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Seite 2 von 2 .. Fegefeuer (Purgatorium) näher betrachtet ... Der biblische Rechtferigungsversuch Roms
Meine Nachforschungen und Überlegungen zur Fegefeuerlehre ließen mich keine tatsächlich tragfähigen Anknüpfungspunkte in der Bibel finden. All jene dahingehenden Versuche seitens der katholischen Kirche, diese Lehre dennoch auch biblisch zu stützen, knüpfen entweder an äußerst fragwürdige Auslegungen einzelner Bibelverse an, oder greifen gar gleich auf Textstellen apokrypher Schriften zurück (Schriften, die der Bibel von der katholischen Kirche erst später hinzugefügt wurden). Es macht nun aber meiner Meinung nach wirklich keinen Sinn, die Grundlage und den Maßstab der Wahrheit - welches die Bibel in ihrem Original ist, durch nachträglich zugefügte Ergänzungen einer eigenen Lehre anzugleichen um diese dann zu bestätigen. Damit macht man bloß den Maßstab unbrauchbar - indem man das ursprünglich Gerade (Bibel) durch Zutun (Apokryphen) dem Krummen (Ablasslehre) anpasst. Wer so vorgeht, stellt sich selbst das Bein!
Ein zweiter und genauerer Blick auf jene spezielle Lehre des Fegefeuers zeigte mir aber dann den hauptsächlichen und wohl wesentlichen Ankerpunkt jener Lehre, welcher in der Annahme begründet liegt - der sündige Mensch könne durch eigene Qual und Leiden jene Genugtuung für Sünden erbringen, welche Gottes Gerechtigkeit und Heiligkeit fordert.
Die Annahme, der Mensch könne durch eigene Leiden und Qual jene Genugtuung erwirken, welche Gottes Gerechtigkeit als Ausgleich für Sündenschuld fordert, unterschätzt wohl eher die tatsächliche Tragweite und Schwere der Sünde und überschätzt gleichzeitig den "Wert" menschlichen Leidens vor Gott. Die Tatsache, dass aufopferndes Leiden keine Sündenschuld oder "Sündenstrafe" von uns hinwegnehmen kann, können wir auch ganz einfach darin erkennen, das Gott durch sein Wort in der Bibel uns dahingehend weder anleitet noch uns dazu ermutigt. So finden wir zwar in vielen heidnischen Religionen sehr viele und oft auch teils sehr starke Elemente solcher Bemühungen - durch eigenes Leiden Vergebung und somit einen gnädigen Gott zu finden - im christlichen Glauben und im Evangelium vom Kreuz und der Gnade Gottes sind solche Elemente aber Fremdkörper welche unmöglich Platz darin finden.
Das Grundproblem - unsere Sünden:
Gottes Gerechtigkeit:
Die (Er)Lösung in JESUS CHRISTUS: Weil die biblische Wahrheit hier nun in ihrer Aussage von der "Reinigung und Sühnung durch das Blut Christi mittels des Glaubens" der wesentlichen Aussage der Fegefeuerlehre von der "Reinigung und Sühnung nach dem Tod durch Leiden und Qual im Fegefeuer" im direkten Widerspruch steht, möchte ich hierzu nun einige Bibelverse zitieren:
... wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde.
... In ihm haben wir die Erlösung d.h. den Loskauf aus Sünde und Gericht. durch sein Blut, die Vergebung der Übertretungen nach dem Reichtum seiner Gnade
Er hat uns errettet aus der Herrschaft der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe, in dem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden.
Denn das ist mein Blut, das des neuen Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
... wieviel mehr wird das Blut des Christus, der sich selbst durch den ewigen Geist als ein makelloses Opfer Gott dargebracht hat, euer Gewissen reinigen von toten Werken, damit ihr dem lebendigen Gott dienen könnt.
...und von Jesus Christus, dem treuen Zeugen, dem Erstgeborenen aus den Toten und dem Fürsten über die Könige der Erde. Ihm, der uns geliebt hat und uns von unseren Sünden gewaschen hat durch sein Blut, und uns zu Königen und Priestern gemacht hat für seinen Gott und Vater - Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
... dieser ist die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens und trägt alle Dinge durch das Wort seiner Kraft; er hat sich, nachdem er die Reinigung von unseren Sünden durch sich selbst vollbracht hat, zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt.
DIESE WAHRHEIT im Wort Gottes habe ich erkannt und angenommen und sie hat mich frei gemacht! Ich habe zuvor erkannt, dass ich vor Gott durch meine Sünden hoffnungslos verschuldet bin und es selbst nicht vermag, diesen Schuldenberg jemals durch gute Werke "abzutragen". Ich bin dann im Bewusstsein meiner ganzen Schuld im Gebet zu IHM gegangen - habe vor ihm in gewisser Weise meinen "Privatkonkurs" hinsichtlich meiner Sündenschuld angemeldet und meine tief roten Konten vor IHM offengelegt. An diesem Punkt gab Gott mir das Angebot des vollen Schuldenausgleichs meiner Sünden durch das Opfer seines Sohnes am Kreuz zu erkennen, und ich nahm es dankbar im vollen Vertrauen und im Glauben an. Daraufhin hat ER meinen Schuldschein genommen, hat ihn zerrissen und hat so hinweggenommen, was bis dahin wie eine trennende Wand zwischen mir und Gott stand. So habe ich zu Gott gefunden. Nicht durch "gute Werke", nicht durch Leiden, nicht durch die Hoffnung, im Fegefeuer meine Sünden abbüßen zu können.
Das habe ich erkennen und persönlich ERLEBEN dürfen.
Dass dieses Zeugnis und diese Botschaft vom Kreuz und der Errettung allein durch die Gnade mittels des Glaubens, den "Gescheiten" eine Torheit und den "Religiösen" ein Ärgernis ist, weiß mittlerweile nicht nur ich - sondern davon wusste bereits Paulus im 1. Korinther 1,23 gleichsam "ein Lied zu singen". Religiösen Menschen ist diese "geschenkte Gnade" wohl meist zu "billig" und es widerstrebt vielleicht manchmal auch ein wenig ihrem eigenen Stolz, auf diese Weise nichts zu ihrer Errettung beitragen zu können. Darum lassen sie das vollkommene Gnadengeschenk des Erlösungswerks Christi mittels der gläubigen Annahme links liegen und versuchen lieber weiterhin durch Werke und Leiden Genugtuung für ihre Sünden zu erlangen, um sich so den Himmel doch wenigstens "einwenig mit zu verdienen". So bildet das Fegefeuer den krönenden aber traurigen Abschluss in diesen untauglichen Bemühungen, selbst nach dem Tod noch jenes unnütze Leidenswerk fortzusetzen, um auf diese Weise von Gott angenommen werden zu können. Nachdem ich erkannte, dass die zentrale Aussagen der katholischen Fegefeuerlehre keinen Platz im Rahmen des christlich-biblischen Glauben finden können, vermutete ich auch die Wurzeln dieser Lehre nicht mehr in der Bibel oder im Glauben der frühen Christengemeinden. Ich stellte fest, dass jene Vorstellungen eines letzten Reinigungsortes erstmals im Jahre 593 von Papst Gregor dem Großen verbreitet wurden, welche er in der Auslegung gründete: "Man muss glauben, daß es vor dem Gericht für gewisse leichte Sünden noch ein Reinigungsfeuer gibt, weil die ewige Wahrheit sagt, daß, wenn jemand wider den Heiligen Geist lästert, ihm 'weder in dieser noch in der zukünftigen Welt' vergeben wird (Mt 12,32). Aus diesem Ausspruch geht hervor, daß einige Sünden in dieser, andere in jener Welt nachgelassen werden können" Nach diesen ersten Lehransätzen dauerte es dann noch über 800 Jahre, bis die Lehre vom Fegefeuer auf dem Konzil zu Florenz im Jahre 1439 zum Dogma - und somit zum offiziellen katholischen Glaubensgut wurde. Die somit von der katholischen Kirche offiziell festgesetzte Lehre darüber, dass liebe verstorbene Angehörige oder Freunde nun nach ihrem Tod an einem Ort der Pein und Qualen schmachten müssten, bevor sie in die ewige Ruhe im Himmel eingehen können, blieb nicht lange ohne Folgen.
So erweiterte wenig später durch Anregung des Augustinermönchs Trionfo, Papst Johannes XXII die bis dahin bereits behauptete "Binde- und Lösegewalt" über die irdische und die himmlische Welt, auch noch auf den Reinigungsort des Fegefeuers. Der Papst erhob damit nun den Anspruch, jene Schlüsselgewalt, welche die Tore des Himmels zu öffnen und zu schließen vermochte, auch für jene Seelen im Fegefeuer zu verwalten. Dieser "neue Markt" eröffnete der katholischen Kirche eine neue und sehr erträgliche Einnahmequelle, indem sie in weiterer Folge sogenannte "Ablässe" herausgab und diese für teils bare Münze den Menschen mit der Parole - "Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele (aus dem Fegefeuer) in den Himmel springt" verkaufte.
Nun haben bibelgläubige Christen bereits bald nach offizieller Einführung der Lehre vom Fegefeuer auf die Widersprüche aufmerksam gemacht und dieser unbiblischen Lehre die Wahrheit im Wort Gottes entgegengestellt. Die römisch-katholische Kirche hat das Gnadenangebot Gottes im vollkommenen Sühneopfer Christi zwar ganz offensichtlich sehr richtig erkannt - dieses aber bewusst verworfen und abgelehnt. Es scheint mir heute aber auch sehr aufschlussreich, dass die katholische Kirche selbst hinsichtlich der Lehre vom Fegefeuer derart große Unterschiede in ihrer eigenen Lehre gegenüber dem Zeugnis bibelgläubiger Christen sieht - welche ihren Glauben bezüglich der Errettung und der Sündenvergebung allein auf JESUS setzen, dass diese sich sogar genötigt sieht, sich von solchen Menschen zu distanzieren und sie auszuschließen.
Ich möchte dich nun abschließend einladen, die Bibel zur Hand zu nehmen und zu prüfen! Vertraue in Fragen der Ewigkeit nicht ungeprüft auf Menschen, sondern prüfe sowohl meine Aussagen als auch die Lehre der katholischen Kirche. Du kannst dich vor dem Richterstuhl Gottes nicht auf Menschen berufen, denn Gott hat dir sein Wort gegeben, an welchem du hättest prüfen und die Wahrheit herausfinden können. Bring dich nicht in die Situation, wo du einst vor Gott sagen musst: "Ich habe eben blind vertraut." oder "Ich hatte keine Zeit zu prüfen." oder gar "Es hat mich einfach nicht interessiert."
In Jeremia 29,13 gibt Gott uns ein großes und wunderbares Versprechen ...
Gerne würde ich auch deine Meinung zu dem hier Geschriebenen lesen.
Reinhold Keinberger |
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