeldienst und das Opfersystem des alten Bundes zurückzukehren, nachdem sie Jesus als ihren Erlöser und Messias im Glauben annahmen. Der Grund für diese Warnung ist klar - denn der Opferdienst des alten Testamentes war eine Vorausschau bzw. ein Schattenbild dessen, was kommen sollte und was mit Jesus dann auch tatsächlich gekommen ist. Mit Jesus, dem einmaligen und vollkommenen Opfer auf Golgatha und seinen Hohepriestertum im himmlischen Heiligtum ist das im alten Bund lange Zeit vorausgeschattete Ereignis real geworden und nur durch dieses neue Realität kann der Mensch vor Gott tatsächliche Sühnung seiner Sünden erhalten und somit Vergebung finden und gerettet werden.
Darum ging der Autor des Hebräerbriefes auch sehr gezielt auf dieses Thema ein und führt im ersten und zweiten Kapitel Jesus nochmal klar und deutlich als den verheißenen Messias vor Augen. In den weiteren Kapiteln lesen wir zentrale Aussagen darüber, dass Jesus Christus unser großer Hohepriester ist, wir bekommen Einblick über die Tatsache des Priestertum Jesu Christi im himmlischen Heiligtum, erfahren über die Ausserkraftsetzung des levitischen Priestertums, lesen über das vollkommene Sühneopfer Jesu am Kreuz, und noch viele weitere wichtige Dinge mehr. Ich kann jeden nur empfehlen, diesen Brief nicht nur auszugsweise zu lesen, sondern diesen einmal in vollem Umfang zu verinnerlichen - denn anbetracht dessen, dass auch heute noch (bzw. wieder) viele Menschen in einem opfernden Priestertum ihren Weg zu Gott suchen, hat der Hebräerbrief nichts an Brisanz und Aktualität verloren und ist auch heute noch ein Mahner für falsche Entwicklungen hinsichtlich sichtbarem Opferdienst in sichtbaren Heiligtümern. Das katholische Amtspriestertum hat für mich keinerlei Bedeutung, da ich in diesem keinen Bedarf, keinen Auftrag von Gott - und darüber hinaus auch keinerlei biblische Legitimation sehe! Ich sehe es vielmehr als einen direkten Widerspruch zu vielen klaren Aussagen im Hebräerbrief - aber auch als Widerspruch im praktisch gelebten biblischen Glauben, da Gläubige durch das Opfer Christi gerechtfertigt sind und daher direkten Zugang zu Gott auch ohne priesterlichen Vermittler haben. Des Weiteren stehen Gläubige durch den Heiligen Geist und das Wort Gottes in Erkenntnis und Wahrheit auf eigenen Beinen und in eigener Verantwortung vor Gott, und benötigen daher auch keinen Klerus als Führer im Glauben. Nicht zuletzt sind Gläubige durch Buße und durch den Glauben an das einmalige und vollkommene Opfer Jesu am Kreuz gerechtfertigt und so vor Gott zur Vollendung gekommen - womit Gläubige auch keinerlei weitere "Vergegenwärtigungen" eines "Opfers" durch Priesterhände mehr benötigen. Einige abschließende persönliche Worte an dich ... Ich möchte dich nun abschließend einladen, die Bibel zur Hand zu nehmen und zu prüfen! Vertraue in Fragen der Ewigkeit nicht ungeprüft auf Menschen, sondern prüfe sowohl meine Aussagen als auch die Lehre der katholischen Kirche. Du kannst dich vor dem Richterstuhl Gottes nicht auf Menschen berufen, denn Gott hat dir sein Wort gegeben, an welchem du hättest prüfen und die Wahrheit herausfinden können. Bring dich nicht in die Situation, wo du einst vor Gott sagen musst: "Ich habe eben blind vertraut." oder "Ich hatte keine Zeit zu prüfen." oder gar "Es hat mich einfach nicht interessiert."
In Jeremia 29,13 gibt Gott uns ein großes und wunderbares Versprechen ...
Gerne würde ich auch deine Meinung zu dem hier Geschriebenen lesen.
Reinhold Keinberger |
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