| Eucharistie |
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Seite 2 von 2 ..Die Eucharistie näher betrachtet ... Der Wunsch nach dem "angreifbaren Gott" Den Wunschgedanken, sich Gott in sichtbarer und angreifbarer Weise zu vergegenwärtigen, um auf diese Weise vor diesem vermeintlich "zu Gott gewordenen Bildnis" niederzuknien, es anzubeten und ihm zu huldigen, findet man in so manchen (Natur)religionen. Doch nicht nur dort - auch das auserwählte Volk Gottes war nicht frei von solchen Gedanken und zog sich durch diese schon sehr bald den Zorn Gottes zu, indem sie sich selbst einen sichtbaren und angreifbaren Gott schufen, um diesen "vergegenwärtigten Gott" darin anzubeten.
Die Bibel berichtet über dieses Ereignis im 2. Mose:
Wer sich den näheren Hintergrund und die "Vorgeschichte" dieser Verse genauer ansieht wird merken, dass man hier durch das gegossene goldene Kalb eine sichtbare und greifbare Anwesenheit Gottes herbeiführen wollte. Aron und das Volk wollten auf ihre eigene Weise Gott in ihrer Mitte "real vergegenwärtigen" um ihm so zu huldigen. Die eigentliche Absicht des Volkes war also auch hier nicht Götzendienst, sondern vielmehr die Anbetung und Verehrung Gottes. Da diese Anbetung und Verehrung aber nicht nach dem Willen Gottes geschah, sondern in einer eigenwilligen religiösen - und von Menschen gemachten Weise, war es (trotz "guter Absichten") dennoch GÖTZENDIENST und zog damit den Zorn des HERRN nach sich!
So tief der Wunsch nach der greifbaren und sichtbaren Gegenwart Gottes nun offenbar im Menschen zu stecken scheint, so sehr sind dingliche und bildliche Vergegenwärtigungsversuche Gottes durch den Menschen dennoch Gott ein Gräuel! Nachdem sich der Mensch durch den Sündenfall von Gott getrennt hatte, wurde er als Folge dieser Trennung auch dem Willen Gottes gegenüber blind. Damit der Mensch aber trotz dieser Blindheit sowohl seine Sünde - als auch den Willen Gottes wieder zu erkennen vermochte, gab Gott ihm durch Mose unter anderen die zehn Gebote. In diesen Geboten setzte Gott gleich nach der ersten Aufforderung - neben IHM keine anderen Götter zu haben, sein 2. Gebot: "Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was in den Wassern, unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht!"
Die katholische Kirche unterließ es nun, dieses zweite Gebot aus der Bibel als ebenso zweites Gebot in den katholischen Katechismus zu übernehmen - und zog es vor, dieses Gebot lediglich als "Fußnote" dem ersten Gebot beizustellen. Das zwangsläufig dabei entstandene Problem des somit fehlenden Gebotes löste man elegant, indem man das zehnte Gebot teilte. Durch diesen Kunstgriff verschwand das zweite Gebot gewisser Weise "zwischen den Zeilen" und war somit auch aus dem direkten Blickfeld des Katholiken genommen. Über den Grund dieser gezielten Ausblendung des Bildnisverbotes innerhalb der katholischen Kirche kann sich nun jeder selbst seine Gedanken machen.
Gott sagt uns im zweiten Gebot ganz deutlich, das wir uns keine Bildnisse manchen sollen, um ihnen zu dienen und sie anzubeten. Darüber hinaus sehen wir, wie das Volk Israel den Zorn Gottes auf sich lud, als dieses sich ein Bildnis schuf um diesem zu opfern und es anzubeten.
Hier laufen somit zwei grundlegende Aussagen in gewisser Weise auf einen Punkt zusammen, denn wir wissen durch seine Gebote einerseits, dass wir nur vor Gott unsere Knie beugen- und Gott allein Anbetung entgegen bringen dürfen! Gehen wir darüber hinaus, so sündigen wir sowohl gegen das erste Gebot - als im Falle einer Bildnisverehrung und Anbetung auch gegen das zweite Gebot. Es wäre andererseits aber ebenso unvorstellbar, im direkten Gegenüber Gottes nicht auf die Knie zu gehen und IHM nicht Ehre und Anbetung entgegenzubringen.
Es stellt sich daher in aller gebotenen Ernsthaftigkeit die Frage:
Die richtige Antwort auf diese Frage entscheidet über das rechte und gottgefällige Handeln im Blick auf die "gewandelte Hostie", und lässt aufgrund der stark gegensätzlichen Konsequenz im Handeln als Antwort nur ein klares "Ja" oder "Nein" mit dem entsprechenden Folgen zu.....
Warum ich persönlich davon überzeugt bin, das Jesus nicht entsprechend der katholischen Lehre der Eucharistie in der Hostie "realpräsent" und gegenwärtig ist - möchte ich in vier Punkten etwas näher erklären ...
Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen; denn es wird darin geoffenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: »Der Gerechte wird aus Glauben leben«.
Durch Gottes Wort wissen wir, das wir alle gesündigt haben, deshalb untauglich geworden sind vor Gott und daher der ewigen Verdammnis entgegengehen.
Weil es daher der GLAUBE an dieses bereits abgeschlossene vollkommene Erlösungswerk ist, welches uns daran teilhaben lässt und uns mit diesem verbindet, nicht aber die Teilnahme an einem "vergegenwärtigtem Opfer" - gibt es auch keinen Grund und keine Notwendigkeit einer "substanziellen Vergegenwärtigung" wie in der Eucharistie. Und er nahm das Brot, dankte, brach es, gab es ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis! Lukas 22,19
Jesus spricht über das Abendmahl von einem Gedächtnis!!
Jesus sagte definitiv nicht: "Das tut zu meiner Vergegenwärtigung um mich als Opfer auf euren Altären darzubringen als Sühne für eure Sünden und um mich darin anzubeten." Davon völlig abgesehen - kann ich mir persönlich auch nicht vorstellen, dass die Jünger am AbendmahlsTISCH (nicht Altar!) das Brot verehrt und angebetet hätten bevor sie es zu sich nahmen. Viel näher liegt mir hier persönlich die Vorstellung, dass die Jünger mit dem Herrn ein Mahl in enger und vertrauter Gemeinschaft hielten, was damals ja auch noch viel mehr bedeutete und einen ganz anderen Hintergrund und "Tiefgang" hatte als in unserer heutigen "Fastfood-Kultur". Drittens - Gott wohnt nicht in Tempeln, die von Händen gemacht sind!
Der Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde ist, wohnt nicht in Tempeln, die von Händen gemacht sind; er lässt sich auch nicht von Menschenhänden bedienen, als ob er etwas benötigen würde, da er doch selbst allen Leben und Odem und alles gibt.
Auch hier wieder ganz offensichtliche Widersprüche zwischen der katholischen Lehre von der realen Gegenwart Jesu in der "gewandelten Hostie" und dem katholischen Priesterdienst entgegen dem Wort Gottes!
Solange wir im Leib daheim sind, sind wir nicht daheim bei dem Herrn.
Jesus - der Sohn Gottes und der Schöpfer von allem Sichtbaren - ist Mensch geworden und war in dieser Zeit wahrhaft, wirklich als Mensch durch Leib und Blut zusammen mit der Seele und Gottheit unter uns. In dieser Zeit bis zur Himmelfahrt war Jesus daher tatsächlich REALPRÄSENT unter uns. In der dazwischenliegenden Gnadenzeit sitzt Jesus zur Rechten Gottes (vgl. Kol3,1), tritt als Hohepriester im himmlischen Heiligtum für uns ein (vgl. Hebräer) und ist uns Mittler und Fürsprecher zum Vater. (vgl. 1Joh 2,1) Wir blicken einerseits zurück und Gedenken an ihn, blicken andererseits nach vor in Erwartung seiner Wiederkunft, und wandeln im Glauben und im Wissen, das ER bei uns ist und uns begleitet, auch wenn wir IHN jetzt noch nicht sehen. Dieser Glaube als eine Überzeugung seiner Gegenwart lässt mich im Geist und in der Wahrheit zu ihm beten. Ich brauche daher weder Bilder noch "substanzielle Vergegenwärtigungen" um in Gottes Gegenwart zu kommen, weil ich Gott in diesem Leben ohnehin nicht im Sehen - sondern nur im Geist und in der Wahrheit begegnen kann.
Unter anderem aus diesen Gründen kann ich persönlich die katholische Lehre von der realen Gegenwart Jesu in der konsekrierten Hostie als Folge der Transsubstantiation nur entschieden ablehnen. Ich sehe zur "Realpräsenz" entsprechend katholischer Lehre weder Notwendigkeit, noch Sinn, noch einen biblisch haltbaren Hinweis. Daher kann ich die Hostie - sei sie "gewandelt" oder auch nicht - lediglich als ein Stück Brotoblate sehen. Mit dieser Glaubensüberzeugung stehe ich nicht alleine in dieser Welt. Vielmehr ist diese bereits seit langer Zeit auch allgemeines Glaubensgut vieler bibeltreuer Christen. Daher sah sich die katholische Kirche auch bereits Mitte des 15. Jahrhunderts mit diesen Widersprüchen zu ihrer Lehre konfrontiert und formulierte daher schon damals folgende Stellungnahme dazu:
"Wer leugnet, daß im Sakrament der heiligsten Eucharistie wahrhaft, wirklich und wesentlich der Leib und das Blut zugleich mir der Seele und mit der Gottheit unseres Herrn Jesus Christus und folglich der ganze Christus enthalten ist, und behauptet, der sei in ihm nur wie im Zeichen im Bild oder in der Wirksamkeit, der sei ausgeschlossen"
In Anbetracht der tatsächlich gravierenden Unterschiede zwischen katholischem und biblischem Abendmahlsverständnis ist diese Reaktion der katholischen Kirche aus der Sicht ihrer Lehre für mich persönlich durchaus verständlich und nachvollziehbar. Daher bin ich mit dem Ausschluss durchaus einverstanden und distanziere mich darüber hinaus auch noch klar und deutlich von der Lehre der "Realpräsenz" Jesu in der Eucharistie - und daher auch von der eucharistischen Verehrung und Anbetung! Einige abschließende persönliche Worte an dich ... Ich möchte dich nun abschließend einladen, die Bibel zur Hand zu nehmen und zu prüfen! Vertraue in Fragen der Ewigkeit nicht ungeprüft auf Menschen, sondern prüfe sowohl meine Aussagen als auch die Lehre der katholischen Kirche. Du kannst dich vor dem Richterstuhl Gottes nicht auf Menschen berufen, denn Gott hat dir sein Wort gegeben, an welchem du hättest prüfen und die Wahrheit herausfinden können. Bring dich nicht in die Situation, wo du einst vor Gott sagen musst: "Ich habe eben blind vertraut." oder "Ich hatte keine Zeit zu prüfen." oder gar "Es hat mich einfach nicht interessiert."
In Jeremia 29,13 gibt Gott uns ein großes und wunderbares Versprechen ...
Gerne würde ich auch deine Meinung zu dem hier Geschriebenen lesen.
Reinhold Keinberger |
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