| Eucharistie |
|
|
|
Seite 1 von 2
Die römisch-katholische Kirche [1374]...Im heiligsten Sakrament der Eucharistie ist "wahrhaft, wirklich und substanzhaft der Leib und das Blut zusammen mit der Seele und Gottheit unseres Herrn Jesus Christus und daher der ganze Christus enthalten ... [1375] Christus wird in diesem Sakrament gegenwärtig durch die Verwandlung des Brotes und des Weines in den Leib und das Blut Christi.... [1376] Durch die Konsekration des Brotes und Weines geschieht eine Verwandlung der ganzen Substanz des Brotes in die Substanz des Leibes Christi, unseres Herrn, und der ganzen Substanz des Weines in die Substanz seines Blutes. Diese Wandlung wurde von der heiligen katholischen Kirche treffend und im eigentlichen Sinne Wesensverwandlung [Transsubstantiation] genannt [1377] Die eucharistische Gegenwart Christi beginnt im Zeitpunkt der Konsekration und dauert so lange, wie die eucharistischen Gestalten bestehen.
[1378] Die Verehrung der Eucharistie. Wir bringen in der Meßliturgie unseren Glauben, daß Christus unter den Gestalten von Brot und Wein wirklich zugegen ist, unter anderem dadurch zum Ausdruck, daß wir zum Zeichen der Anbetung des Herrn die Knie beugen oder uns tief verneigen. "Die katholische Kirche erweist der heiligen Eucharistie nicht nur während der heiligen Messe, sondern auch außerhalb der Meßfeier den Kult der Anbetung, indem sie die konsekrierten Hostien mit größter Sorgfalt aufbewahrt, sie den Gläubigen zur feierlichen Verehrung aussetzt und sie in Prozession trägt
Heute hingegen ist mir dieser Gedanke völlig fremd, dass JESUS als der auferstandene und verherrlichte HERR und Erlöser im Himmel sich angeblich in die Hände von Menschen aus dem Himmel herabholen ließe, um sich so auf katholischen Altären ständig und fortwährend hinopfern zu lassen. Ich fände es darüber hinaus auch sehr befremdend, wenn Jesus sich von Menschenhänden auf diese Weise dienen ließe, um sich so z.B auch am Fronleichnamstag durch die Gassen tragen zu lassen! Man möge mir verzeihen, aber dieser Gedanke scheint mir ganz offen gesagt heute nicht mehr nur skurril, sondern darüber hinaus auch noch als durchaus lästerlich! Um meine - von der katholischen Lehre abweichende unterschiedliche Sicht von Brot und Wein hinsichtlich des Abendmahls einwenig anschaulich zu machen, möchte ich einen kleinen Vergleich anstellen ... Immer wieder sieht man am Arbeitsplatz auf den Schreibtischen vieler Menschen auch Bilder mit Fotos ihrer Familienangehörigen. Den Grund, warum Menschen sich mit Fotos ihrer Lieben umgeben, braucht wohl nicht erklärt zu werden. Ein flüchtiger Blick auf das Bild genügt oft, um im selben Augenblick sich jene Person(en) darauf zu vergegenwärtigen. Man sieht die Kinder oder den Ehepartner auf dem Foto und fühlt sich ihnen im selben Augenblick nahe, weil man durch das Bild gedanklich in deren Gegenwart versetzt wird. Diesen Vergleich möchte ich nun einwenig auf das Abendmahl übertragen ...
Nach der Überzeugung bibeltreuer Christen ist Brot und Wein hier gewissermaßen jenes "Bild", durch welches wir auf jenen blicken, welcher beim Abendmahl als reale Person unsichtbar gegenwärtig ist.
Nehmen wir diesen Vergleich mit dem Foto bzw. dem Bild nun aber auch noch mit hinein in die Transsubstantiationslehre, so würde das bedeuten, das Foto würde sich - nachdem es mit bestimmten Worten bestimmter Personen besprochen wurde - ganz wahrhaft in die darauf abgebildete Person verwandeln.
Dieser Vergleich mag zugegeben etwas schwer nachvollziehbar und schwer vorstellbar sein - im Falle der Eucharistie und der Wandlungslehre trifft er die Sache aber dennoch recht gut. Entsprechend ausgeprägt ist als dessen Folge auch die Form der eucharistischen Verehrung und Anbetung was aber viele Probleme und Fragen aufwirft ...
|
||||
| < Zurück | Weiter > |
|---|




