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Die römisch-katholische Kirche
[1257] Der Herr selbst sagt, daß die Taufe heilsnotwendig ist [Vgl. Joh 3,5.]. Darum hat er seinen Jüngern den Auftrag gegeben, das Evangelium zu verkünden und alle Völker zu taufen [Vgl. Mt 28, 19-20; DS 1618; LO 14; AG 5]. Die Taufe ist für jene Menschen heilsnotwendig, denen das Evangelium verkündet worden ist und die Möglichkeit hatten, um dieses Sakrament zu bitten [Vgl. N4k 16,16]. Die Kirche kennt kein anderes Mittel als die Taufe, um den Eintritt in die ewige Seligkeit sicherzustellen. Darum kommt sie willig dem vom Herrn erhaltenen Auftrag nach, allen, die getauft werden können, zur "Wiedergeburt aus Wasser und Geist" zu verhelfen. Gott hat das Heil an das Sakrament der Tauft gebunden, aber er selbst ist nicht an seine Sakramente gebunden. [1263] Durch die Taufe werden sämtliche Sünden nachgelassen, die Erbsünde und alle persönlichen Sünden sowie die Sündenstrafen .... [1265] Die Taufe reinigt nicht nur von allen Sünden, sondern macht den Neugetauften zugleich zu einer "neuen Schöpfung" .... [1268] Die Getauften werden zu "lebendigen Steinen", um "zu einem geistigen Haus" und "zu einer heiligen Priesterschaft" aufgebaut zu werden (1 Petr 2,5). Durch die Taufe haben sie am Priestertum Christi, an seiner prophetischen und königlichen Sendung teil..... [1269] Zu einem Glied der Kirche geworden, gehört der Getaufte nicht mehr sich selbst [Vgl. 1 Kor 6,19], sondern dem, der für uns gestorben und auferstanden ist [Vgl. 2 Kot 5.15]. Darum soll er sich in der Gemeinschaft der Kirche den anderen unterordnen [Vgl. Eph 5,21: 1 Kor 16,15-16], ihnen dienen [Vgl. Joh 13,12-15.], und den Vorstehern der Kirche gehorchen, sich ihnen unterordnen, sie anerkennen und hochachten ..... [1277] Die Taufe ist die Geburt zum neuen Leben in Christus. Nach dem Willen des Herrn ist sie heilsnotwendig wie die Kirche selbst in die Tauft eingliedert. (aus dem katholischen Katechismus)
Nicht lange dauerte es und ich fühlte mich wie ein Fremder in "meiner Kirche". Dennoch hatte ich den Wunsch nach Gesprächen und nach Austausch mit Christen, welche die Wahrheit in der Bibel in gleicher Weise erkannten. Christen - welche JESUS als ihren Herrn und Erlöser in gleicher Weise annahmen und EINZIG UND ALLEIN AUF IHN vertrauten. Eine solche Christengemeinschaft fand ich wenig später in einer evangelikalen Freikirche in Linz, die wie auch alle anderen bibeltreuen Gemeinden keine Kinder tauft, sondern nur die Glaubenstaufe praktiziert. Diese biblische Form der Taufe unterscheidet sich jedoch ganz grundlegend von der katholischen Taufe und vom katholischen Taufverständnis!
Zur anschaulichen Erklärung vielleicht folgender Vergleich... Obwohl die Glaubenstaufe auch für mich einen ganz bewussten und besonderen Schritt in meinem Leben darstellte und mir diese Taufe sehr viel bedeutete und bedeutet, bleibt sie vom Selbstverständnis dennoch weit hinter jener "Wichtigkeit" und Bedeutung zurück, welche die katholischen Kirche ihrem Taufsakrament fälschlicherweise beimisst. Die katholische Kirche verkündet das Taufsakrament als den zentralen Zugang zum Heil - verbindet mit diesem volle Sündenvergebung (sowohl ewige - als auch zeitliche Sündenstrafen), Wiedergeburt aus dem Geist, Eingliederung in den Leib Christi und die Erlangung des sogenannten "Gnadenstandes", und erachtet daher dieses "Sakrament" als zum Heil unbedingt notwendig.
Als getaufter Katholik sah ich lange Zeit keinen Grund, an der katholischen Tauflehre zu zweifeln, sondern fühlte mich vielmehr geborgen in den Zusagen jener Kirche, dessen Mitglied ich durch die Taufe schließlich geworden war. |
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